Hallo & willkommen
einige Ergänzungen noch von meiner Seite - ÖPIAG war es erst ab 1918; ansonsten stimmt die zeitliche Zuordnung der Marke. Für Dich & andere bei Interesse - es gibt eine spezielle Pirkenhammer-Seite, denn das ist eigentlich ein Ort
Wenn man da links ins Menü geht zu 'Porzellanfabrik', kommen weitere Unterpunkte zur Geschichte, den Marken und mehr. Auch zur Bedeutung & Qualität der Porzellane dieser Manufaktur
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Bisschen auch dort
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Wenn ich mir die Service-Teile so ansehe, dann glaube ich, könnte es zwar das gleiche neoklassizistische Lorbeer-Feston-Dekor, aber auf 2, 3 oder 4? unterschiedlichen Formen sein. Weil: die Terrine & die ovalen Servierplatten zeigen neobarocke Akanthus-Blatt-Motive und der Deckel-Griff unterscheidet sich von dem der Kannen. Diese haben Henkel & Knäufe, welche eine Art geometrischen Jugendstils schon andeuten könnten. Die Tassen hingegen, obwohl auch schon sehr gradlinig, haben recht tiefe Untertassen und Ohrenhenkel. Dazu: der größte Servierteller hat einen gewellten Rand, was andere nicht aufweisen, und die Eintiefungen fallen zudem eckig aus.
Zwei mögliche Vermutungen - entweder das Geschirr wurde über einen gewissen Zeitraum gesammelt. Oder aber, es wurde nicht in der Manufaktur dekoriert, sondern von einem Dekorationsbetrieb. Also Porzellanmalereien, bzw. auch solche die Druckdekore verwendeten, kauften zu dem Zweck Weißporzellan von einem oder mehreren Herstellern, bearbeiteten diese und stellten dann daraus ganze Service oder auch Serien zusammen. Das Letztere fände ich fast wahrscheinlicher. Da, wenn man sich Pirkenhammer-Sachen (nicht nur) aus Ende des 19. Jh. ansieht, dass das durchweg sehr aufwändige & prächtige Angelegenheiten sind. Die hatten (und haben ) dafür auch einen entsprechenden Ruf, ein Renommé. Ein solch vergleichsweise schlichtes Girlanden-Dekor - hm.
Daher also auch meine Frage noch: haben alle Teile Pirkenhammer-Bodenmarken? oder einige nicht? andere? keine? oder möglicherweise auch eingepresste Stempel?
Preislich: hab das eben nur grob überschlagen - käme ich auf ca. 210 € mit niedrigen bis ca. 300 € bei mittleren Stückpreisen. Da es aber kein vollständiges 12er ist, eine Zuckerdose fehlt, Beschädigungen & Goldabrieb vorhanden sind; dazu die Sache mit den nicht einheitlichen Formen & das hübsche, aber simple Druckdekor und dabei fraglich ob in der Manufaktur selbst gestaltet. Die anderen Argumente wie Überangebot & wenig Nachfrage nach antiken, nicht pflegeleichten Geschirren (und wenn dann ev. was 'reizvolleres')wurden auch schon genannt. Da wäre ich auch eher beim unteren der genannten Beträge; möglicherweise auch da noch mit etwas Abstrich. Mehr versuchen kann man natürlich zuerst immer, aber -
Gruß
nux