Pontikaki hat geschrieben: ↑Sonntag 13. September 2026, 16:55
Ich würde aber keine Scheuerschwämme (Scotch) zum Auftragen und Bearbeiten verwenden,
sondern eine feine Messingbürste.
Schmidtchen hat geschrieben: ↑Sonntag 13. September 2026, 19:52
wurde ich eher zu einem Scotch Schwamm greifen
Moin
@Schmidtchen, Du darfst so 'ner alten Metallerin ruhig glauben

aber ich
hatte scheinbar nicht genügend erklärt warum ein Scotch-Vlies kontraproduktiv wäre.
In die Nylon-/Polypropylenfasern von Scotchvliesen sind Titanoxid- und Aluminiumoxid-Partikel
eingearbeitet. Diese wirken stark abrasiv (Titanoxid Mohshärte 5,5 – 6,5 - Aluminiumoxid 9,0 - 9,5 -
Messinglegierungen Mohshärte 3 - 4) Aluminiumoxid ist damit eines der härtesten bekannten Materialien
überhaupt und dient auf der Mohs-Skala als Referenzmineral für den Härtegrad 9 (in Form von Korund).
und würden die feinen Gravuren - bei ihrer geringen Tiefe - nur verschleifen und erhebliche Kratzer im
Messing hinterlassen.
Wegen genau dieser Eigenschaften werden die Scotchvliese gerne verwendet um auf Schmuckstücken
eine Eismattierung oder Frost-Effekte zu erzeugen:
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Bei der Bearbeitung mit einer Messingbürste schleifst Du aber kein Material ab, sondern glättest -
durch Andrücken von gleichhartem Metall - die rauhgewordene Oberfläche und trägst nur die weicheren
oxidierten Legierungsbestandteile ab. In diesem Fall meist Spuren von Grünspan (Kupferacetat) mit
einer Mohshärte von etwa 1,5 bis 2.
Die Zuhilfenahme von Sidol oder ähnlichen Metallputzmitteln hilft dabei das Oxid zu entfernen und
die darin enthaltenen Tonerdemineralien sind so fein, daß sie nix verkratzen.
Schmidtchen hat geschrieben: ↑Sonntag 13. September 2026, 19:52
die Platte wirklich polieren möchtest. Denn dann blinkt sie ja richtig und die Gravuren sind dann ja
schlechter zu sehen.
Einen Glanz - im Sinne einer Politur - erzeugt die Mesingbürstenbehandlung nicht, bringt aber
Kontrast in die feinen Gravuren, da die Linien tiefer liegen und daher die dunklen Anteile dort
von den Messingborsten nicht so gut erreicht werden.
Mit der Politur meinte ich, daß die Oberfläche des aufgetragenen Wachses durch einen weichen
Gegenstand (Lappen/Bürste/Hundeschwanz;-) geglättet/poliert werden muß. Unpoliertes Wachs
setzt sich sonst mit Staub voll und wird matt - ähnlich wie Öle, die nicht aushärten und dann
schmierig bleiben.