Füchschen hat geschrieben: ↑Donnerstag 9. April 2026, 17:59
Das Bild ist auf Leinwand gemalt (ich kann das leider nicht zeigen, weil ich es rahmen ließ). Es muss irgendwann vom Keilrahmen entfernt und auf eine Hartfaserplatte geklebt worden sein. Die Spuren des Keilrahmens sind deutlich erkennbar. Nach meiner Meinung hat das Aufkleben und das Auftragen einer "Lackschicht" (wie kann ich testen, ob es Firnis ist?) zu einer Einebnung der Farbe geführt. Stellenweise erkennt man an der schwarzen Farbe und in den weißen Bereichen Pinselstriche. Ich bin unsicher geworden, weil der Herr, wo ich es rahmen ließ, meinte, es handele sich wohl um einen Kunstdruck aus der DDR.
Hallo zusammen,
allerlei Anmerkungen gab es bereits, meine dazu, kann auch was doppelt sein, kam laufend was mehr und kann sein, nicht alles gelesen habe. Aber auch erste Nachfrage: ist das der Rahmen, als Du es bekamst oder der neue? weil der ist zu dem kleinen Gemälde - Verzeihung: scheußlich. Völlig abwegig. Werd auch unten sagen warum... und ja, halte das - soweit das von diesen Fotos möglich ist, also unter Vorbehalt - für gemalt. Das Krakelee ist in der Malschicht, erhabene, leicht dickere Farbaufträge sind auszumachen. Im Schräglicht zeichnet sich auch eine unregelmäßige Leinwandstruktur ab. Firnis ob und ja welcher Art sollte wenn aber ein Fachmensch in real beurteilen; auch ob reinigen oder erneuern bspw.. Eigene Finger weg, wenn dazu keinerlei Erfahrung vorhanden sein sollte. Und trotzdem immer: kann kleinste Hinweise geben: Rückseite bitte dazu zeigen.
Die Sache mit Kunstdrucken oder gar 'Öl'-Drucken. Auto- und andere Motoren sollten ausreichend Öldruck haben, ja

- Ölfarbendrucke sind eine andere Kiste, meist inzwischen selbst alt, weisen häufig entsprechende Zeichen der Zeit auf. Das ist eine Variante der (meist Chromo-)Lithographie zur Vervielfältigung von insbesondere Gemälden. D.h. von einem Motiv werden eine oder mehrere sehr feine Steinplatten geätzt und davon gedruckt - kurzer Einstieg
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Dabei entsteht z.B. kein 'Raster' wie beim Offset oder Siebdruck o.a.. Das Überdrucken eines wie auch immer entstandenen Reproduktionsdruckes mit einer farblosen, dabei strukturierten und Pinselstriche / Firnis / optisch Tiefe erzeugenden Lackschicht ist meist rel. einfach an einer Art Musterrepetition erkennbar. Bei sehr hochwertigen Faksimiles, wo tw. eine Leinwandstruktur aufgeprägt ist, ist das aber u.U. manchmal auch knifflig oder falls ein händischer Auftrag des Pseudofirnis erfolgte. Aber auch eben nicht so häufig anzutreffen.
Wo man klar einen Rasterdruck erkennt, ist auf der Holzimitat-Kunststofffolie der Rahmenleiste. Will da wirklich keinem zu nahe, aber das Dingen ist leider unterste Schublade, entweder gab es nichts anderes oder am falschen Ende gespart... oder beides. 1960/70er? oder östlich? den Tierlein sollte m.M. was entsprechend Klassizistisches zugestanden werden, die Wirkung wäre mit Sicherheit enorm anders... jedenfalls: wäre an der Stelle mit dem Monogramm ein Raster im Bild, würde man auch das deutlich sehen - ist wohl auch keins da.
Der Fuchs sieht wahrlich 'altertümlich' aus in seiner Darstellung. 1809 nicht unwahrscheinlich für so etwas - mit plein air Malerei hatte man es da i.A. noch nicht so richtig. 1869 fände ich unpassend, aber nicht auszuschließen, je auch nach Region. Kann gut sein, dass ein solches Bild jedoch auch nach einer (evtl. auch noch älteren) Abbildung - einer gedruckten wie Radierung, Stich o.ä. - gearbeitet wurde. Ob man das Monogramm - keine eigentliche Signatur - herausbekommen kann, weiß ich nicht, könnten ein Z und ein I sein. Da zur eigentlichen Herkunft (wo entstanden) aber gar nichts überliefert ist, noch weniger einfach. Auch ob das nun ein ausgebildeter Maler mwd war oder nicht: schwer zu sagen/beurteilen, falls provinziell z.B.. tw. ist das gut gemalt, partiell aber - hm. Letztendlich sollte da ein richtige(r) Kunstsachverständige(r) mal drauf sehen.
Geschnappt hat sich der Fuchs einen Stockenten-Erpel - das Verbreitungsgebiet dieser Schwimmvögel ist nicht gerade klein und hilft wohl kaum
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Die Frage, ob Füchse wirklich Ringel im Fell haben - oder vllt. hatten? ob heimische oder exotische? oder manchmal das Fell sich so legt? schaut da drin mal die Zeichnung um 1600
[Gäste sehen keine Links] - ist die Umgebung Winter oder Wüsten-artig? kleine Ohren hat er, also eher nicht heiß.
Aber es gibt zudem so viele verschiedene Füchse, Arten, Unterarten und Farbvarianten - s.
[Gäste sehen keine Links] - und eben Rotfuchs
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paar Sachen, die eben an Gemälden 'unterwegs' so gesehen hatte; aus Rücksicht auf gewisse Em-/Befindlichkeiten

ohne Bsp. von betroffenen Füchsen in Jagd- oder Stillleben-Szenerien
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Druckgraphiken sw und bunt gibt es halt so Einiges noch mehr
Gruß
nux