gudrund hat geschrieben: ↑Mittwoch 26. August 2026, 22:22
...mit vollem Vor- und Zunamen signierten nicht mal besonders viele der ganz Großen.
Beispiele nur Nachname: Picasso, Monet, Magritte, Manet, Renoir
Janee Gudrun, so ganz stimmt das nicht. Die oben Genannten signierten erst dann nicht
mehr mit ihren Vornamen, als ihre Werke berühmt und ihre Namen sozusagen ein Markenzeichen
geworden waren.
Zum Beispiel hat Pablo Picasso vor allem seine Frühwerke bis zum Jahr 1901 mit seinem Vornamen
(oft in Kombination mit dem Nachnamen seines Vaters, Ruiz) signiert.
In dieser frühen Phase experimentierte er mit verschiedenen Signaturen wie „P. Ruiz“, „Pablo Ruiz“,
„P. R. Picasso“ oder „Pablo Ruiz Picasso“. Erst ab Ende 1901 etablierte er die weltbekannte, reine
Nachnamens-Signatur „Picasso“.
Z.B.:
„Mann mit Barett“ (Hombre con boina, 1895) – Signiert mit „P. Ruiz“
„Die Erstkommunion“ (La primera comunión, 1896) – Signiert mit „P. Ruiz Picasso“
„Wissenschaft und Nächstenliebe“ (Ciencia y caridad, 1897) – Signiert mit „P. Ruiz Picasso“
„Porträt der Mutter des Künstlers“ (Retrato de la madre del artista, 1896) – Signiert mit „Pablo Ruiz Picasso“
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Und Claude Monet wurde als Oscar-Claude Monet geboren. In seiner Jugend (bis ca. Mitte der 1860er Jahre)
nutzte er „Oscar“ als Rufnamen. Seine frühen Zeichnungen, Skizzen und die berühmten lokalen Karikaturen
aus Le Havre signierte er daher mit „O. Monet“.
Erst ab seinen Zwanzigern legte er den Namen Oscar ab. Seine reifen und weltbekannten impressionistischen
Werke signierte er konsequent entweder mit dem vollen Namen „Claude Monet“ oder verkürzt nur mit dem
Nachnamen „Monet“ (häufig gefolgt von der Jahreszahl).
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René Magritte signierte seine surrealistischen Meisterwerke ab Mitte der 1920er Jahre fast ausschließlich
mit seinem bloßen Nachnamen „Magritte“.
Bilder, die er vollständig mit seinem Vornamen als „René Magritte“ signierte, stammen vor allem aus seiner
Frühphase (ca. 1919–1925), bevor er seinen weltberühmten, reifen Stil entwickelte.
Dazu gehören unter anderem:
- Paysage (Landschaft, ca. 1920) – eine Arbeit aus seiner frühen, vom Kubismus und Futurismus inspirierten Phase.
- Georgette au Piano (Femme au piano, 1923) – ein frühes Porträt seiner Ehefrau und Muse Georgette Berger.
- Modelle und Akte der Frühzeit (wie z. B. „Nude“ von 1919), in denen er noch mit verschiedenen avantgardistischen
Stilen experimentierte.
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Édouard Manet hat die absolute Mehrheit seiner Gemälde traditionell nur mit seinem Nachnamen („Manet“)
in einer eleganten Schreibschrift signiert.
Es gibt jedoch einige Ausnahmen, bei denen er seinen Vornamen (oder eine Abkürzung davon) in die
Signatur integriert hat: Bilder mit der abgekürzten Signatur „ed. Manet“:
Bei einer Reihe von Werken erweiterte er seinen Nachnamen um die kleingeschriebene Abkürzung seines
Vornamens. Dies tat er vor allem dann, wenn er das Entstehungsjahr direkt hinzufügte.
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Pierre-Auguste Renoir hat in seinen frühen Schaffensphasen (1860er bis 1880er Jahre) gelegentlich den
Anfangsbuchstaben seines Vornamens vor den Nachnamen gesetzt. Beispiele für bekannte Werke, die er
mit dem Kürzel „A. Renoir“ versehen hat, sind:
- Lise mit dem Sonnenschirm / Im Sommer (1868) – Hier ist die Signatur links unten auf dem Stuhl zu finden.
- Portrait d'Edmond Maître (1871) – Signiert auf der mittleren linken Seite.
- Bouquet de fleurs à l'éventail (1872) – Unten rechts signiert.
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Voilà, wir dürfen demzufolge bei den Werken des Herrn "Kiesel" davon ausgehen,
daß es sich um das reife Spätwerk des Künstlers handelt.......
