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Kaufhaus Bilder

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Beitrag von Chrispie74 »

Wolleputz hat geschrieben: Mittwoch 15. Juli 2026, 20:53 wie ich ohne Fachkenntnisse schnell „teure Kunst“ finde.
indem Du in eine feine Galerie gehst und auf die Preise guckst...
🤣
Sorry, bitte nicht übelnehmen! Du meinst ja: "Wie findet man erschwingliche Kunst, die man mit viel Gewinn verkaufen kann", vermute ich. Ich muss den anderen recht geben: Wenn es dafür eine Abkürzung gäbe, um solche Bilder und Objekte zu identifizieren, glaub mir, alle würden mit Kunst handeln! Abgesehen davon, dass gute Kunst zu bestimmen schon nicht einfach ist (da hatten wir hier auch schon Diskussionen drüber, Stichwort Picasso), ist selbst für Experten nicht leicht zu wissen, was sich wie verkauft und warum (übrigens in vielen Feldern nicht). Man muss also nicht nur (was von) Kunst verstehen, sondern auch noch den Markt und das Geschäft selbst.

In Deiner Vorstellung hast Du ja geschrieben, dass Du Bücher wälzt usw., aber ob das reichen wird? Wenn ich es richtig verstehe, bist Du schon in das Geschäft eingestiegen. Hast Du denn eine Begeisterung für Kunst? Oder geht es wirklich nur um Knete? Dann finde ich das Kunstgeschäft tatsächlich eine schwierige Wahl...
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Beitrag von Chrispie74 »

Wolleputz hat geschrieben: Mittwoch 15. Juli 2026, 20:11 Gestern habe ich ein Bild gesehen, wo mir bei weiterer Recherche aufgefallen ist, dieses gibt es teilweise in anderen Farben aber auch von anderen Malern.

Ist das dann die so genannte kaufhaus kunst.
noch zu Deiner Frage: So einfach kann man das nicht beantworten. Stichworte sind hier Originalität und Können. Wenn jemand als erster und mit großem Können, einem neuen Stil, neuer Perspektive usw. ein Motiv gemalt hat, kann das teuer und gute Kunst sein, die 300, die es von ihm abmalen, sind es meist nicht oder nur unter ganz bestimmten Umständen. Das heißt, es kann Motive geben, von denen viele im Umlauf sind, aber nur das besondere, erste Bild geht wirklich als "Kunst" durch. Denn der echte Künstler, so unterstellen wir jedenfalls, mal ja nicht für den Verkauf, sondern aus innerem Antrieb, sich auszudrücken...

Es gibt auch unendliche Mengen an Bildern, die beziehen sich nicht auf diese Art von Original, sondern sind von Beginn keine große Kunst: Gefällige Werke ohne große Inspiration, nur für den Verkauf gemalt oder von Hobbymaler Patenonkel Fritz beim Alpenurlaub (um den Onkel hier nochmal unterzubringen...)
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Beitrag von Wolleputz »

Vielen Dank zunächst für die bisherigen Antworten und auch für die Hinweise zu den Forumsregeln. Den Hinweis bezüglich der fremden Bilder habe ich verstanden und werde das künftig selbstverständlich beachten.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass meine eigentliche Frage etwas anders verstanden wurde, als ich sie gemeint habe.

Mir ist völlig bewusst, dass man Kunst und den Kunstmarkt nicht innerhalb weniger Wochen oder Monate lernt. Das habe ich auch nie angenommen. Im Gegenteil: Genau deshalb lese ich Bücher, recherchiere in Auktionsdatenbanken, schaue mir Bilder in echt, bei sammler und Museen an, vergleiche Bilder und stelle Fragen. Ich suche keine Abkürzung und auch keine Geheimformel, mit der man plötzlich hochwertige Kunst erkennt.

Mein Ziel ist es, Zusammenhänge zu verstehen. Deshalb habe ich gefragt, woran man typische Kaufhauskunst erkennt, ob es wiederkehrende Motive oder Signaturen gibt und worauf erfahrene Sammler oder Händler achten. Mir ist klar, dass solche Hinweise keine jahrelange Erfahrung ersetzen. Sie helfen aber dabei, die eigene Recherche besser einzuordnen.

Vielleicht erklärt ein Vergleich besser, was ich meine: Wenn jemand in einem Pilzforum fragt, woran man einen Steinpilz erkennt, erwartet er doch auch nicht, nach einer Antwort plötzlich Pilzsachverständiger zu sein. Er möchte einen Einstieg bekommen und lernen, worauf er achten sollte. Genau so war meine Frage gemeint.

Was mich ehrlich gesagt etwas irritiert hat, waren die Aussagen zum gewerblichen Handeln. In meinem Vorstellungsthread habe ich bereits geschrieben, dass ich ein angemeldetes Gewerbe betreibe und auch bereits Bilder gewerblich verkauft habe. Deshalb kam bei mir die Formulierung „das kann man nicht alles unter das Mäntelchen Sammler stecken“ so an, als würde mir unterstellt, ich wolle meine Tätigkeit verschleiern oder nicht ordnungsgemäß ausüben. Das entspricht aber überhaupt nicht den Tatsachen.

Ja, ich möchte mit Bildern Geld verdienen. Das ist kein Geheimnis. Aber mein Ziel ist nicht, morgen den nächsten Picasso auf dem Flohmarkt zu finden. Mir geht es darum, Schritt für Schritt dazuzulernen und mein Wissen kontinuierlich zu erweitern. Wenn ich mit der Zeit Bilder finde, mit denen sich ein kleiner Gewinn erzielen lässt, bin ich damit bereits zufrieden. Ich glaube, viele stellen sich Kunsthandel so vor, als müsse man den einen großen Sensationsfund machen. Tatsächlich werden aber jeden Tag über eBay und zahlreiche Auktionshäuser unzählige Bilder in allen Preisklassen verkauft. Nicht jedes interessante oder verkäufliche Bild muss ein Museumsstück oder sechsstelliger Fund sein.

Genau deshalb möchte ich lernen, warum sich bestimmte Bilder verkaufen, andere nicht, woran erfahrene Sammler oder Händler Qualität erkennen und welche Merkmale sie als Erstes prüfen. Ich hoffe daher einfach auf einen offenen Austausch und freue mich über jeden, der sein Wissen teilt. Denn jeder, der heute viel Erfahrung hat, hat irgendwann einmal mit den ersten Fragen angefangen.
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Beitrag von gudrund »

Ähm, da könnte ich viel oder nichts schreiben.
Nur mal ganz kurz: bei erfahrenen Sammlern landet man i.d.R. schnell in einer Preiskategorie, die Du gar nicht "bespielen" willst.
Eine Regel, die mir schnell einfällt: die Rückseite und den Rahmen ansehen (und sich ärgern, wenn Rückseiten in Auktionen oder z.B. bei Kunst &Krempel nicht gezeigt werden....).

Ansonsten ist Verkaufen so gar nicht meins, lass' mal was los, was Du liebst....gaaaanz schwer.........was Leute so kaufen? Wenn irgendein Infuencer, eine Serie oder so ein Bild zeigt, geht vielleicht ein Hype los, aber völlig unberechenbar.

Lustigerweise hat mich letztens gerade Lot-tissimo angeschrieben, weil sie mich als wertvollen Teil ihrer Community sehen, und gerne in einem Interview erfahren würden, wie ich Biet-Entscheidungen treffe......sehr schmeichelhaft, da ich ja nur ein ganz kleines Fischchen bin.......
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Beitrag von cornetto »

Moin Wolleputz,
ich denke DIE Kaufhauskunst an sich kann man so gar nicht bestimmen - das ist auch regional abhängig. In Küstenregionen gibt es die Seestücke, in den Alpenregionen den Königssee oder das Bergmassiv und dazwischen alles was den damaligen Käufer vllt. an seinen Urlaub erinnert, gern auch Venedig oder Italienmotive usw...
Oft sind die Bilder technisch gar nicht so schlecht gemalt und haben durchaus eine dekorative Berechtigung.
Wenige Punkte haben viele gemeinsam: Die Leinwände und (maschinell hergestellten) Keilrahmen sind oft in "Standardmaßen" (50/70, 60/80, usw) und "ab Werk" vorgeweißt. Die Leinwände sind seitlich getackert und sauber geschnitten. Die Rahmen sind meist schlichte Industrieware, aber passend und gut mit dem Keilrahmen verbunden.
Das ist zumindest das, was ich aus meiner KK-Erfahrung so kenne - schließt natürlich nicht aus, dass vllt. auch ein Picasso mal auf einer 08/15-Kaufhausleinwand herumgekleckst hat... ;)
Gruß Bernd
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Beitrag von gudrund »

Also lieber Bernd (@cornetto) , ich führe jetzt hier den "Picasso-Rüffel" ein. Hättest Du jetzt wenigstens Pollock genannt, ABER GERADE Picasso...........warum fällt hier jedem bei moderner Kunst immer negativ der Maestro ein? Gekleckst hat der ja nun mal gar nicht. Man kann den Machismo nicht mögen, den Kubismus oder Konstruktivismus oder was auch immer, aber der Mann bleibt ein Genie. Hat übrigens i.d.R. Baumwoll-Leinwände genutzt, die er selbst mehrschichtig imprägniert hat............
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Beitrag von AnnetteK »

gudrund hat geschrieben: Donnerstag 16. Juli 2026, 11:14 warum fällt hier jedem
Wenn du einem Menschen sagst "denk an eine Zahl zw. 1 und 10" denken angeblich die meisten Leute an die 9
Vielleicht ist das mit Picasso auch sowas , wenn du sagst "denk an moderne Malerei" wird automatisch sein Name genannt?
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Beitrag von Joanne13 »

Als Hobbykünstler hasse ich diesen Begriff, weil hinter jedem gemalten Bild irgendein Künstler steht, der sich Mühe gegeben hat. Die Geldschneiderei mit anderer Leut's Arbeit und Herzblut ist frustrierend. So ein Bild muss an die Wand und das Auge desjenigen erfreuen, der es gekauft hat. Das Geld soll an den Künstler. Der zahlt die Farben, die Leinwände und vieles mehr. Malt hunderte von Bildern.

Wer Augen im Kopf hat, wird vom Bild magisch angezogen. Male selbst mal Bilder und erforsche Jahrzehnte lang, welche Farben wirken,zusammenpassen, wie man Schichten malt, um Tiefe zu erzeugen oder was der Goldene Schnitt ist und tausend andere Dinge.
Kleines Beispiel: ich hatte ein Bild, was niemand haben wollte. Ich habe einen Pinsel genommen und genau einen Strich gezogen und zack wurde es verkauft. Es war genau die Entscheidung und dafür braucht es den Mut, sein eigenes Werk vielleicht zu zerstören. Glück gehabt.

Oder man hat einen bekannten Namen, dann ist es egal, ob man sich Mühe gibt. Behaupte ich mal ganz dreist.

Es gibt auch Künstler, die Fotos auf Leinwand drucken, hier und dort einen Pinselstrich drauf malen und alles staunt, macht ah und oh wie toll der malen kann und der verkauft dann für viel Geld. Was soll man dazu sagen? Das kann ich auch.
Will ich aber nicht.
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