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Besteck erste Hilfe zur Restaurierung gesucht

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Besteck erste Hilfe zur Restaurierung gesucht

Beitrag von gudrund »

Liebes Forum,

diese Besteckteile sind im Keller wohl hinter ein Regal gefallen, wo ich sie gefunden habe. Sicher gehörten sie meinem Mann.
Ob die schon vorher so aussahen, oder die Feuchtigkeit dort ihnen so zugesetzt hat, ist mir nicht bekannt.

Die Griffe haben alle nur die Punze "800" sonst nichts (1 Gabel anders, aber die muss ich mal gesondert....).
Offenbar auch 2 verschiedene Muster?
Die Klingen "Solingen".
Habe sie in Spülmittel eingeweicht, natürlich nicht der Zauber....

Daher zuerst: die Klingen und Gabelzinken sind doch sicher Eisen oder so was? Darüber doch bestimmt keine Vergoldung? Was ist das Goldfarbige?
Habe keine Hoffnung, den Grünspan (Kupferacetat) ? anständig abzubekommen.

Für das Wieder-Einsetzen einer Gabel in den Schaft bei einem anderen Besteck haben wir bei einem Silberschmied ca. 80 EUR bezahlt (1!!! Gabel).
Das müsste hier ja praktisch bei allen Teilen getan werden, und eventuell müsste ich neue Messerrohlinge vorher kaufen (gibt es so Ältere mit so Goldfarbe überhaupt noch gebraucht?) Und kann man die selber einsetzen in die Griffe?
Scheint auf den ersten Blick ein teures Unterfangen zu werden......vom Profi wahrscheinlich viel zu teuer für mich.
Bin kein Fan von Einschmelzen! Möchte das irgendwie retten.

Wo könnten die hergestellt worden sein und wann etwa?
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Besteck erste Hilfe zur Restaurierung gesucht

Beitrag von gudrund »

Ach so, bei der Gabel , die für 80 EUR wieder zusammengesetzt wurde, war auch das Teil mit den Zinken Silber gepunzt, das ist dann wohl eine andere Nummer.......dieser Silberschmied arbeitet mit Laser.
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Besteck erste Hilfe zur Restaurierung gesucht

Beitrag von marker »

Guten Tag, das ist ein sog. "Kitt-Bsteck" - hachdünnes Silberblech, halbwegs stabilisiert durch ausgiessen mit Colophonium oder dergleichen. Ein wie auch immer gearteter Restaurierungsaufwand steht in keinerlei Verhältnis zu Wert resp. Preis. Die Vorderteile konnten je nach Wunsch oder Firmenangebot aus vergoldetem Kohlenstoffstahl bestehen, aus Messing, aus Bronze etc. Die Messerklingen hier dürften aus Messing bestehen, den Grünspan bekommt man zwar weg (mit Salmiakgeist - VORSICHT ! - reizt stark Augen und Schleimhäute, deshalb lieber bleiben lassen !), das sieht dann aber hinterher stark fleckig aus und kann bei so starken Flecken eher nur noch maschinell, nicht mehr händisch rauspoliert werden. Also doch noch wieder ein kaum Zeit- und Geldaufwand. Evtl. doch eher verschenken an jemand, der Freude an so etwas und am Basteln hat ?! Gruss marker
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Besteck erste Hilfe zur Restaurierung gesucht

Beitrag von marker »

marker hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 12:22 Guten Tag, das ist ein sog. "Kitt-Bsteck" - hachdünnes Silberblech, halbwegs stabilisiert durch ausgiessen mit Colophonium oder dergleichen. Ein wie auch immer gearteter Restaurierungsaufwand steht in keinerlei Verhältnis zu Wert resp. Preis. Die Vorderteile konnten je nach Wunsch oder Firmenangebot aus vergoldetem Kohlenstoffstahl bestehen, aus Messing, aus Bronze etc. Die Messerklingen hier dürften aus Messing bestehen, den Grünspan bekommt man zwar weg (mit Salmiakgeist - VORSICHT ! - reizt stark Augen und Schleimhäute, deshalb lieber bleiben lassen !), das sieht dann aber hinterher stark fleckig aus und kann bei so starken Flecken eher nur noch maschinell, nicht mehr händisch rauspoliert werden. Also doch noch wieder ein kaum lohnender Zeit- und Geldaufwand. Evtl. doch eher verschenken an jemand, der Freude an so etwas und am Basteln hat ?! Gruss marker
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Beitrag von gudrund »

DANKE @marker! Jetzt weiß ich, warum das 1. so leicht ist und 2. im Keller lag......
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Beitrag von SieMoni »

Nach Entfernung des Grünspans kann es so aussehen
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Besteck erste Hilfe zur Restaurierung gesucht

Beitrag von SieMoni »

Je nachdem, welche Arbeiten bei der Restaurierung anfallen, variieren die Kosten. Wenn der Restaurator zum Beispiel alte Klebereste entfernt, lose Verbindungsstellen wieder fachgerecht fixiert und das Besteck gründlich reinigt, und zusätzlich noch eine neue Versilberung oder Vergoldung erfolgt – also eine Art „Wiederherstellung wie neu“ – wären 80 Euro pro Stück realistisch? Ich weiß es nicht.

Für reine Klebearbeiten allein würde ich persönlich allerdings vermuten, dass 80 € pro Stück eher deutlich zu hoch angesetzt sein könnten.
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Besteck erste Hilfe zur Restaurierung gesucht

Beitrag von gudrund »

Die 80 EUR waren ja für eine Fisch-Gabel aus dem Familienbesteck, schweres Teil, alles 800 mit Gravur und Wappen.
Das ist schon eine ganz andere Qualität und wurde wie gesagt wohl mit dem Laser repariert.

Also nicht so reingestecktes/eingekittetes Oberteil aus Messing o.ä. wie hier....
Würde mich aber schon interessieren, ob der Preis im normalen Rahmen lag....
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