Pontikaki hat geschrieben: ↑Dienstag 22. September 2026, 15:12
Tja, was glaubst Du würde Marcel zu dem "Dingen" rechts an unserm Haus sagen:
Öhm, hamse auch ne volle?
Na ja, oder halt beides.. Der "kreative Akt" ist doch das Herausreißen aus dem Ursprungskontext und Hereinstellen in einen neuen. Also dem Kunst-Kontext, hier mit seinem Angebot der Deutungsoffenheit.
Also, das mit dem Kontext und der, na ja sagen wir mal: Deutungs- oder Assoziationsbandbreite ist doch bei Bernds Arbeiten auch gegeben, würde ich sagen. Das wird doch bei den unterschiedlichen Interpretationen deutlich. Aber das macht sie doch nur besser, finde ich. Also, dass es eben nicht dokumentarisch festgemeißelt ist. Klar, der Untertitel hat so was davon, aber ist doch eigentlich nur eine Art Teaser. Der Titel "Was vom Tage übrig blieb" im Zusammenhang mit der Nahsicht, der Ästhetisierung usw. tut das Ganze doch schon in die Kunst-Kiste, auch ohne dass man's drüber schreibt.
Dazu noch diese Maß-Angabe plus "Digi-Print"...
In dieser Leitlinie der EU steht doch auch, dass es auf den Kontext ankommt und darauf, ob wie die Manipulation die Wahrnehmung von Authentizität oder Wahrhaftigkeit des Inhalts beeinflusst. Solange
@cornetto sich nicht als Journalist o.ä. ausgibt, sondern das klar in einen Kunst-Kontext stellt, glaube ich nicht, dass es da Probleme gäbe. Ausgedruckt im Ausstellungsraum noch viel weniger, da ist die künstlerische Absicht ja unverkennbar. Höchstens, wenn Persönlichkeitsrechte betroffen wären, aber ist ja hier nicht der Fall. Aber nur meine Meinung...
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(edit: ich finde auch
@Chrispie74 Anregung bedenkenswert, diese Teaser-Untertitelung ggf. wegzulassen, um das deeper zu machen, mehr eigene Kontextualiserung zu ermöglichen usw. Damit würde der jetzt ziemlich vorne liegende Vermüllungs-Aspekt nach hinten rücken. Zugunsten von so einem allgemeineren Vergänglichkeits-Aspekt. Also: Were hat diese Schuhe mal getragen? Was bleibt zurück von (den) Menschen?
Und das Allgemeine bzw. das an solche Allgemein-Menschlichen-Dinge-Anknüpfbare ist, glaube ich, häufig stärker als so eine eher message-orientierte Kunst ..