Drachenoma hat geschrieben: ↑Freitag 9. Januar 2026, 12:25Info
...ok, dann los - copy & paste
der Bodenstempel verrät schnell die Herkunft des Tellers selbst: Steingut-Fabrik und Kunsttöpferei Franz Anton (F.A.) Mehlem,
zur vermuteten Zeit der Inhaber F. Guilleaume, Bonn, 1885-1920 - zum Vergleich dort z.B.
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Wie die Zeichen der Pressmarken im Einzelnen zu interpretieren sind, weiß ich selbst nicht; vllt. jemand anderes hier. Material könnte Steingut oder Fayence sein; da kann man bei der Glasur so nicht genau sagen. Mit etwas Erfahrung merkt man es am Gewicht in der Hand oder hört es am Klang: das fällt für diese Betrachtung online aber ja aus. Vllt. noch am Glasurkrakelee, das ist bei der Beleuchtung nur schwach erahnbar.
Ausführlich zur Geschichte auf Deutsch auch dort - Vogt, Helmut, Die Steingutfabrik Franz Anton Mehlem in Bonn 1838-1931, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter:
[Gäste sehen keine Links] (abgerufen am 09.01.2026) -
das ist die Langform, zur Verlinkung im Post vor, da auf der site dort ein entsprechender Zitierhinweis dabei steht
Auch hier ergibt sich die sage mal 'Schwierigkeit' zu unterscheiden, ob der Teller in der Manufaktur auch bemalt/bedruckt/glasiert etc. wurde. Oder ob das extern durch eine Porzellanmalerei/einen Dekorationsbetrieb geschah. Auf einem weißen bzw. cremefarbenen Teller eben aus der Fabrik. Auch wieder : Handmalerei oder Umdruck? wie im anderen Thema erläutert. Das braucht wenn auch supergute Fotos, das nur annähernd feststellen zu können.
Auch das mit den 'Pünktchen' - das ist Keramik plus irgendwas drauf, nicht high class Porzellan. Kein Meissen oder KPM, wo schon allerkleinste Fehler zu qualitativen Abstufungen führten. Weiß auch nicht genau, was Du da meinst. Ob produktiosbedingt oder spätere Schäden? die drei wie ein Dreieck im Boden jedenfalls mögliche Auflagepunkte auf Abstandshalter beim Brand. Und wenn 'echte Macken' wie Brandflecken oder Verunreinigungen da sein sollten, dann um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass etwas im Betrieb nicht weiter bearbeitet und als Weißware verkauft wurde.
Bei der Form - nehme an, dass noch vor, höchstens um 1900 sein dürfte. Mehr Beispiele in der Machart auf der Form nachfolgend, international auch unter 'Royal Bonn' zu finden, auch wenn es nicht drauf steht. Die haben halt auch Sachen im Delfter Stil in blau-weiß hergestellt; und analog zu 'Royal Delft' (was damals keinen Schutz hatte) eben 'Royal Bonn' drauf geschrieben. Dafür hätte das Unternehmen eigentlich auch Hoflieferanten-Status haben müssen, dem war aber m.M. nicht so. Importeure in die USA und UK haben entsprechend vermarktet; ein Großteil solcher Objekte gingen halt (wie bei dem anderen Teller auch) in den Export. Daher einige Bsp./Links von anderswo dazu - deutsche Beschreibungen hattest Du dir ja schon angesehen/teils übernommen
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und dort gar nicht einzeln, schau durch, sind einfach zu sehen
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