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Vierpassiges Kruzifix mit österreichischer Repunzierung - Meistermarke gesucht

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Vierpassiges Kruzifix mit österreichischer Repunzierung - Meistermarke gesucht

Beitrag von nux »

Hunzelstrunz hat geschrieben: Donnerstag 12. Februar 2026, 13:23 Laut Silvercollection.it zwischen 1807 und 1866 genutzt. ...
Rosenberg hingegen ... nur einen Nutzungszeitraum zwischen 1806 und 1807 an
Hallo,

sehe da so irgendwie gar keine Diskrepanz, vllt. auch nur missverstanden, weil auseinandergepuzzelt hattest Du das doch schon? Eigentlich müsse die Überschrift bei silvercollection, die den gesamten Zeitraum und alle innerhalb dessen verwendeten Punzierungsarten beinhaltet 1806-1866 lauten. Denn es beginnt mit den sog. Repunzen in dem Jahr.

'Alte Artikel' sind welche in dem Sinn, dass es die bereits gab und diese auch schon gestempelt waren. Womit geht aus beiden Quellen nicht exakt bzw. konkreter hervor. Also ob nur mit Feingehalt à la Radpunzen oder Stadtmarke aus DE oder sonstwiewowas oder auch mit MZ bspw.. Nach 1. August 1807 müsste hier deutlich mehr drauf sein... vor allem ein Feingehaltsstempel.

Was man so gerade eben sehen kann, ist wohl das 12F, wobei die 1 nicht so ganz, aber ok, Restzweifel bleiben bei so Fotos immer auch - also im Beschauamt Brünn gestempelt - und in der Raute für kleine Arbeiten dann entsprechend wohl das F ebenso. D.h. die Öse als extra Teil gefertigt oder angesehen und separat punziert, ggf. die Teile später zusammengebracht.
Es fehlen aber sämtliche Hinweise auf eine Herkunft resp. Alter - also eine ältere Feingehaltspunze oder auch ein MZ. Damit ist das für mein Verständnis keine Arbeit die nach August 1807 in AT-HU entstanden sein kann.

Brünn, heute Brno in CZ - das war früher die Markgrafschaft Mähren [Gäste sehen keine Links] - zwar davor schon unter ungarischer und Habsburger Herrschaft, aber erst ab 1804 Kronland des Kaiserreichs Österreich und damit den von dort kommenden gesetzlichen Regelungen unterworfen. Was dort regional ggf. vorher wie gestempelt wurde - ?? dazu gibt Rosenberg was an - gleicher Band 4, S. 578 [Gäste sehen keine Links] - nämlich erst Stadtmarken wie Wappen, später ab 1769 schon einen Doppeladler mit Lot und Jahreszahl. Dazu einen Literaturhinweis auf "Carl Schirek, Die Punzierung in Mähren."
[Gäste sehen keine Links]
oder auch [Gäste sehen keine Links]

Im Detail wäre da z.B. zu gucken, ob erwähnt ist, ob es dort dann Unter-/Obergrenzen (nach Größe/Gewicht) für eine Punzierung gegeben hat. Ansonsten steht wenn aus seiner Zeit für das Kreuz schlicht eine andere regionale Herkunft zu vermuten (jetzt auch mal unabhängig von allem was da noch wieder auch an Hinweisen zu möglichen Repliken kommen könnte ...)
Wäre die Frage ob man ein von den Umrissen her Kleeblatt-Kreuz hin zu so 'Blumen-förmig' ausgearbeitet einem Kirchen-/Kulturkreis zuordnen kann/könnte

dann warte aber weitere Meinungen ab, das ist erstmal nur so mitgedacht

Gruß
nux
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Vierpassiges Kruzifix mit österreichischer Repunzierung - Meistermarke gesucht

Beitrag von marker »

Guten Tag, frühe östereichische Marken sind "ein Kreuz", selbst die (maßgebliche) Studie von Reisinger 2012
[Gäste sehen keine Links]
hilft da kaum weiter, es gibt keine zusätzlichen Erläuterungen. Halte beides für Brünner Punzen, die an der Öse deshalb, weil da meiner Meinung nach was gebastelt wurde. Die war früher mal etwas anders und beweglich (drum separat punziert), wurde dann festgelötet (die Lötstelle sieht nicht sehr professionell aus) , drum das etwas seltsame Bild hier. Sakrales Silber war ja oft von der Punzierungspflicht ausgenommen, tippe darauf, dass das deshalb hier keine Meistermarke oder sonstwas hat. Gruss marker
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