Hallo,
war gestern gerade schonmal einer mit dem Stempel da
Unbekannte Punze auf Teekanne und Zuckerdose - Frankreich, kenntlich an der Stempelung auf der Vorderseite der Laffen. Versilbert, da die Herstellermarke in einem eckigen Umriss ist - JB et une Lyre ::: eine Lyra für J. Brille, Paris; Orfèvrerie Brille mit dem Handelsnamen Orbrille. 1920/30er Jahre dürfte für ein solches Art Deco Besteckmuster anzunehmen sein. Um die Zeit das Basismaterial vermutlich Neusilber.
Wenn man mit dem Namen etwas online stöbert, kann man Glück haben und auf altes Werbe-/ Prospekt-/ Katalog-Material stoßen, in dem Besteckmodelle u.a. mit Nummern, manchmal Namen abgebildet sind. Ein Bsp. (das hier nicht dabei, aber zum Gucken)
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eine ältere Kelle in einem Nachbarforum - da auch eine Werbe-Abb. mit Marken dabei
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Die 15 beziehen sich auf die Menge verwendeten Silbers in Gramm, die bei der galvanischen Versilberung auf eine bestimmte Anzahl Besteckteilen aufgebracht wurde. Hier könnten das eben 12 Kuchengabeln gewesen sein. Das variiert aber je nach Hersteller auch durchaus.
Silber und auch Versilberungen neigen bei Kontakt mit Schwefel in der Luft zum 'Anlaufen'; es bildet sich Schwefelsulfid. Bitte zur Reinigung nicht den Alufolie-Salzwasser- Tipp 'aus dem Netz' befolgen, das kann auch zu Verfärbungen führen. So ein paar kleine Gäbelchen mit nur wenig graubraun drauf: da reicht das gute alte Silberputztuch, minimal anfeuchten.
Gruß
nux