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Norwegischer Holzkrug "Tankard" 17./18.Jh?

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  • horsa Offline
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Norwegischer Holzkrug "Tankard" 17./18.Jh?

Beitrag von horsa »

Hallo Zusammen,

Ich hoffe es ist einiger Maßen i.O., dass ich das Thema hier poste. Eine passendere Rubrik habe ich leider nicht gefunden.
Ich habe diesen hübschen Holzkrug bekommen. Diese Krüge wurden vom 17. bis ins 19. Jh. produziert. Soweit ich bisher recherchieren konnte, sprechen die Kugelfüße und der gedrehte Griff eher für dad 17. oder früher 18. Jh. Im Deckel ist eine Münze aus Hanau-Lichtenberg eingelassen. Was mich etwas irritiert ist, dass der Griff mit zwei Schrauben von innen fixiert ist. Gab es das so und passt das zur Datierung?

Würde mich sehr freuen, wenn jemand etwas Licht ins Dunkel bringen könnte.

Höhe mit Löwen ist 23cm

Viele Grüße
Andreas

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  • Schmidtchen Offline
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Norwegischer Holzkrug "Tankard" 17./18.Jh?

Beitrag von Schmidtchen »

Was ein cooles Teil.

Eigentlich findet man da Holzdübel oder auch schon mal geschmiedete Nägel.

Aber hier konnte ich einen ebenfalls mit Schrauben finden.
[Gäste sehen keine Links]
Datiert ins 18.Jahrhundert

Die Kugelfüße sehen für mich zu akkurat aus und haben kaum Gebrauchsspuren. Ich vermute die sind erneuert. Vielleicht wurden dabei ja auch die Schrauben genommen.
Das muss ein wirklicher Fachmann beurteilen.

So einen Zapfenkrug aus Birke würde ich mir auch noch Hinstellen
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  • nux Offline
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Norwegischer Holzkrug "Tankard" 17./18.Jh?

Beitrag von nux »

Hallo zusammen,

gibt ja auch noch 'diverses' - aber vllt. hätte zumindest Silber noch besser zu diesem Objekt gepasst als Porzellan. Denn: daraus haben die betuchteren Herrschaften diese Art Krüge eigentlich machen lassen; die aus Holz wurden denen nachempfunden. Im norwegischen wiki-Artikel mit zu finden [Gäste sehen keine Links] - mit Translator bei Bedarf, nur-Text [Gäste sehen keine Links]
"Solche Nachbildungen von Silberkrügen, oft Löwenkrüge genannt, wurden im 18. und im frühen 19. Jahrhundert aus Birkenholz gefertigt. Offenbar wurden diese Krüge in Werkstätten in Oppland und Sogn in Serie produziert und über Märkte und Handelswege in ganz Südnorwegen verbreitet."
Da ist auch ein Link drin zum meist dafür verwendeten Holz, also Maserbirke (Betula pendula var. carelica) mit noch der Besonderheit der Varietät Karelische Birke [Gäste sehen keine Links]

Die Daumenrast ist ein geschnitzter figürlicher Löwe, oft bekrönt (fehlt auch schonmal das Krönchen), auf dem Deckel meist noch einer als Relief. Und bewaffnet sind diese Tierchen auf diesen vorwiegend Zeremonialkrügen oft auch, wie eben die im Staatswappen.

Und so ist das auch mit den Füßen, das sind auch liegende Löwen. Die Kugeln gehören da, also an einen hölzernen Krug m.M. gar nicht hin. Beispiele zum Gucken
ein im Ursprung sehr alter, 16. Jh. [Gäste sehen keine Links]
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3 Stück im Digital-Museum Telemark [Gäste sehen keine Links]
noch ein musealer [Gäste sehen keine Links]
frühes 19. Jh. [Gäste sehen keine Links]
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Zu den Schrauben kann ich nichts näher sagen, würde da aber im Zuge der Modifikation(en) wie @Schmidtchen denken, dass das nachträglich kam

dann gibt es andererseits noch einen ähnlichen Typ mit 'Rosen', Rosetten auf dem Deckel und als Füße [Gäste sehen keine Links]
oder Blattmotive [Gäste sehen keine Links]

Dazu noch ein paar in Silber mit verschiedenen Löwen, meist mit Kugeln und Klauen-Kugelfüßen, nur mal so zum Gucken in dem Kontext
Neuzeit [Gäste sehen keine Links]
Barock [Gäste sehen keine Links]
auch [Gäste sehen keine Links]
mehrhttps://digitaltmuseum.no/search?topic=Drikkekanne&q=drikkekanne+s%C3%B8lv

Die Münze könnte die sein? 1609 - eine des Grafen Johann Reinhard I. von Hanau Lichtenberg [Gäste sehen keine Links]
da passte der Text DNS.IN LIECHT.ET OCHS.MAR.ET AD.A - zu sehen von der nur die Vorderseite [Gäste sehen keine Links] - da beise Seiten [Gäste sehen keine Links]

warum und wie die beiden Dinge zusammenkamen - ?? ob man da Anhaltspunkte fände oder das nur Zufall ist ...

Gruß
nux
  • horsa Offline
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Norwegischer Holzkrug "Tankard" 17./18.Jh?

Beitrag von horsa »

Danke für die Rückmeldungen und die vielen tollen Links!
Das mit der Münze im Deckel gab es wohl so bzw. taucht manchmal auf. Ob der Krug so hergestellt wurde oder die Münze später hinzukam, wird sich freilich kaum klären lassen. Ich vermute eher später. Hier ein Beispiel: [Gäste sehen keine Links]

Mit der Bestimmung der Münze dürfte Nux richtig liegen. Der Durchmesser passt auch zum Teston. Vielen Dank! Damit konnte man im 17./18. Jh scheinbar schon mehrere Tage Arbeit bezahlen. Warum man ihn auf einen Krug klebte, wo man ihn vermutlich schwerlich als "Notgroschen" wieder abbekam, also anders als Schmuck etc. wieder umsetzen konnte?

Die Schrauben wirken auf mich alt. Der Schlitz sitzt nicht ganz mittig. Ich denke, sie sind vorindustriell.

Bzgl. der Füße konnte ich auch kein Vergleichsobjekt finden, außer eben den silbernen Bechern. Allerdings kann ich keine Spuren von anderen Füßen entdecken. Die Löwen wären wohl mit einer größeren Vertiefung eingelassen. Sie sind auch vernünftig an der Unterseite angebracht. Wenn die Krüge nach silbernen Vorbildern gearbeitet wurden, machen für mich die Kugeln schon Sinn. Vielleicht einfach ein Abweichler zu den gängigen Löwen? Auf der anderen Seite haben sie wirklich relativ wenig Gebrauchsspuren. Schwierig.

Viele Grüße
Andreas
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