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Wenn es keine antike römische Münze ist, was ist es dann und wie alt?

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Wenn es keine antike römische Münze ist, was ist es dann und wie alt?

Beitrag von gudrund »

Liebes Forum,

dieses Teil ist ein Erbstück meines Vaters (der auch ein großer Flohmarktgänger war).
Es misst 9,3 x 6,5 x ca, 0,85 cm und ist ca. 470 Gramm schwer.
Ich nehme mal Bronze an, eventuell verlorene Gussform (Sand)?
Beidseitig "bebildert".

Ich hatte zur Orientierung GLens gefragt und zuerst einmal jede Menge Aes Signata gezeigt bekommen.
Da auch eine römische Zahl draufsteht (die allerdings nicht mit dem Gewicht übereinstimmt), habe ich das Münzkabinett in Berlin angefragt.
Der wahnsinnig nette Chef hat fast sofort geantwortet.
Es ist kein Aes Signatum, da diese NICHT szenisch sind.

Eine Art Fries schließe ich aufgrund der Beidseitigkeit auch aus. Vielleicht ein einfacher Briefbeschwerer?

P.S.: die Schweine sehen ziemlich mittelalterlich aus mit diesem langen schmalen Rüssel und der Hochbeinigkeit....???

Frage nun an alle, die der Metallbearbeitung kundig sind: Wie alt könnte das sein? Ab wann hat man solche Kanten gestaltet?
Ich füge extra die 4 Seitenkanten ein:
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Zuletzt geändert von gudrund am Mittwoch 29. Juli 2026, 10:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Wenn es keine antike römische Münze ist, was ist es dann und wie alt?

Beitrag von gudrund »

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Wenn es keine antike römische Münze ist, was ist es dann und wie alt?

Beitrag von Schmidtchen »

Es mutet schon wie ein Zahlungsmittel an
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Wenn nicht römisch zum Beispiel indisch
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Oder sonst so von auf der Welt.
Was mir aber auffällt sind die deutlichen Sägespuren.
So etwas kenne ich eigentlich nur von neueren Stücken.
Mehrere werden in einer Reihe gegossen und später einfach nur auseinander gesägt.
Das sieht auch nicht wie eine uralte Bronze aus.
Entweder neuer oder es wäre keine Bronze.
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Wenn es keine antike römische Münze ist, was ist es dann und wie alt?

Beitrag von Pontikaki Verified »

Moin Gudrun, also bei der Identifikation der Tiere verlasse ich mich natürlich auf Deine Profikenntnisse
als Tierärztin - aber ich finde die beiden "Bestien" sehen eher wie Ameisenbären, als wie Schweine aus :lol: :

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Aber da würde dann der Schwanz nicht passen - aber ein typisches Schweineringelschwänzchen isses auch nich.
Die Bearbeitungsspuren an den Rändern - es sind keine Sägespuren, wie sie beim Durchtrennen von Platten
entstehen würden - entstehen wenn die Gussteilung in der Horizontale angelegt wurde. Dadurch entstehen die
Gussnähte, die dann mechanisch entfernt werden müssen. Das geschieht durch Schleifen, Feilen oder Fräsen.
In diesem Fall denke ich eher an die Bearbeitung mit einem Schleifbock:
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Beim Feilen mit einer händisch geführten Feile wären die Hiebe länger und nicht sooo gerade wie hier zu sehen,
sondern die Hand "verreisst" meist in leichtem Bogen. Auch diese ganz kurzen Ansätze einiger Schleifspuren
sprechen für das kurze Dranhalten an die Schleifscheibe. Ob mit einem elektrisch betriebenen Schleifbock
gearbeitet wurde, oder ob es sich um so'nen handkurbelbetriebenen oder mit Fusswippe angetriebenen Bock
[Gäste sehen keine Links]
gehandelt hat, kann ich aber nicht sagen.
Daß die groben Feilspuren dann nicht ordentlich feingeschliffen wurden ist schade/eigenartig. Vielleicht sollte
es noch weiter bearbeitet werden? Oder dieses Bronzeteil sollte in eine monstranzartige Fassung eingelassen
werden, um es von zwei Seiten betrachten zu können: Stuhllehne, flügelartige Klappe.......?
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Beitrag von gudrund »

Na ja, es sind halt römische Zahlen drauf und solche Schweine in Asien????Da sind doch eher die Dickbauch-Schweine mit dem gestauchten Kopf...........also Sägespuren sind das AHA.

An einer Stelle, wo die Oberfläche etwas beschädigt ist, sieht es aus, als wäre da eine Art Sand/Kiesgemisch drunter:
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Beitrag von gudrund »

Zwei von den Jungen saugen doch gerade, und dann sind noch 3 andere vorne unten. Ich dachte so an diese: http://www.zeno.org/Kunstwerke/B/Jordaens,+Jakob%3A+Schwein



Antwort war jetzt, bevor ich alles von @Pontikaki gelesen hatte...
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Beitrag von Pontikaki Verified »

gudrund hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 14:25 und dann sind noch 3 andere vorne unten.
Wenn ich nicht wüßte, daß es im Römischen Reich keine Tapire gab, dann würde ich an diese denken.
(Übrigens mein Lieblingstier zusammen mit dem Gürteltier)
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Beitrag von Pontikaki Verified »

gudrund hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 14:21 sieht es aus, als wäre da eine Art Sand/Kiesgemisch drunter:
Das dürfte sich eher um ein Überbleibsel aus dem Gusssand handeln. Oder es ist eine mineralische
Verunreinigung in der Schmelze gewesen - wäre dann aber wohl eher umflossen, statt so freigelegt.
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