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Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Samstag 17. Januar 2026, 15:28
von Romero
Hallo Freunde der feinen Fertigungskünste,
ich habe eine Teekanne und eine Zuckerzange kurz vorm Abtransport zum Wertstoffhof abgefangen.
Beide Teile wurden zunächst für billigen Messingramsch gehalten, auch von mir, aber dann sind mir die Punzen aufgefallen.
Tatsächlich ist es 800er Silber, demnach sind die Teile wohl massiv. Die Punzen sind leider schon sehr abgerieben. Zudem sieht die Verzierung zumindest für mich eingearbeitet und nicht aufgelötet aus. Jedenfalls habe ich allmählich den Eindruck, dass die beiden Teile vielleicht doch etwas hochwertiger sein könnten, als zunächst angenommen.
Auf eigene Faust komme ich aber leider nicht mehr weiter, deshalb schaue ich damit bei euch vorbei.
Um überhaupt mal was zu sehen, habe ich die beiden Teile zunächst in ein Alu-Salz-Wasserbad gestellt und danach mit Natronpaste und einer Zahnbürste behandelt. Am Schluss habe ich mich dann mit Frosch-Zitronenmilch rangetraut, hoffentlich war das kein Fehler, aber damit gingen die Schwärze und die hässlichen Schlieren so gut weg.
Jetzt stelle ich die Reinigungsarbeiten aber erstmal ein, bevor ich doch noch was Dummes mache, falls nicht schon geschehen. Ich schätze, dass hier sicher der Eine oder Andere besser weiß, wie man solchen Stücken wieder zu Glanz verhilft.
Soviel jedenfalls mal dazu, wie weit ich bisher gekommen bin. Jetzt wüsste ich einfach gerne, was ich hier nun tatsächlich vor mir habe, und ob die beiden Stücke vielleicht sogar Teil eines Sets sind.
Ich habe mal ein paar Bilder gemacht und hoffe, man kann genug erkennen. Gerade die Punzen waren schwer scharf zu kriegen, auf Wunsch kann ich aber gerne nachliefern.
Vielen herzlichen Dank schon mal für eure Hilfe.

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Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Samstag 17. Januar 2026, 16:15
von Gelegenheitssammler
Hallo und willkommen Romero,
dass Du die Silbersachen gerettet hast, ist prima und lohnt sich auf jeden Fall auch vom Siberwert her. Aber leider hast Du der Umwelt mit dem Alu-Zeugs keinen Gefallen getan. Es gab dazu schon etliche Beiträge hier in der Schatzkiste. Einer davon ist hier der 9. Beitrag zu dieser Anfrage.
https://www.dieschatzkisteimnetz.de/vie ... ie#p190461
Zu der Kanne habe ich keine Idee, aber Silber wird es wohl sein.
Zur Zucherzange habe ich eine Idee. Wenn Du es schaffst, die rechte Punze vom Hersteller scharf zu fotografieren, ließe sich das überprüfen. Links sind Mondsichel und Krone zu sehen, was bedeutet, dass die Zuckerzange in Deutschland nach 1888 gefertigt wurde.
Beste Grüße
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Samstag 17. Januar 2026, 16:39
von nux
Hallo,
beide Stücke sehen vom Stil her schon so etwas nach 'Hanauer Silber', also historischen Sachen nachempfunden aus.
Bei der Zuckerzange denke ich ist es die JKCo-Mmarke von J. Kurz in Hanau; der Umriss ist auch typisch - vgl. dort
[Gäste sehen keine Links] was vor der 800 steht - ??
fototechnisch ist das zu viel direktes Licht und zu nah dran versucht; lieber hoch aufgelöst und von etwas weiter weg (auch nicht in der Hand halten z.B.) und hinterher einen Ausschnitt machen.
Auf der Kanne kann ich auch nur 800 und die Reste einer Krone von wahrscheinlich eben Halbmond Krone erahnen. Da konkret einen Hersteller zu finden - ?? evtl. kann man das eine oder andere Vergleichstück auftun; dazu bitte noch die Größe mit angeben
Zu den Reinigungsmethoden wollte ich eigentlich nichts sagen, es gruselt mich schon; alle INet-Ratschläge scheinen da eh stärker als jede Vernunft, die Finger von der Alu-Methode zu lassen. Das kann aber Umwelt-schädlich sein und - wie hatten hier schon solche völlig 'erledigten' Silbersachen - auch misslingen; Oberflächen nahezu irreversibel schädigen (so gelber Niederschlag). Je nach Legierungsbestandteilen, vorhandenem Oberflächen-Finish und was so alles in die Mixtur reingegeben wurde. Oder aber es entfernt auch alles, was an absichtlichen oxidativen Schwärzungen als Kontrastierung, als Anti-Look vom Hersteller darauf angelegt war...
Keine Aufklärung dringt da so scheint es durch, alle schreiben voneinander ab. Und weil es leider zu oft funktioniert, wird es weiter empfohlen. Falsche Sparsamkeit auch, statt speziell entwickelte Reinigungs-Substanzen zu verwenden, egal ob Bad, Paste oder Tücher. Bzw. einen Profi es machen zu lassen mit entsprechenden Entsorgungsmöglichkeiten. Scheuermilch?

- dette kratzt doch? auch wenn das Gegenteil gesagt wird: auf Sanitärkeramik natürlich nicht, die hat ja eh harte Glasur drauf... schon nur oft genug auf verchromt angewendet, wird der stumpf. Kann sein Du hast da Glück gehabt, weil wenig ganz glatte Partien oder das schon benutzt war.
Für Dich und alle Mitleser nochmal der Hinweis auf
https://www.dieschatzkisteimnetz.de/vie ... hp?t=24772 - eine allgemeingültige Methode gibt es aber auch nicht; außer händisch polieren (was hier bei der Struktur kaum geht) oder Mittel mit etwas besserer Öko-Situation.
Gruß
nux
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Samstag 17. Januar 2026, 18:20
von Romero
Danke schonmal soweit.
Ja, die Reinigung...
Der Unmut ist schon verständlich, mir geht's ja selbst so mit diesem Klatschblatt-Expertenwissen, bei Themen in denen ich die Fachkenntniss habe, aber ich bin inzwischen auch etwas milder geworden.
Es steckt aber kein böser Wille dahinter, die Flut solcher Focus-/Glamour-/Spiegel-/Röhren-Ratgeber ist schier erdrückend. Jetzt mit der Google-KI, die nur die Inhalte von diesen Clickbait-Klugscheißern zusammenklaubt und dir ganz oben breit ins Gesicht wirft, wird's natürlich nicht besser. Unterscheide da mal von Sinn und Unsinn, wenn man keinen Plan hat! Man hört eben auf das, was am häufigsten erzählt wird. Bis man letztlich dann an Stellen wie dieser hier landet, ist man ja meistens schon etwas weiter ins Thema vorgedrungen. Wie gesagt, ich dachte bis vor Kurzem, ich hätte irgendwelchen Messingramsch in der Hand.
Wirklich wohl fühlte ich mich mit der Alusache auch nicht, aber wenn es auf acht Seiten als DIE schonende Methode angepriesen wird, probiert man es eben doch mal, bevor man mit einem Scheuerschwamm darüber herfällt. Eigentlich hatte ich Alufolie komplett aus meinem Haushalt verbannt, jetzt habe ich das Zeug wieder rumliegen.
Wie dem auch sei.
Bei den Bildern muss ich ggf ich sehen, dass ich eine bessere Kamera dafür kriege. Mein Smartphone gibt nicht mehr als das her. Auf Entfernung wären gar keine Details mehr zu sehen.
Ich hänge erstmal noch zwei Bilder von den Punzen an, als die beiden Teile noch mehr oxidiert waren, ich glaube, da ist mehr zu erkennen. Vielleicht hilft das schonmal.

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Ansonsten klingt 'Hanauer Silber' und 'nachempfunden' wohl schon plausibel. Jedenfalls hege ich so meine Zweifel, dass ich hier eine Kaffeekanne aus dem Rokoko habe, was mir Google Image erzählen will.
Worauf liefe das dann aber im Klartext hinaus?
Habe ich hier eine Handvoll Silber, das ich für den Materialpreis zum Schmelzkessel trage, oder doch feine Objekte, die sorgsam aufpoliert ein Sammlerherz erfreuen?
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Samstag 17. Januar 2026, 19:30
von Gelöschter Benutzer 25313
Ich bin kein Experte, aber ich liebe alles aus Silber was Hühnerfüsse hat. Und ich finde diese Zange mit der Patina viel charmanter als poliert. Nur so als Input. Bitte nicht einschmelzen lassen
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Samstag 17. Januar 2026, 19:37
von marker
Guten Tag, Kurz würde ich auch so sehen, "Hanau" bei der Kanne eher nur als Stilrichtung, nicht als präzise Herkunftsangabe. Gerade diese Krone ohne alles auf derartigen Objekten kenne ich von Stücken aus den 197oern/1980ern, die kamen dann aus Asien (gerne Thailand), das würde ich eher hier auch vermuten. Vermutlich schon Silber, ob jetzt präzse 80oer sei dahingestellt. Solche Stücke finden auch heute noch LiebhaberInnen, also nicht wegschmelzen bitte. Gruss marker
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Samstag 17. Januar 2026, 20:47
von nux
... uha

tror man på de

- es gab scheint's Nullen im Sonderangebot, kann man dort sehen
[Gäste sehen keine Links] - aber auch noch was mehr mit Rosendekor. Das sei nicht Hanau direkt, sondern Klein Auheim, ist ja da um die Ecke. Denke schon eher irgendwo in DE, direkt Hildesheimer Rose irgendwie nicht. Der reine Rokoko-Verschnitt, von dem gibt es mehr & kam öfter mal woanders her. Reellere Angebote und Verkäufe wirst Du selber finden können. Klaro - Kanne nicht schmelzen. Und wenn einem momentan schon was zufliegt, dann ist noch ein bisschen aufheben vllt. nicht ganz verkehrt ... die Rohstoffpreise sinken gerade nicht. Ach so ja - man kann sowas übrigens auch durchaus benutzen ...
Und die kleine zuckersüße Krallenzuckerzange? schon gar nicht, die paar Gramm - Vintage und verspielt... die sollte eine nettere Zukunft auf hübsch gedecktem Tisch erleben können
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Sonntag 18. Januar 2026, 00:51
von Romero
Keine Sorge, einschmelzen will ich die Teile ja gar nicht. Mir waren sie immerhin auch schon zu schade für den Schrottcontainer, als ich noch dachte, sie wäre nur aus Messing.
Allerdings, wenn ich sie beim Edelmetallhändler zum Silberpreis veräußere, würde sie doch eben genau dort landen. Oder polieren die wirklich jedes veräußerte Besteck auf und tragen es zu Sammlerbörsen? Bei Zinn machen sie es wohl nicht, was mir ein ebensolcher kürzlich erzählte.
Ob ich mit meinem Schmuckstück preislich aber in die Region von Stephanies Puttenkanne komme, ist wohl zu bezweifeln, aber schön wäre es. Allerdings wiegt sie doch 450 g und rechne ich mal mit einem Feinsilberpreis von 1,50/g... - nichts ist das auch nicht.
Ich habe schon auch darüber nachgedacht, die Teile einfach zu behalten, aber sie passen einfach nicht zu meinen Trinkgepflogenheiten. Tatsächlich ist die Kanne wohl für Kaffee, wie ich inzwischen weiß, aber weder den, noch Tee trinke ich mit Zucker. Beide sind also sicher besser bei jemandem aufgehoben, der sie angemessen zu schätzen und zu nutzen weiß.
Für mich übrigens der Satz des Tages, der hat meine Phantasie auf eine sehr bildhafte Reise geschickt. Vielen Dank dafür.
vegateau hat geschrieben: ↑Samstag 17. Januar 2026, 19:30
...ich liebe alles aus Silber was Hühnerfüsse hat.
Jetzt könnte ich die Punzen noch von einem befreundeten Fotografen noch sauberer abfotografieren lassen. Würde das jemandem nützen, oder ist eigentlich alles geklärt?
Ich habe es jetzt so verstanden, dass beides aus deutscher, vielleicht auch asiatischer Fertigung ist, aber eher im Replika-Sektor angesiedelt. Rokoko und Hildesheimer Rose hat mir Experte Google bei Kanne und Zange tatsächlich auch ausgegeben, für Originale werden sie aber zu jung sein. Ist das soweit richtig?
Wo gehe ich damit jetzt hin, sollte ich sie tatsächlich veräußern wollen? Catawiki, oder doch ebay, oder ganz was anderes?
Und sollte ich die Teile noch etwas aufpolieren (sinnvoll), oder lieber nichts mehr anfassen, weil ich auch nicht mehr dafür kriege und die echten Liebhaber sowieso besser ausgestattet sind dafür?
Ich lade noch mal Bilder hoch, wie die beiden vorher ausgesehen haben.
Ich hab schon versucht, behutsam zu sein und hab sie nicht wie blöde abgeschrubbt, weswegen eben nicht alles stumpf geworden ist. Rückblickend könnten diese schwarzen Verfärbungen aber schon diese erwähnte gestalterisch gewünschte Patina gewesen sein. Diesen Gelbstich finde ich allerdings auch nicht sehr ansprechend, da gefällt mir der Silberglanz besser.
Also hab ich sie aufpoliert, oder versaut?

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Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Sonntag 18. Januar 2026, 15:25
von Heinrich Butschal
Gelegenheitssammler hat geschrieben: ↑Samstag 17. Januar 2026, 16:15
Hallo und willkommen Romero,
dass Du die Silbersachen gerettet hast, ist prima und lohnt sich auf jeden Fall auch vom Siberwert her. Aber leider hast Du der Umwelt mit dem Alu-Zeugs keinen Gefallen getan. Es gab dazu schon etliche Beiträge hier in der Schatzkiste. Einer davon ist hier der 9. Beitrag zu dieser Anfrage.
Lauge zum Reinigen von Silber
....
Zu dem Aluminium hat ein einzelner user mehrfach geschrieben, Wahrer wird es durch Wiederholungen wohl nicht. Ich habe hier mal die Ki etwas dazu zusammenstellen lassen.
[Gäste sehen keine Links] Die Mengen, die Haushalte, die ins Abwasser einbringen könnten, sind im Verhältnis minimal und ausgeflockt können sie im Abwasser relativ leicht und günstig.
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Sonntag 18. Januar 2026, 15:50
von Gelegenheitssammler
Heinrich Butschal hat geschrieben: ↑Sonntag 18. Januar 2026, 15:25
ein einzelner user mehrfach geschrieben
Sorry, aber das habe ich den letzten Jahren tatsächlich anders wahrgenommen. Es sei denn nux und marker wären z.B. im wahren Leben dieselbe Person. Ist ja immerhin möglch. Meiner Ansicht nach es auch überhaupt keinen Sinn, etwas umweltbelastend zu tun, wenn es auch anders geht. Erinnert mich irgendwie an die Argumentation "ach Deutschland ist so klein, das lohnt doch gar nicht."
Beste Grüße
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Sonntag 18. Januar 2026, 17:49
von nux
Gelegenheitssammler hat geschrieben: ↑Sonntag 18. Januar 2026, 15:50
Es sei denn ... ist immerhin möglich
das sagst Du so in Deinem jugendlichen Leichtsinn - ist nur
ganz sicher nicht an dem. Ich mag vllt. bisschen kirre sein, kein Zweifel, aber keine multiple Persönlichkeit. Führe keine Selbstgespräche und möchte in diesem Leben auch nicht ..., egal wie ... auch immer. Auf die Reaktion der anderen genannten Seite bin ich jetzt aber mal gespannt
Und die Ergebnisse einer KI sollte man nur dann beiziehen,
wenn man sie selber sicher nachzuprüfen in der Lage ist. Angeben welche AI verwendet wurde und zwar genau - wie eine Literaturquelle. Und die Frage natürlich auch dazu - ganz exakt. Denn allein die so zielgerichtet stellen (können), dass man für diesen speziellen Fall auch entsprechend passende Antworten bekommen kann, ist figelinsch genug. Das sind Sprachmodelle, die sich was zusammensuchen aus Texten - keine was wissenden und denkenden Entitäten. Nur Stichworte wie "aluminium kationen im abwasser" ist mir z.B. viel zu allgemein. Das kann echt alles überall her sein und sei es aus verwitternden Feldspäten. Die Ausführungen entsprechend dann zu banal, die Schlussfolgerung zeugt leider von wenig Grundlagenwissen, fällt demnach verharmlosend, in Sicherheit wiegend aus - und Leutz mit Chemiekenntnissen als Panikmacher darstellend.
(Nur am Rande aber letzt gerade mit auseinandersetzen müssen: Fragen werden so vorgegeben formuliert, dass nur ganz bestimmte Dinge bei rauskommen - seien sie auch so wie der Mond aus grünem Käse...)
Es geht zuerst um das Verstehen der chemische Reaktion - also so
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Ein Teil wird zu Aluminiumhydroxid, ja - in festem Zustand kaum Thema, aber gelöst und das ist in saurem Milieu z.B. spezifisch fischtoxisch. Es bildet sich auch H2S und einatmen nicht lecker. Die Gleichung ist aber zudem nicht immer völlig ausgeglichen, es bleibt auch was über und Al3+ frei oder kann verschiedenste Verbindungen eingehen. Aluminiumverbindungen der stabilen Arten, auch als Hydroxid werden hergestellt und technisch genutzt; Milliarden Menschen kochen in Alupötten - auch nicht eloxierten - gesund oder nicht nach wie vor egal. Aluminiumsulfat auch als Flockungsmittel für Partikel bspw. (aber nicht für sich selbst) - auch da hat es schon Unfälle mit gegeben
[Gäste sehen keine Links]. Hinzu kommt, dass die div. Rezepte 'aus dem Inet' empfehlen noch Essig oder Backpulver oder Soda oder sonstwas dazu zu tun (was Säure oder Base da nun machen sollen - ??).
Und ja, man kann natürlich auch freies Aluminium oder weitere Al-Verbindungen aus Grau- oder Schwarzwasser holen; Unternehmen, die welches drin haben, gehen gezielt dagegen vor. Die Grenzwerte sind niedrig; manchen immer noch zu üppig. Aber nicht jede normale Kläranlage ist dafür ausgelegt und 'freigelassen' heißt es wehret den Anfängen, auch kleinste Mengen können Folgen haben. Die Menge macht das Gift. Und unsere eigenen Nahrungsketten haben auch so schon genügend probs und daher wie vor: lassen, was vermeidbar ist, egal wie mini.
Einer der neueren zusammenfassenden Artikel zum Thema giftig oder nicht
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edit: nur 'spezifisch' ergänzt und einen Schreibfehler korrigiert
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Sonntag 18. Januar 2026, 18:29
von marker
Guten Tag, den ja nicht ganz unbegründeten Verdacht, kationisches Al sei neurotoxisch, einfach so abzumeiern mit dem Klassiker "ist ja nur ganz wenig, wird schon nicht so schlimm sein" - so etwas kann ich echt nicht mehr hören. Seit knapp 50 Jahren nicht mehr (einschlägiges Studium an der Uni - reicht das als "Längen-Vergleich ?" Neee, ne ?!) Da hilft Quereinsteigern auch die Beauftragung von KI nix zum Erkenntnis- und Kompetenzgewinn. Und "Wahrer wird es durch Wiederholungen wohl nicht" hat so einen schnöselnden Beigeschmack - irgendwie passend. Gruss marker
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Sonntag 18. Januar 2026, 19:06
von Shaki
Romero hat geschrieben: ↑Sonntag 18. Januar 2026, 00:51
Also hab ich sie aufpoliert, oder versaut?
Für meinen Geschmack ist die Kanne aufpoliert hübscher - hätte ich auch gemacht.
Das ist ja wirklich ein Prachtstück!!!
Toll, dass Du das Objekt (wer auch immer letztendlich der Besitzer werden wird) gerettet hast.
Immer wieder unfassbar für mich, was Leute alles so der Verschrottung zuführen...
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Montag 19. Januar 2026, 13:18
von Romero
Nach dem chemischen Diskurs möchte ich meine letzten offenen Fragen nochmal auffrischen, vielleicht fällt ja jemandem noch was dazu ein.
Wäre es denn anzuraten, die Teile weiter aufzupolieren, weil sie dann mehr erzielen, oder kann/sollte ich mir das sparen?
Ich vertrete eigentlich auch die Ansicht, auf umstrittene Methoden eher zu verzichten, wenn es denn geht, auch wenn der Schaden vermeintlich klein ist.
(Ist man doch mal ganz radikal ehrlich, schießen wir uns mit dieser 'Das-Bisschen-wird-schon-nicht-so-schlimm-sein-Haltung' seit Jahrzehnten umfassend ins Knie. - Ich will da jetzt aber keine Idealismusdebatte lostreten.)
Jedenfalls stinkt mir das mit der Alufolie im Nachhinein erst recht, weil's das zudem auch nicht wirklich gebracht hat. Die Kanne ist schwarz geworden und dann ging die Putzerei erst los.
Welches Verfahren wäre bei meinen Stücken dann ggf. noch anzuraten? Mir ist natürlich sauber und biologisch auch viel lieber. Eine einfache Silberpolitur? Gibt's da Empfehlungen?
Dann könnte ich noch Makroaufnahmen der Punzen organisieren.
Würde das der Wahrheitsfindung noch dienen, oder gibt's eigentlich gar nichts weiter herauszufinden?
Und ist meine Zusammenfassung nun halbwegs korrekt?
Romero hat geschrieben: ↑Sonntag 18. Januar 2026, 00:51
Ich habe es jetzt so verstanden, dass beides aus deutscher, vielleicht auch asiatischer Fertigung ist, aber eher im Replika-Sektor angesiedelt. Rokoko und Hildesheimer Rose hat mir Experte Google bei Kanne und Zange tatsächlich auch ausgegeben, für Originale werden sie aber zu jung sein. Ist das soweit richtig?
Und wohin gehe ich, am besten, sollte ich die Teile veräußern wollen?
Doch ebay?
Wenn es tatsächlich 800er Silber ist und Experte Google korrekt informiert hat, müsste die Kanne rein nach Gewicht dann bei mindestens 600 € liegen. Oder bin ich da auf dem Holzweg?
Shaki hat geschrieben: ↑Sonntag 18. Januar 2026, 19:06
Für meinen Geschmack ist die Kanne aufpoliert hübscher - hätte ich auch gemacht.
Danke, schön zu hören, dass ich die Teile wohl nicht vollständig ruiniert habe.
Ich verstehe schon, warum solches Zeug oft auf den Müll fliegt. Meistens sind es Zeitpunkte, an denen den Leuten mit dem ganzen Krempel im Keller, oder auf dem Dachboden der Kragen platzt und sie dann mit zugekniffenen Augan Tabula Rasa machen. Schade ist es natürlich trotzdem.
Jüngst habe ich von der Entsorgung einer ganzen Ladung an Ü-Ei-Figuren erfahren. Wenn ich mich recht erinnere, was da alles dabei war, hätten das Sammlerwerte im hohen vierstelligen Bereich sein können.

Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Montag 19. Januar 2026, 14:59
von AnnetteK
Hallo Romero,
viele Fragen, zu denen es bestimmt zig Meinungen und Antworten gibt.
Also meine Meinung ist die Kanne nicht weiter zu putzen. Bei glatten Flächen wäre es einfach machbar, aber die ganzen Schnörkel und Vorsprünge und Täler sind eine Herausforderung,
da sollte jemand ran der sich auskennt, oder halt die neuen Besitzer.
Klar werden Bilder von blitzendem Silber besser wirken und mehr Aufmerksamkeit=mehr Kaufinteressenten anlocken - aber wenn es zu ernsthaften Verhandlungen kommt
und die auf der Kanne Kratzer und Schlieren und was weiß ich erkennen, ist das Interesse wieder weg.
Bei der Zange schliesse ich mich der Mehrheitsmeinung hier an - die solltest du behalten. Silberne Hühnerfüße sind wirklich klasse.
Grüße Annette
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Montag 19. Januar 2026, 15:27
von Gelegenheitssammler
AnnetteK hat geschrieben: ↑Montag 19. Januar 2026, 14:59
Bei der Zange schliesse ich mich der Mehrheitsmeinung hier an - die solltest du behalten. Silberne Hühnerfüße sind wirklich klasse.
In was für einer Gemeinschaft bin ich denn hier geladet: Hühnerfußfetischisten!

Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Montag 19. Januar 2026, 16:23
von AnnetteK
Nur wenn die versilbert sind.
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Montag 19. Januar 2026, 17:29
von nux
Romero hat geschrieben: ↑Montag 19. Januar 2026, 13:18
meine letzten offenen Fragen
zu denen es hier oft oder fast schon meist Rat Suchende gibt und denen man fast allen aus mehreren Gründen weder helfen kann noch will gehen jetzt fast alle nur noch in eine Richtung. Die des Veräußerns - wie wo für wieviel und warum.
Das ist in diesem Rahmen nicht so das Thema, ok? geht schon nicht, weil man nichts in die Hand nehmen kann. Laien haben auch keine umfassenden Kenntnisse des Marktgeschehens, d.h. auch der Begehrlichkeit für irgendwelche Objekte und können nicht seriös und sollten daher auch vor dem Hintergrund rechtlicher Überlegungen keine vornehmen. Ebenso wenig wie zum 'wo am besten' meint auch am meisten etc.
Basis-Edelmetallwert kannst Du selber ausmachen, wie viel % für Fertigung oder Alter drauf tun, bleibt Dir überlassen. Ebenfalls der Verkaufsweg - hat man privat schon etwas Erfahrung und abgesicherte Zahlungswege & Versand, kann man die Plattform nehmen. Ist man völlig unerfahren und/oder hat keine Möglichkeiten kann man Profis involvieren bis hin zu Auktionshäusern. Andere Portale als ebey - also catawiki, auctionet, oldthing u.v.a.m - alle können genauso Vor- und Nachteile haben, die individuellen Erfahrungen sind da recht breit gefächert und Empfehlungen gut gehen oder in die H...
Die Kanne sieht nicht nach 'Design' aus, sondern nach historisierend-süß-niedlich-lieblich-kitschy-rosig mit so ein klein bisschen Rokoko: das ist eine eigene Klientel, die Derartiges kauft; oft mehr in anderen Ländern, als in DE. Du hast gesehen, Profis gehen da auch eiskalt hoch ran. Die machen ggf. auch international Geschäfte - wer das kann, kann tw. eh auch ganz anders ansetzen. Sich irgendwohin verhandeln kann man bei Interessensbekundungen zudem auch ...
Selbst wenn sich bei mehr Fotos rund um die 800er Punzierung oder anderswo an der Kanne noch eine Herstellermarke auftun ließe - selbst ein bekannterer Name wird nicht so den Riesenunterschied ausmachen, das kann man spielraummäßig puffern, indem man möglichst viele Vergleichsstücke ansieht (Gewicht auf aktuell umrechnen). Und die ganz großen, die einen machen würden, haben qualitativ doch wohl andere Fertigungsbilder. Man ist so oder so nach 1888, aber ob die Kanne ein so hohes Alter haben könnte - ?? wie lange hat man eine Oberflächenstruktur so gearbeitet oder ist das mit gegossen? in- oder ausländische Fertigung, vor oder nach '45? hier die Betrachter haben ja letztlich auch nur ein gutes Foto (das nachher) kein unten - oben - innen, keine Details. Da fachlich richtig was Genaueres zu sagen fiel weitgehend aus. So wie jetzt lassen wurde gesagt, denke auch - es fehlen ja doch Kenntnisse des wie noch weiter aufbereiten.
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Montag 19. Januar 2026, 23:42
von Romero
Ok, mal ehrlich. Was genau erwartest du?
Ist es nicht verständlich, dass hier in großem Anteil Ahnungslose (wie ich eben auch) aufschlagen, die blöd fragen und sich vielleicht ein wenig dumm anstellen. Wieso auch nicht? Insider wissen doch selbst schon Bescheid, oder haben bereits ihre Kontakte.
Und natürlich geht es häufig ums Verkaufen. Offensichtlich können besagte Personen nicht wirklich was ihrem Zeug anfangen, sonst wären sie doch im Thema. Ist es dann nicht naheliegend, zu verkaufen, was man selbst nicht ausreichend zu schätzen weiß. Ich sehe da keine Sünde, im Gegenteil.
Dabei muss nicht zwingend Maßlosigkeit und Gier die Triebfeder sein, es geht auch darum, dass man nicht Opfer seines Unwissens sein und über den Tisch gezogen werden will. Das ist doch nur verständlich.
Vor vielen, vielen Jahren, damals ging es nur um Zubehör für ein Gerät, wurde ich aufgrund noch mangelnden Wissens ziemlich mies übers Ohr gehauen. Das verlorene Geld juckt mich heute nicht mehr. Was mir aber immer noch die Galle hochkochen lässt, ist die kaltschnäuzige, schamlose Niedertracht, mit der die betreffende Person meine Unkenntnis ausgenutzt hat. Sowas will man einfach nicht erleben. Ist das nicht nachvollziehbar?
Soweit es mich betrifft, erwarte ich in einem Forum auf meine Anfragen von keinem ein notariell beglaubigtes Gutachten und keine hieb- und stichfesten Richtlinien. Will ich das haben, muss ich an entsprechende Stellen gehen und dafür bezahlen.
Hier weiß ich doch eigentlich auch nicht mit wem ich es wirklich zu tun habe. Ich bin schon völlig zufrieden mit Meinungen, Ideen, Anregungen, Empfehlungen einiger Leute zu einem Thema, mit dem sie sich sehr viel mehr befasst haben als ich - nicht mehr und nicht weniger. Meine Schlüsse ziehe ich dann schon daraus.
Von dem her will ich mich auch gar nicht beschweren, ich bin ja schon eine ganze Ecke schlauer als vorher (Vielen Dank an der Stelle dafür). Andernorts hat man kaum die Eingangsfrage formuliert und man ist umringt von miesepetrigen Experten, die aus ihrer Bubble raus gegen die Noobs ätzen, wie frustrierte Greise mit Kissen am Fensterbrett gegen Falschparker.
Ich höre aber auch den leisen Vorwurf durch, dass es an Anschauungsmaterial fehlt. Mir ist natürlich klar, dass man verbindliche Aussagen nur machen, kann, wenn man die Stücke wirklich vor sich hat, allerdings habe ich Bilder nach Bedarf angeboten. Ich kann in einem Post nicht mehr als vier hochladen, was soll ich machen? Bevor ich wahl- und ahnungslos den Server mit sinnlosen Pixeln flute, bringe ich eben erstmal das Wesentliche, zeige mich ansonsten aber kooperativ und liefere auf Anfrage.
Unabhängig davon war die Bekanntschaft des Clubs der silbernen Hühnerfußfetischisten sowieso schon die Reise wert.
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Dienstag 20. Januar 2026, 10:14
von Heinrich Butschal
nux hat geschrieben: ↑Sonntag 18. Januar 2026, 17:49
auch kleinste Mengen können Folgen haben. Die Menge macht das Gift.
Sorry, ich sehe da einen kleinen Widerspruch. Vor allem weil die Alternativen (Silbertauchbäder) ja weder günstig noch harmloser sind.
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Dienstag 20. Januar 2026, 12:01
von AnnetteK
Hallo Romero,
Der Ort hier ist der Richtige um Antworten zu so etwas wie deiner Kanne zu bekommen.
Ich bin noch nicht lange hier unterwegs, aber habe schon zig Anfragen gesehen bei denen irgendwer auftaucht, ein Bild einstellt und kurz fragt was das wert ist.
Den Frust derer, die seit Jahren mit Begeisterung in alten Katalogen wühlen um irgendeiner Vase auf die Spur zu kommen, kann ich schon nach dieser kurzen Zeit gut verstehen.
Da kommt es halt mal zu etwas barschen Antworten.
Die andere Sache ist die, dass natürlich niemand hier klären kann was etwas wert ist.
Deine Fragen fand ich völlig vernünftig, du wirst die Antworten einschätzen können, aber oft wollen Leute eine exakte Zahl.
Eigentlich doch klar, dass das nicht geht. (niemand hier kann die sehr preismindernde verweste Ratte in deiner Kaffeekanne sehen oder riechen...)
nee ernsthaft, wie soll irgendwer wissen wie gerade die Kauflaune ist. Schau bei den richtig guten Auktionshäusern,
wieviel da noch als unverkaufter Rest bleibt und wie oft auf der anderen Seite die Gebote weit überm Schätzpreis lagen.
Zudem rechtlich schierig, es besteht immer die Möglichkeit, dass jemand Ärger macht weil xy ihm schrieb er bekäme 428,60 für die Zange.
Tatsächlich finde ich, sind die hier langjährig Aktiven erstaunlich geduldig.
Und das die Mehrheit an alten Dingen hängt und die Vorstellung etwas zu verkaufen oder einzuschmelzen gruselig findet wird doch schon im Forennamen klar.
Teekanne und Zuckerzange 800, Punze schwer erkennbar
Verfasst: Dienstag 20. Januar 2026, 13:31
von Heinrich Butschal
AnnetteK hat geschrieben: ↑Dienstag 20. Januar 2026, 12:01
Tatsächlich finde ich, sind die hier langjährig Aktiven erstaunlich geduldig.
Und das die Mehrheit an alten Dingen hängt und die Vorstellung etwas zu verkaufen oder einzuschmelzen gruselig findet wird doch schon im Forennamen klar.
Beidem stimme ich vollkommen zu.
Jedoch sehe ich auf vielen Auktionen Silber oft, wenn ich nachrechne, selbst inklusive Aufgeld noch unter dem theroretischen Silberwert über den Tresen gehen. Auch ich habe da schon mal bei einem schönen Kaffekannenset in einer Auktion zugeschlagen, aber dann natürlich nicht eingeschmolzen sondern poliert und in die Vitrine gestellt. Für den Verkäufer ist das natürlich nicht der Maximalerlös.