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Portrait einer Dame

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Portrait einer Dame

Beitrag von AnnetteK »

Moin ihr Lieben,
an diesem sonnigen Pfingstwochenende zeige ich euch zwei geerbte Bilder, wie es sich gehört zuerst die Dame.

Das Bild misst 27x22 cm, mit Rahmen 29x44.
Es könnte aus der Porträtsammlung von Peter Wilckens stammen.
Peter Wilckens war ein bremer Kaufmann/Kattundrucker, der als Mäzen aufstrebende Maler unterstützte indem er denen Aufträge für Porträts bei
wohlhabenden Bremern vermittelte.
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So entstanden zw. ca 1775 bis 1805 hunderte von Bildern.
Viele davon wurden später vom historischen Museum gesammelt (bzw. dorthin gegeben) und als Wilckens`sche Porträtsammlung gemeinsam ausgestellt.
Jetzt sind sie im Bremer Fockemuseum.
Meine Mutter hatte vor Jahren versucht dieses Bild ans Focke Museum zu geben, die meinten auch es würde zur Sammlung gehören,
aber leider fehlte das Geld für die Restaurierung.
Und so ist es halt in der Erbmasse geblieben - und ich habe auch keine Idee wohin damit.

Schaut es euch an, es müsste unbedingt restauriert werden. So kann ich weder verkaufen, noch dem Museum spenden.
Ach ja.

Zu den Fakten zurück.
Ich bin mir nicht so sicher, dass das Bild vor 1805 gemalt wurde, also zur Zeit der Wilckens Porträts, was meint ihr?
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Die Rückseite ist beeindruckend, da hat alle 20 Jahre aufs neue jemand mit Klebestreifen und Pflastern den Rahmen fixiert.
Ausserdem wurden auch von vorne Nägel durch den Rahmen gehämmert.

Ich traute mich nicht das alles abzunehmen
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  • thalasseus Offline
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Beitrag von thalasseus »

Moin:-)
also, - dem ersten Anschein (!) nach scheint mir hier eine Datierung ins 18. Jahrhundert durchaus plausibel:
-> Das strenge Profil (wahrscheinlich handelt es sich um zwei Hochzeits- bzw. Ehe-Portraits mit der Gattin heraldisch zur Rechten des Ehemannes, aneinander anblickend quasi, oder? -- Es wäre daher in diesem Fall m.M.n. interessant und angemessen, beide Bilder in einem thread zu zeigen..;)
-> Auch die würdevoll-ernste, relativ steife Haltung und Miene; zwar ist diese Strenge z.T. dieser Portrait-Gattung geschuldet, das setzt sich, denke ich, z:T. auch noch im 19. fort, wohingegen z.B. Familenportraits schon viel gelöster sein können. Aber trotzdem eher 18. weil auch:
--> Die Hochsteckfrisur mit den Hängelöckchen sowie das Kleid, soweit zu sehen, deuten für mich auch in die Zeit vor dem modischen Umschwung Ende des 18...
--> Der Rahmen ist vom Stil klassizistisch, kann, muss aber natürlich nicht original sein. Das Material der Verzierung ist für mich in dem Foto nicht zu erkennen, allerdings waren Stuckornamente im 18. auch durchaus schon an der Tagesordnung, soviel ich weiß. Könnte also sein.

Gruß und schönen Sonntag! thal
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Beitrag von gudrund »

Also Stuckornamente am Rahmen kann ich hier nicht sehen. Die Schleife scheint mir schon geschnitzt.
Wir haben hier so alte geschnitzte "Rahmenbekrönungen", die mein Mann gerne aufgehoben hat. Den Rahmen finde ich übrigens (als Rahmen-Freak) ganz toll!

Dieser schleichartige/durchsichtige Umhang (so eine Art "Mantilla") passt auch sehr gut in die Zeit.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass der gesamte Hintergrund großflächig übermalt wurde (Schwarzlicht!).
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Beitrag von AnnetteK »

Moin thal,
bestimmt hatte sie einen Mann, der in seinem Bild neben ihrem hing, nur der hat sich wohl im Lauf der Jahrzehnte verdrückt.
Solang ich die Frau kenne ist sie allein.
Der Mann im anderen Beitrag gehört wohl in die Zeit, aber nicht zu ihr.

Hier noch Rahmenbilder
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Beitrag von AnnetteK »

gudrund hat geschrieben: Sonntag 24. Mai 2026, 12:39 gesamte Hintergrund großflächig übermalt
Meinst du?
Wo krieg ich denn jetzt ein Schwarzlicht her, am Abend vor Pfingsten?
Nein ich denke der Hintergrund sollte so, mittlerweile völlig dunkel, früher bestimmt heller, doch auch ohne weitere Hintergrundmalereien.

Wenn die Frau aus der Wilckenssammlung stammt, dann wird sie von Ernst Heinrich Abel
[Gäste sehen keine Links]
oder Jacob Fehrmann gemalt worden sein.
[Gäste sehen keine Links]

Das waren die beiden, die wohl alle Porträts für die Sammlung malten.
Welcher von beiden die Frau hier porträtiert haben könnte kann ich nicht erkennen,
ich kann die beiden nicht unterscheiden.
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