Pinselohr hat geschrieben: ↑Montag 25. Mai 2026, 20:01
Das könnte doch dann nur sein dass ... im Auftrag von
nein, das glaub ich kaum. Im Gegensatz zu moderneren Zeiten gab es bis in die Mitte des 20. Jh. eine verhältnismäßig sehr große Anzahl 'freier' Unternehmungen, die Porzellan dekorierten. Also bemalt, bedruckt, garniert, vergoldet oder versilbert ...nach eigenen Vorstellungen, mit eigenem Sortiment. Aber auch Auftragsarbeiten machten. Für Händler, Private und öffentliche Stellen. Selten bis nie für Porzellanhersteller. Und gerade Hutschenreuther Hohenberg hatte selbst Malereien übernommen - die hätten da auch eher keinen Bedarf gehabt
Warum auf dem Porzellan die Manufakturmarke ist? den Aufdruck kann man zwar im Produktionsprozess weglassen, aber ist dann eine Sache für sich und macht man nicht für ein paar Teile. Eher ist es so, dass reguläre Kleinpartien abgezweigt wurden oder Übermengen sowie eben B-Ware weiß abgegeben wurden.
Wenn - ausdrücklich, das ist eine Annahme - die Tasse irgendwo anders ihr Finish bekommen haben sollte: ja, selten dann der Ursprung nachweisbar. Mit Bordmitteln kaum machbar. Es soll schon gelungen sein aus alten Katalogen oder anderen Papieren, Vorlagen, Bestellungen, Rechnungen etc. Quellen zu finden, aber von solchen meist kleineren Betrieben bis hin zu Hausmalereien hat sich auch meist kaum irgendwas erhalten außer ihren Erzeugnissen. Viele haben ihre eigenen Marken mit drauf gebracht, einige auch die Porzellanmarke dabei abgedeckt. Andere haben nur Auftrags- oder Dekornummern hinterlassen (falls was mehr gewünscht wurde oder kaputt ging, konnte man daran sehen, was & wie es war), teils gibt es nur Malernummern (wer hat es gemacht, welche Stücke, wie viele, danach wurde auch abgerechnet). Andere haben Kürzel hinterlassen. Im Idealfall findet man weitere Stücke mit gleichem Dekor, die 'mehr mitbringen', also Namen drauf haben bis hin zu Etiketten oder Verpackungen, aber ... das wäre schon, selbst wenn irgendwo eine Info sein könnte: mehr ein Stecknadelkopf in einer ganzen Scheune voll Stroh
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