gudrund hat geschrieben: ↑Samstag 18. Juli 2026, 14:58
Denen liegen Zertifikate bei, denen die ursprünglichen Verkaufspreise im Kunsthandel zu entnehmen sind.
finde das aber auch einen noch erstaunlich hohen Betrag... vllt. ist ja doch das eine oder andere (evtl. auch im Ausland) wieder gefragt. Ein paar von den 'neuen Gutsherren', die renovierten, z.B. legen Wert auf Originale, um luxuriöse Ambiente für sich oder auch entsprechend Kunden zu schaffen. Gibt darunter auch einige Hotels und Ressorts, die zu dem Zweck so etwas erwerben.
Denn darfst aber auch nicht so ganz vergessen, dass es nach dem erst Wirtschaftswunderland und bescheidener Nierentischära in DE (aber ja auch anderswo) dann eine oder die riesige aufge- und überblähte Antik-/Antiquitäten- und Kunstblase der wieder besser bis massig Verdienenden oder sonstwie zu Geld gekommenen gab. Samt Spekulationen tw. von hier bis nirgendwo mehr realistisch für Objekte wo man sich heutzutage bei ernsthafter Betrachtung fragt: waren die damals irre? für was bitte das? da wurde sich gegenseitig und durch den Handel in immer neue Höhenlagen geflogen gepuscht - bis kurz vor der Wende der Wunsch nach 'cool' und stile italiano hereinschwappte. Art Deco Revival. Glas, Chrom, schwarz weiß und alles Hochglanz bitte. Bitte keine Schnörkel und bitte doch kein Holz. Nach 1990 dann breiter sowas wie eine fast schlagartige Ernüchterung einsetzte und hyperultramodern angesagt war. Kurz vor & um 2000 herum nur unterbrochen von einem schwachen Versuch mit allerlei vegetabil-floralen Wandtatoos und sonstiger Dekore, weicher Formen und eine Art grünen neuen Jugendstil einzuführen. Mit Massivholzmöbeln in Eiche hell, gekälkt, skandinavisch anmutend mit allerlei in Naturfasern und Keramik garniert. Oder mexikanischer Pinie im Toskana-Stil usw. usw. ... Seither erobern dann aber weitgehend so-aussehen-als-ob folierte Möbelfronten in Eiche hell gebürstet auf MdF und entsprechendes Laminat samt Leinwandbildern und den üblichen preiswerten wegwerffähigen Zutaten aus fernöstlicher Produktion (Vasen, Kerzenhalter, Spiegel, Geschirr & Deko aller Couleurs) die Mehrzahl der erst Möbelhäuser und dann der ach so schicken geinfluencten Wohnobjekte. Oder so ähnlich. Da kommt bei mir noch eher moody blues auf
Aus der Vorfahren Erzählung weiß ich, dass einige als Schüler & Studenten mit anderen gemeinsam mit einem uralten Hanomag-Bus samt entkerntem Campinganhäger in den 70ern an Wochenenden und in Ferien dauernd unterwegs waren, in Städten und auf dem Land keine Wohnungsauflösungen, Haus-/Bauernhofabrisse aber eher noch Sperrmüllhaufen und -kippen vor ihnen sicher waren. Kleiderschränke, vor allem aber Vertikos und Kommoden, Sekretäre und Nähmaschinen. Furniert oder Weichholz. Stühle, Ess-, Küchen- und Waschtische und alles aus Email was war & ging. Schüsseln und Schilder. Drei der zugehörigen Opas & eine Tante damals dann in einer Scheune die Mitbringsel grob aufbereiteten, tw. ablaugten, oder es wurde nackisch gemacht, Furnier weg. Aber gar nicht mal so sehr restaurierten. U.a. ein Händler in HH-Eppendorf war ein herrlich dankbarer und für damalige Verhältnisse äußerst gut zahlender Abnehmer. Ach was, die Käufer geben das zehnfache und mehr ...
Die Renten langjährig alterssicher aufgebessert. 7 Studiengänge samt 5 Doktorentiteln erwirtschaftet, 2 Hochzeiten, ein erstes Baby, Wohnungen angezahlt, aus schwedischem Möbelhaus eingerichtet, alles bezahlt davon, kein Bafög gebraucht. Und: besagter Händler besaß danach auch mehr als ein oder zwei Immobilien...