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Silberdose Alter und Herkunft

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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von Helse »

Guten Abend in die Liste,

zu der abgebildeten Silberdose vermute ich, dass es sich um eine Tabak- oder Zigarettendose handelt. Auf dem Rand befinden sich Punzen:

sehr gut zu lesen: 1685, gefolgt von I4? oder Schwan oder eine 2, sowie ein Wort mit ca. 6 Buchstaben RA??KR oder RH??Kp.

Geben diese Angaben Auskuft über das Material, das Alter und evtl. zur Herkunft der Dose?

Ich freue mich über hilfreiche Infos und bedanke mich vorab sehr herzlich.

vG
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Helse
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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von nux »

Hallo,

woher stammt Dein Döschen denn eigentlich? möglicherweise kann das bei der Aufklärung selbst noch beitragen. Zu vermuten Tabak oder Schnupftabak, auch wenn man zwei weitere (ungelöste) Objekte hier im Forum hinzuzieht. Grund: ich vermute hinter der vierstelligen Zahl evtl. 14 ½ wobei die 1 wie eine römisch aussieht und das ½ wie ein Bruch mit waagerechtem Strich geschrieben ist.

Ein uralter Post hier, leider ohne Abb., beschreibt was Ähnliches Silberpunze auf alter Schnupftabakdose
Eine andere Dose zeigt eine zwar immer noch ungewöhnliche,doppelt gestempelte, aber etwas normaler aussehende Lötigkeitspunze mit 14 ½ und einen aufrechten Löwen nach rechts in einem Schild https://www.dieschatzkisteimnetz.de/vie ... hp?t=12033

Gruß
nux
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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von Helse »

Silberdose 03 Punze 14 Lot.webp
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Guten Morgen nux,
vielen Dank für rasche und sehr hilfreiche Antwort. Stempel zwei ist unter der Lupe ziemlich sicher die 14 1/2 Punze aus dem zweiten Link deiner Antwort wobei die 1 eher einer röm I ähnelt.
Die Dose wiegt 113 Gramm, das entspräche einem Materialwert zum aktuellen Kurs von um die 200 Euro, sehe ich das richtig ?
Ist es zudem richtig, dass das Innere der Dose wohl vergoldet ist ? Die Maße der Dose liegen bei ca. B9,5 x T4,5 x H3,0 cm. Die Ecken lösen sich teilweise. Der Deckel schließt aber recht sauber.

Lohnt es, diese Dose zu einer seriösen Auktion zu geben oder ist eher der Verkauf zum reinen Materialwert anzustreben?

Zur tatsächlichen Herkunft kann ich leider nicht viel mehr sagen, da es sich um einen Schrankfund handelt; die Erblasser sind beide verstorben.
In der Familie gab es aber wohl früher einen größeren (wohlhabenden?) Geschäftshaushalt.

Besten Dank und freundliche Grüße
Helse
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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von nux »

Helse hat geschrieben: Freitag 20. Februar 2026, 10:23 Stempel zwei ist unter der Lupe
ja, das könnte es wirklich sein. Versuch doch bitte mal den mit den Buchstaben oder Zeichen auch nochmal so gut hinzubekommen; gibt Spezialisten hier, die damit vllt. dann mehr anfangen können. Auch zur Unterscheidung ob 'noch besonderer' oder, nun ja. Das Thema Preise und Vermarktung ist hier sowieso eher nicht so wirklich eins, aber ohne genau zu wissen, was/woher/wie alt das nun ist oder zumindest sein könnte - ?? nicht gut da was zu raten, aber ein Auktionshaus (oder mehrere) könnte(n) ggf. da auch noch eine Einschätzung wenn geben, auch, wenn hier kein def. Ergebnis käme. Gibt halt auch 'tobacciana'-Sammler, die u.U. mehr ausgeben würden als x-beliebig irgendwo zum Materialwert; dafür sollte man aber dann auch spezifische Auktionen genau dafür 'ansteuern'. Oder Silber einer bestimmten Zeit oder Region ...
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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von Helse »

Hallo und guten Abend,
ein dickes Dankeschön für die Mühe und die spannenden Gedanken zu meinen Fragen.
Meine Frage zum "Wert" zielte bei dem 14 1/2 Lot zunächst wirklich auf einen möglichen Matieralwert ab (ob ich da keinen Gedankenfehler mache).
Die weiteren Gedanken sind natürlich auch sehr von Interesse - danke dafür, nux.

Kann man an der 14 1/2 Punze zuverlässig auf ein Zeitfenster des Objekts schließen?

Ich habe nun mit allen möglichen Lampen, Lupen und dem Handy versucht, auch die Buchstabenpunze sichtbar zu machen. Sie war verschmutzt und ist auch jetzt nicht einfach zu lesen. Die angefügten Fotos halten immer genau eine Beleuchtungssituation im Bild fest. Aber auch wenn ich das Objekt bewege und Licht von der Seite mehr Konturen bringt, wird es (für mich) nicht richtig eindeutig.

Ich lese heraus "RHINKR".

Einige Fotos habe ich einmal angefügt. Vielleicht bringen diese ja Licht ins Dunkel (mögliche Herkunft?).

Beste Grüße und ein dickes Dankeschön zum Abend

sendet Helse
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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von emilio »

Guten Tag,

eine echt spannende Dose.

Ich hoffe allerdings, daß Du nicht an einen Verkauf zum Schmelzpreis denkst, denn das hätte das Stück nicht verdient; sehe da auch einen höheren Verkaufspreis.

Da ich selber solche Stücke sammle erweckt Deine Dose mein Interesse.

"Solange die Punzen ihr Geheimnis nicht lüften ist es nicht falsch zu behaupten 1685 wäre eine Jahreszahl und 14 1/2 eine Angabe zum Silbergehalt in Lot."

Was mich persönlich etwas ....umtreibt...:

Warum sind die Punzen allein am Deckel und nicht auch - wenigstens die Buchstaben (wenn es denn die Marken des Herstellers sein sollen) - am Korpus?

Es gab mal eine Zeit früher...da war der Faktor "Arbeit" nicht viel wert.
Aus diesen Zeiten gibt tolle Stücke.
Das Material hatte immer schon seinen Wert und wurde daher markiert, also gestempelt und gepunzt.

Schau ich mir nun Deine Dose an, so ist sie dickwandig, das Dekor einfach.
Die Striche, das wirkt wie ein Strahlenkranz.

Ich kenne solche dickwandigen Stücke vereinzelt aus dem Norden.
Die überwiegende Anzahl der mir bekannten Stücke sind aber mit weniger Materialstärke, dafür feiner ausgearbeitet - und - auch in den Korpus punziert.

Warum sollte man nun so ein relativ einfaches Stück in 14,5 Lot Silber anfertigen?

Kleiner Exkurs:
Regionen hatten ein Mindestmaß an Silbergehalt vorgegeben. 12 und 13 Zoll sind gängige Silbergehalte für Bestecke und Korpusware.

[Gäste sehen keine Links]

14 Lot wurde nach anderen Umrechnungsformeln auch in anderen weitläufigen Gebieten verwendet.
__________

Es gibt für die Verwendung von 14,5 Lot Silber eigentlich nur zwei Gründe:

Es war gesetzlich vorgeschrieben

Und oder

Das Stück als solches war es Wert, daß man es in einer höheren Materiallegierung anfertigte.

Mit war es Wert meine ich:
Das Stück ist künstlerisch/handwerklich in solch einer Qualität, daß es sich lohnt den höheren Materialeinsatz heranzuziehen.

Nimm es mir bitte nicht übel, aber diese außergewöhnliche Arbeit sehe ich in diesem Stück nicht.

So bliebe dann nach meiner Vermutung nur der Blick in die Richtung wo 14,5 Lot vorgeschrieben war
Oder
Es sind gar nicht Lot gemeint.


Bester Gruß

Emilio
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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von Helse »

Vielen Dank, Emilio, für deine umfassende Einschätzung.
Solche Gedanken hatte ich bei Veröffentlichung des Beitrags im Traum nicht gehabt.

Vllt finden sich ja noch Infos zu den Buchstaben?

Schönen Samstag wünscht
Helse
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Silberdose Alter und Herkunft

Beitrag von nux »

Helse hat geschrieben: Samstag 21. Februar 2026, 10:54 Vllt finden sich ja noch Infos zu den Buchstaben?
sind nicht immer alle Kenner da und der Experte für historische deutsche Beschau-/Meisterzeichen @Silberpunze kann hoffentlich dazu etwas mehr sagen.

Wenn das eine Angabe in Lot sein sollte, dann ist 14 1/2 = 906/1000 sowieso schon eher ungewöhnlich. Meine bescheidenen Kenntnisse reichen da nur gerade so eben bis, dass es wohl ein paar Silberschmiede in Hessen gab, die Silber in der Legierung verwendeten. Wie Conrad Eduard Mappes z.B. [Gäste sehen keine Links] - anderenorts kann es aber auch Ausnahmen und Gründe für einen erhöhten Gehalt ggü. üblich gegeben haben

Ansonsten vor Urzeiten auch bei Brandsilber, Münzen oder Barren, aber das ist ja hier nicht relevant. Aber: das muss alles noch nix...
Zuletzt geändert von nux am Samstag 21. Februar 2026, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
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