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Kleines Glasfläschchen

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  • Aless Offline
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Kleines Glasfläschchen

Beitrag von Aless »

Hallo,

ich hab' hier ein kleines Glasfläschen vom Flohmarkt. Die Höhe beträgt 8 cm, mit Glasstopfen 9 cm. Das Glas hat einen ganz leichten Blau- bis Blaugrünstich. Das Fläschchen hat keine Nähte und sehr viele Lufteinschlüsse. Flaschenmund und Lippenrand sind irgendwie schief und auch nicht ganz eben. Der Flaschenboden ist deutlich nach innen gewölbt. Der Bodenrand selber ist Flach.
Der Glasstopfen wirkt von der Qualität her ähnlich alt, passt aber m. E. nicht so ganz dazu, da er keinen Farbstich hat und auch nicht perfekt passt (Aber vielleicht bin ich auch nur von meiner unlängst vorgestellten Tropfflasche verwöhnt ;) ). Wird der Glasstopfen jedoch unter leichtem Druck etwa eine viertel Umdrehung gedreht, schließt er jedoch dicht ab und das Fläschchen lässt sich auch daran hoch heben.
Weder

Weiß hier jemand etwas dazu zu sagen?
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Grüße
Aless
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Kleines Glasfläschchen

Beitrag von Sammelvirus »

Schau mal nach Waldglas. Solche Fläschchen wurden in riesigen Mengen in Thüringen, Böhmen u.s.w. hergestellt. Aus Thüringen waren früher die "Buckelapotheker" bekannt. Die haben Arznei und Tinkturen auf ihrem Buckel in einer Trage getragen und in ganz Europa verkauft.
Hab ich als Kind mal gesammelt. Solche Flaschen lagen vor 40 Jahren noch oft an Feldrändern und kleinen Mülldeponien in Ortsnähe überall herum.
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Kleines Glasfläschchen

Beitrag von marker »

Guten Tag, der Stöpsel ist wohl nicht der originale, die würden besser passen und nicht so weit überstehen. Gruss marker
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Kleines Glasfläschchen

Beitrag von nux »

Aless hat geschrieben: Sonntag 23. August 2026, 17:44 etwas dazu zu sagen
Hallo,

ein sog. Apothekerfläschchen, ja - das kann aber verschiedene Einsatzgebiete gehabt haben - in Apotheken, aber auch Drogerien, allen Arten von Laboren. Zur Lagerung, aber eher weniger zur Weitergabe von etwas als Transportbehältnis. Da hätte man eher einen innen glatten Hals und einen Korken hinein o.ä.. Und ja - ein passender eingeschliffener Stopfen säße tiefer drin.

Zur Machart vllt. - das Fläschchen dürfte manuell gemacht, mundgeblasen, formgeblasen, dabei gedreht sein. Solche Schlieren oder konzentrische Ringe (unten im letzten Bild) sind dafür ein Anhaltspunkt. Nicht frei geblasen, da kein Abriss von einem übernehmenden Hefteisen vorhanden ist, aber auch kein Formglas aus in eine zwei-/dreiteilige Form eingeblasen oder gar Pressglas: es gibt keine erkennbaren Nähte. Es handelt sich um weniger hochwertiges Gebrauchsglas, welches schnell und in größeren Stückzahlen produziert wurde, dafür auch nicht die reinste Glasmasse verwendet, aber ist schon durchaus klar zu nennen, wenn auch leicht getönt. und nicht blasenfrei. Beides Letzteres weist auf Verunreinigungen hin. Generell technisch solche Herstellung ab / nach 1850 möglich, wahrscheinlicher/verbreiteter aber ab ca. den 1880er Jahren bis 1915; in einigen Gegenden sicherlich auch bis in die 1920er; in anderen Ländern andere Zeitgrenzen außerdem.

Die Sache mit dem erwähnten Waldglas - das ist allg. begrifflich schon noch was anderes und vor allem Einiges deutlich älter [Gäste sehen keine Links] - zu den

Gruß
nux
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Kleines Glasfläschchen

Beitrag von Aless »

Vielen Dank für die Antworten. Jetzt kann ich das Fläschchen besser einordnen.

Grüße
Aless
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