Aless hat geschrieben: ↑Sonntag 23. August 2026, 17:44
etwas dazu zu sagen
Hallo,
ein sog. Apothekerfläschchen, ja - das kann aber verschiedene Einsatzgebiete gehabt haben - in Apotheken, aber auch Drogerien, allen Arten von Laboren. Zur Lagerung, aber eher weniger zur Weitergabe von etwas als Transportbehältnis. Da hätte man eher einen innen glatten Hals und einen Korken hinein o.ä.. Und ja - ein passender eingeschliffener Stopfen säße tiefer drin.
Zur Machart vllt. - das Fläschchen dürfte manuell gemacht, mundgeblasen, formgeblasen, dabei gedreht sein. Solche Schlieren oder konzentrische Ringe (unten im letzten Bild) sind dafür ein Anhaltspunkt. Nicht frei geblasen, da kein Abriss von einem übernehmenden Hefteisen vorhanden ist, aber auch kein Formglas aus in eine zwei-/dreiteilige Form eingeblasen oder gar Pressglas: es gibt keine erkennbaren Nähte. Es handelt sich um weniger hochwertiges Gebrauchsglas, welches schnell und in größeren Stückzahlen produziert wurde, dafür auch nicht die reinste Glasmasse verwendet, aber ist schon durchaus klar zu nennen, wenn auch leicht getönt. und nicht blasenfrei. Beides Letzteres weist auf Verunreinigungen hin. Generell technisch solche Herstellung ab / nach 1850 möglich, wahrscheinlicher/verbreiteter aber ab ca. den 1880er Jahren bis 1915; in einigen Gegenden sicherlich auch bis in die 1920er; in anderen Ländern andere Zeitgrenzen außerdem.
Die Sache mit dem erwähnten Waldglas - das ist allg. begrifflich schon noch was anderes und vor allem Einiges deutlich älter
[Gäste sehen keine Links] - zu den
Gruß
nux