Moin liebes Forum,
ich habe hier gerade zwei Kaiser Idell (Mod. 6556) in der Mache, welche offensichtlich aus kpl. verschiedenen Jahrzehnten stammen. Die erste (ältere) in creme ist schon fertiggestellt für den Schreibtisch meiner Angetrauten - sanft restauriert im Originallack mit Erhaltung der vorhandenen Macken, aufpoliert und konserviert, Schrauben und Metallteile von Rost befreit und konserviert, neuen Filz an der Fußplatte aufgebracht sowie die kpl. Verkabelung erneuert.
Anmerkung zur Verkabelung vorab: Alle Arbeiten im 230V-Bereich sind ausschließlich und nur durch ausgebildete Elektrofachkräfte durchzuführen! Ich habe hier die entsprechende Ausbildung/die Scheine und das dafür nötige Equipment inkl. Seku-Tester, um diese Arbeiten fachlich einwandfrei und rechtssicher durchzuführen zu dürfen. Hinweise zu elektrotechnischen Arbeiten gebe ich hier nicht, bis auf eine Bitte am Ende des Beitrags.
Zunächst die bereits fertiggestellte cremefarbene Idell

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hier ist der Fuß, mit einer ca. 5 mm dicken gegossenen Bodenplatte

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bei der schwarzen Idell ist ist die Bodenplatte moderner ausgeführt (ca. 3 mm Stahlblech, gedrückt), mit Zugentlastung für die Zuleitung und Verschraubung für die Erdung

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Ich habe die Idell 6556 schon in Katalogen von 1920 gefunden wie z.B. in diesem Angebot
[Gäste sehen keine Links], dazu würde ggf. auch die Gussplatte der cremefarbenen passen, aber weiß ggf. jemand, ab wann Kaiser hier die Variante mit Zugentlastung/Erdung eingeführt hat?
1950er/60er oder schon früher?
Hier zum Ende noch das oben "Angedrohte": Diese beiden Idells sind die werweißwievielten Lampen in zig Jahren, die ich "aufarbeite" oder für den eigenen Bedarf anschließe. Viele davon als Endverbraucher (ggf. Laie) auch bei Händlern erworben, wie eine dieser Idells.
Das demontieren der Verkabelungen beider dieser Idells war einfach, man hätte die Verschraubungen der Litzen auch ohne Werkzeug mit einem spitzen Fingernagel aufdrehen können... Ich sehe das bei so vielen Lampen über Jahre immer wieder, "die sind neu verkabelt..." , und es ist so lebens- und brandgefährlich!
Ich weiß nicht wer und warum so viele das Verlöten von Litzen/Kabeln, welche in Verschraubungen (Lüsterklemmen, Schalter, Lampenfassungen, etc.) geklemmt werden, für eine gute Idee hält/halten - ist es definitiv nicht. Bitte, bitte, bitte, nicht machen das...
Lötzinn fließt auch kalt unter Druck und die Klemmung wird damit über die Zeit von allein locker und es fängt irgendwann an zu "britzeln",wie man so schön sagt...
Habe das hier in einem anderen Beitrag schon einmal angemerkt, der wurde aber wg. Forenregeln (Elektrik) gelöscht - das ist hier aber kein Tipp, wie man igw. machen soll, sondern nur ein sicherheitsrelevanter Hinweis, wie etwas auf keinen Fall gemacht werden sollte.
Bitte überlasst alle Arbeiten im 230V-Netzbereich immer den Fachleuten!

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Gruß Bernd