Münzpokal mit Meisterpunze CK oder CH
Forumsregeln
Um eine möglichst präzise Bestimmung deiner Silberstempel und Punzen zu gewährleisten, beachte bitte folgende Regeln:
Bilder des Gegenstands: Stelle Bilder des gesamten Silbergegenstands zur Verfügung.
Makroaufnahmen der Punzen: Fotografiere alle Punzierungen als Makroaufnahme einzeln, damit die Details gut erkennbar sind.
Informationen : Gib zu Anfragen alle vorhandenen Informationen an, z.B. Gewicht, Abmessungen und Fundort bzw. Herkunft
Wertbestimmung:
Beachte bitte, dass eine exakte Wertbestimmung im Forum schwierig ist, da der Silberpreis und der Geschmack der Käufer variieren. Wir helfen dir aber gerne, Informationen zu Hersteller, Herkunftsland und Alter zu finden, um den ungefähren Zeitwert besser einschätzen zu können.
Anfragen ohne Bilder des gesamten Gegenstands können leider nicht beantwortet werden.
So sorgen wir gemeinsam für ein effizientes und informatives Forum!
- homonovus Offline
- aktives Mitglied
- Beiträge: 36
- Registriert:Freitag 2. Oktober 2020, 13:26
- Reputation: 9
Münzpokal mit Meisterpunze CK oder CH
jüngst konnte ich einen Münzbecher mit norwegischem Viermarkstück von König Christians V. von 1686 erwerben, den Ihr hier seht.
Maße: Höhe 13 cm; oberer Durchmesser 9,5 cm; Gesamtgewicht 198 g. (Gravur auf dem Schaft: R. v. B 1880).
Bei der Münze handelt es sich um ein seltenes norwegisches Viermarkstück (Krone) König Christians V. von Dänemark und Norwegen (reg. 1670–1699), geprägt 1686 in Christiania (heute Oslo) unter Münzmeister Peter Grüner dem Jüngeren. (Münzreferenzen: Schou 17; Hede 55; NMD 92; Davenport 3663; KM 148.1; Bruun-10286), siehe [Gäste sehen keine Links].
Was mich aber beschäftigt, ist die Meisterpunze: ein ligiertes, kalligraphisch gestaltetes CK oder CH (?). Offensichtlich handelt es sich trotz der Münze nicht um eine norwegische Silberschmiedearbeit aus dem 17. Jahrhundert, sondern wohl viel eher um eine deutsche Arbeit des 19. Jahrhunderts. Ein Beschauzeichen fehlt leider.
Nun bin ich bei Scheffler: Goldschmiede Rheinland-Westphalens in Warburg auf einen gewissen HEINRICH CHRISTIAN KÖRTE (1823-1865) gestoßen, der ein ähnliches CK als Meisterpunze zu führen scheint (S. 985, Nr. 1292). Beschauzeichen scheinen damals in Warburg nicht üblich gewesen zu sein. Was meint Ihr, könnte das hinkommen?
Oder sollte der Becher ganz anders zugeschrieben werden?
Für jede Hilfe bin ich sehr dankbar!
Beste Grüße
homonovus
- homonovus Offline
- aktives Mitglied
- Beiträge: 36
- Registriert:Freitag 2. Oktober 2020, 13:26
- Reputation: 9
Münzpokal mit Meisterpunze CK oder CH
-
- nux Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 18467
- Registriert:Montag 2. Juli 2018, 20:39
- Reputation: 29751
Münzpokal mit Meisterpunze CK oder CH
ja was?
Hallo,
denke nicht, dass da eine echte Münze drin ist, sieht nach Ab- oder Nachguss aus - da sind (mir jedenfalls) schon so außerdem zu viele Unterschiede dabei. Schau nur mal wo das P ist bei den Pfoten des Löwen oder dessen Puschelschwanz, der aussieht wie bei der Christiania-Prägung aus 1683 davor.
Und ob CH oder CK oder evtl noch mehr - bisschen ausputzen und vllt. auch Fotos bei Tageslicht draußen dazu noch? vor 1888 kann das allerlei in Deutschland sein; gerade auch in der Zwischenzeit wo es keine Stadtmarken mehr gab. Oder Dänemark / Provinz sowieso oder auch nördliches SH - nur Kopenhagen hatte früher ja 3 Türme-Silberpunzen. Von Norwegen selbst nochmal ganz abgesehen.
Du hast das Teil doch aus der Bucht, oder? noch irgendwas an Info von da? Herkunft oder wo der Verkäufer war oder sowas
Gruß
nux
- homonovus Offline
- aktives Mitglied
- Beiträge: 36
- Registriert:Freitag 2. Oktober 2020, 13:26
- Reputation: 9
Münzpokal mit Meisterpunze CK oder CH
vielen lieben Dank für die erste Einschätzung. Tatsächlich habe ich den Becher aus der Bucht gefischt, der Verkäufer stammt aus Unterhaching und meint, der Becher käme aus einem Münchner Nachlass. Damit ist nicht so recht viel anzufangen.
Was die Münze angeht, bin ich etwas optimistischer. Selbstverständlich ist sie nicht stempelgleich mit dem 1686er-Exemplar in der Sammlung Bruun, aber das wäre auch sehr überraschend. Das P ist bei den diversen Exemplaren des Typs (leider nicht des Jahrgangs, von dem ich bisher keine weiteren Vergleichsstücke habe) von der Tatze unterschiedlich weit weg, die Schwanzform variiert. Die poröse Oberfläche des Becher-Stückes, die den Gussverdacht erwecken kann, ist typisch für die ganze Serie (hier entsprechende 1683er-Exemplare von unterschiedlichen Stempelpaaren: [Gäste sehen keine Links], [Gäste sehen keine Links], hier ein 1685er-Exemplar: [Gäste sehen keine Links], hier zwei 1687er-Exemplare: [Gäste sehen keine Links], [Gäste sehen keine Links]), wie übrigens auch der schlechte Silbergehalt und die Stempelstellung von 45 Minuten/270 Grad.
Gerne habe ich nun die Punze ein bisschen ausgeputzt und beim ersten Tageslicht noch einmal photographiert. Natürlich wäre Dänemark oder Schleswig-Holstein angesichts des Besatzes naheliegender als Warburg. Wenn Du da eine eine Idee hast, wäre das sehr hilfreich!
Mit besten Grüßen
homonovus
- Vergleichbare Themen
- Antworten
- Zugriffe
- Letzter Beitrag
-
-
- 3 Antworten
- 717 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von gabiwild
-
-
-
- 3 Antworten
- 547 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Hoschkel59
-
-
-
- 2 Antworten
- 604 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von paparazziber
-
-
-
- 7 Antworten
- 1018 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von paparazziber
-
-
-
- 15 Antworten
- 953 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Claudia Michaela
-
-
-
- 5 Antworten
- 169 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von janoschkajan
-