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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

Beitrag von Pladdix »

Hallo,
Kann mir jemand was zu der Herkunft und dem Alter des abgebildeten Löffels sagen?
Die rechte Punze scheint das BZ von Altenburg zu sein, die im 17. Bis 18. Jahrhundert verwendet wurde. Im Rosenberg wird aber auch Annaberg als möglicher Ursprung erwähnt. Kann die Punze mittlerweile genauer einem Ort zugeordnet werden?
Kann mir jemand genauere Infos über den Hersteller geben (linke Punze CFH)? Auch dieser wird zumindest im Rosemberg durch einen Löffel von 1708 erwähnt, aber nicht genauer benannt. Passt der Löffel stilistisch eher ins 17. Oder 18. Jahrhundert? Über jede Hilfe bin ich dankbar.
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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

Beitrag von nux »

Pladdix hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 12:32im Rosemberg
Hallo,

bei so etwas doch bitte die Quelle & Stelle auf die Du Dich beziehst, gleich mit verlinken - jeder der hier gucken kommt, muss sich das wenn erst selbst wieder raussammeln [Gäste sehen keine Links]

Dann: es gibt eine (alte) Diskussion im 925-1000 Forum [Gäste sehen keine Links] - wo folgender Link drin ist [Gäste sehen keine Links] - und daran wird glaub schnell klar, dass das A nicht der Anfangsbuchstabe eines Ortes ist, denn da ist bei gleichem MZ ein G links unter dem Zweig. -vermutlich unzweifelhaft sächsischem Rautenkranz.
unten folgt dann die Auflösung hin zu Weissenfels, Sachsen-Anhalt resp. Kursachsen - lies das geschichtlich halt ggf. nach - das MZ anzunehmen als von Christian Ferdinand Hofmann, (Meisterr 1813 in Weißenfels). Literaturangabe dort dabei als W. Schmidt & Jens Fischer 'Weißenfelser Meisterliste'.

Und es gab auch in der 'Kiste' ein Thema, wo genau das & ausführlich Thema war viewtopic.php?t=28590

Ansonsten zum xyz-sten Mal: bitte sofern vorhanden ein glattes weißes Blatt Papier als Untergrund verwenden und näher ans Licht oder rausgehen für Fotos ; so ist das - auch wenn was zu sehen ist - halt in 2 von 3 Fällen einfach unscharf

Gruß
nux
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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

Beitrag von nux »

Hallo Silberpunze,

in diesem Kontext - denkst Du nicht vllt. auch, es wäre irgendwann mal an der Zeit, das 'Altenburg' auf der Stadtmarkenseite von 925-1000 zu korrigieren? oder im Zweifel wegzulassen oder die Hand dahin oder so [Gäste sehen keine Links]

Gruß
nux
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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

Beitrag von Silberpunze »

Liebe nux,
ja, das war eines der ersten großen Rätsel, die ich nach einem Hinweis eines Markenforschers wohl auflösen konnte.
... und es ist ein Beispiel dafür, dass Fehler, die sich in die Literatur eingeschlichen haben, immer und immer wieder falsch weitergegeben werden.
Man findet diese falsche Zuschreibung auch in "Silberstempel aus aller Welt" oder in dem Buch von Seling "Europäische Stadtmarken, die man nicht verwechseln sollte"

Aber ein paar Fragen in diesem Rätsel sind weiterhin offen. So fehlt der abschließende Beweis, also ein Schriftstück, dass die neuen Punzierungsvorschriften nennt.
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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

Beitrag von nostalgiker »

Chapeau nee besser deutsch, Hut ab @nux und @Silberpunze .
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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

Beitrag von nux »

nostalgiker hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 16:51...
...das ist für @Silberpunze eigentlich doch noch Kernland :lol: - für mich eine abseitige Gegend, wo nur wenige Zufalls Bruchstücke aus alten Folianten hab.

1795 wird immerhin konstatiert, dass es eine Innung gab und nicht wenige Goldschmiede und Silberarbeiter [Gäste sehen keine Links]
1828 die Anfertigung einer Taufkanne für die Stadtkirche durch einen Goldarbeiters namens Kind. Von ihm auch einen Erinnerungsbecher mit Schülernamen ca. 1830. In der Literatur früher genannt vgl. [Gäste sehen keine Links]

Oder um 1839 einen Goldarbeiter Schmidt erwähnt - und im Zusammenhang mit diesem "Carl Friedrich Schmidt" ist dann auch eines der neueren Beschauzeichen mit einem G zu sehen - ein Bsp. [Gäste sehen keine Links]

1856 fiel ein Robert Brembach Gold- und Silberarbeiter aus Weißenfels "wegen Aufruhrs von den Zwickauer Gerichten zu 1 Jahr Arbeitshaus verurtheilt" unangenehm auf.
Im ausgehenden 18. Jh in Zwenkau einen namens Heilbrunn.

Rosenberg nennt eine weitere Quelle, aber wie/wo die herzubekommen sein kann, ist dann Ding dessen, der da näher dran ist [Gäste sehen keine Links] - und was da mit dem W sein soll ist irgendwie auch nicht so das Wahre wohl

aber was ich eigentlich aufzeigen wollte, weil es aktuell grad war & vor erwähnt ist, dass in Weißenfels davor, im historischen Zusammenhang, auch gekreuzte Kurschwerter in Gebrauch gewesen sind - da mit 12 (Lot) zum Gucken [Gäste sehen keine Links] - MZ AFB zugeschrieben Anton Friedrich Burgmüller, Weissenfels nach 1797 unter Bezug auf Jens Fischer.

usw.
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Löffel Augsburger Faden Altenburg (oder Annaberg?)

Beitrag von nostalgiker »

Hallo,
nux hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 18:39 - für mich eine abseitige Gegend, wo nur
na na, willst dich doch nicht unterm Scheffel ver..
und ja daß @Silberpunze da ordentlich drinne ist, auch bekannt..

soviel zum Laienforum 😉 Danke euch !
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