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Radierung Max Liebermann

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Radierung Max Liebermann

Beitrag von Ankou »

Da könntest du recht haben. Sieht wie dünnes Papier auf Karton geklebt aus . An einer schadhaften Stelle ist auch eine Art Schnur drunter. Ich habe nochmal 2 Bilder angehängt.

Abmessungen: 144x98mm

Danke
Timon
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Radierung Max Liebermann

Beitrag von nostalgiker »

Diese Maße entsprechen in etwa dem "alten" Postkartenformat (die kleinen sind das bis dann auch das ca. DIN-6 dazu kam)
Es sollte auch beachtet werden dass gerade in Kriegsjahren , einiges selbstgebastelt wurde.
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Radierung Max Liebermann

Beitrag von Silberfranky »

Moin in die Runde,

Gudrund hat ja bereits vorgelegt.
gudrund hat geschrieben: Sonntag 12. April 2026, 12:37 Es gibt ja nun Werksverzeichnisse, da kann man schon die Angaben vergleichen....
Genauere Angaben auch hier (z.B. Größe der Platte, Größe des Bildes, Größe des Blattes): [Gäste sehen keine Links]
Ich würde im Kontext dieser Radierung allerdings die Aufmerksamkeit noch darauf lenken wollen, dass diese auch (neben weiteren von bspw. Edvard Munch) als Beigabe bei einem durchaus nicht seltenen Buch enthalten war, nämlich „Die Kunst des Radierens“ von Hermann Struck - verlegt bei Paul Cassirer in Berlin und erschienen in mehreren Auflagen. Hier einmal die vierte:

[Gäste sehen keine Links]

Wenn man einmal schaut, wird dieses Buch alleine in der Bucht gerade mehrfach angeboten.

Zumindest in der dritten und vierten Auflage war diese Radierung enthalten und zwar mit einem davor geklebten bedruckten Seidenpapier, das die Aufschrift trug:

„Max Liebermann
Amsterdamer Judengasse
Originalradierung“

Hier sehr gut zu sehen:

[Gäste sehen keine Links]

(Preis würde ich mal ignorieren - man kann das gesamte Buch teilweise günstiger kaufen…)

Entsprechend würde ich aber Schmidtchens Aussage
Schmidtchen hat geschrieben: Sonntag 12. April 2026, 11:26 Original Radierung bedeutet, dass diese auch vom Künstler selbst ist und nicht Extern in Lizens massenhaft gedruckt und vertrieben.
gerne etwas diskontieren wollen. Meiner Erfahrung nach wird der Begriff „Originalradierung“ im Kunsthandel in der Regel verwendet, wenn es sich um einen Abzug von der (Original)Platte handelt - im Gegensatz zu einer Reproduktion im Wege anderer Vervielfältigungsverfahren.

Ich würde daher beim vorliegenden Beispiel auch eher annehmen wollen, dass es sich um ein Exemplar aus dem o.a. Buch handelt, bei dem jemand nachträglich (vom Seidenpapier) das Wort „Originalradierung“ übernommen hat. Wenn das der Fall sein sollte, dürfte es sich aber wohl auch eher nicht um eine originale Unterschrift handeln. Das kann mit abschließender Sicherheit aber nur ein/e Experte/in sagen. In dem Kontext wäre vielleicht noch die Provenienz spannend. Ist das Bild schon über mehrere Generationen in der Familie - möglicherweise bereits aus der Entstehungszeit der Radierung - oder kam es erst zu einem späteren Zeitpunkt da hin, bspw. über irgendeinen Weg, der eine etwaige Verfälschung begünstigt hat (Flohmarkt etc.)?

In jedem Fall erscheint es zumindest wahrscheinlicher, dass es sich um diese in mutmaßlich mehreren tausend Exemplaren erstellte Beilage handelt, als um den direkten Künstlerabzug (unabhängig davon, ob dieser jetzt initial in einer Auflage von 20 oder 30 erstellt wurde - siehe die Ausführungen auf der Seite der Hamburger Kunsthalle).
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Radierung Max Liebermann

Beitrag von Chrispie74 »

Hallo Silberfranky,

meinst Du dann, jemand hat nicht nur "Originalradierung" abgeschrieben (aus dem Band), sondern auch die Signatur – vorsichtig ausgedrückt –, "nachgeahmt" mit dieser Ligatur von M und L, wie es Liebermann oft gemacht hat? (vgl. hier: http://www.kunst-und-kultur.de/index.php?Action=showCollector&cId=1341). Mit welchem Motiv?

Allerdings sieht das M tatsächlich ein bisschen merkwürdig aus, und fast alle signierten Radierungen, die ich finden konnte, hatten wie das Blatt aus Hamburg, die Auflage vermerkt und nicht "Originalradierung"...

Die Kunsthalle hält allerdings eine Auflage der Künstlerabzüge von 30 für möglich, obwohl auf dem Blatt dort 16/20 steht...

Zeitlich erscheint das ganze ja konsistent, Radierung ursprünglich von 1908, Erstauflage Cassirer ebenfalls, danach mehrfach wieder aufgelegt, "Karte" mit Kriegspoesie/Schützengrabengedicht (???) von 1916 (Liebermann war zu Kriegsbeginn 67 und wurde insofern nicht eingezogen). Wer auch immer die beiden Blätter zusammengefügt hat, hatte sicher einen Grund dafür – weißt Du, Timon, in welchen Kreisen sich Dein Großvater (oder schon Urgroßvater???) bewegten?
Silberfranky hat geschrieben: Sonntag 12. April 2026, 16:06 Das kann mit abschließender Sicherheit aber nur ein/e Experte/in sagen.
Da hast Du sicher recht...
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Radierung Max Liebermann

Beitrag von marker »

Guten Tag, das Blatt war als Frontispiz in den Auflagen 1-4 des genannten Struck-Titels vorgebunden. Ab Auflage 5 wurde es durch ein anderes Liebermann-Blatt ersetzt. Die 5. Auflage erschien im 10.-14. Tausend, woraus sich schliesen lässt, das die Radierung in den Auflagen 1-4 eine Auflagenhöhe vom 1.-9. Tausend erreichte. Für eine Radierung ist das recht viel und würde bedeuten, dass das Blatt in den späteren Auflagen detailärmer und flauer sein müsste oder dass nicht alle Auflagen von der Originalplatte gedruckt wurden, sondern die späteren von einer neuen Platte (oder gar nicht mehr von einer Platte ?). Der Druck erfolgte allerdings bei den ersten 4 Auflagen durch die Panpresse, die für ihre sehr hochwertigen Drucke bekannt ist. Insofern lässt sich das momentan nicht weiter klären. Mein Hinweis auf die nötige weitere Untersuchung der Signatur geschah nicht ohne Grund... Obige Infos entstammen der maßgeblichen Cassirer-Bibliographie von Feilchenfeldt/Brandis, 2. durchgesehene und verbesserte Auflage 2005. Herrn Brandis erreicht man hier
[Gäste sehen keine Links]
evtl. mag er sich äussern, allerdings ist so etwas an hand von Fotos problematisch. Aber evtl. kann er sagen, ob ihm überhaupt original-signierte Abzüge des Blattes bekannt sind. Gruss marker
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Radierung Max Liebermann

Beitrag von Silberfranky »

Chrispie74 hat geschrieben: Sonntag 12. April 2026, 17:36 Allerdings sieht das M tatsächlich ein bisschen merkwürdig aus, und fast alle signierten Radierungen, die ich finden konnte, hatten wie das Blatt aus Hamburg, die Auflage vermerkt und nicht "Originalradierung"...
Nun ja, zunächst einmal im Konjunktiv: Falls es so sein sollte, dass es tatsächlich eine Beilage aus dem o.a. Buch ist und die komplette Beschriftung folglich nachträglich ergänzt wurde, könnte es bspw. sein, dass irgendjemand sein Heim mit etwas authentischer Aussehendem schmücken wollte? Oder den Wert im Wiederverkauf steigern wollte? Es erscheint zumindest unwahrscheinlich, dass irgendjemand das bei Liebermann mit der Bitte um ein Autogramm vorbeigetragen hat - oder?

Ich bin bei Leibe kein Liebermann-Spezialist, weswegen ich mich hier mit Aussagen hinsichtlich der Authenzifität extrem zurückhalte, aber auch mir ist aufgefallen, dass die Unterschrift - insbesondere das M - relativ betrachtet zu anderen irgendwie off und etwas zögerlich aussieht, weswegen ich als Nullhypothese mal skeptisch wäre, ob die wirklich original ist.
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