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Aräometer

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  • Aless Offline
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Aräometer

Beitrag von Aless »

Hallo,

ich habe hier ein altes Aräometer mit originaler Papprolle. Hersteller und Herstellungszeitraum sind unbekannt. Vielleicht weiß hier jemand etwas dazu.

Das Aräometer hat eine Gesamtlänge von 31 cm und hat an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 2 cm. Es verfügt über zwei Skalen. Die eine Skala ist mit "Sp. G" beschriftet, die andere mit "B.". Zudem trägt die Skala die Aufschrift "Aräometer nach Baumè n. spec. Gewicht Temp. 15 °C"
Papprolle
Papprolle
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Etikett auf Papprolle
Etikett auf Papprolle
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Gesamtansicht
Gesamtansicht
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Senkgewicht
Senkgewicht
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  • Aless Offline
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Aräometer

Beitrag von Aless »

Auftriebskörper
Auftriebskörper
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Skala Sp. G
Skala Sp. G
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Skala B.
Skala B.
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Aufschrift
Aufschrift
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Ich freue mich über jede Info zu diesem Gerät.

Grüße
Aless
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Aräometer

Beitrag von marker »

Guten Tag, da alle wesentlichen Infos ja schon im Text enthalten sind, nur soviel: es gab diverse kleinere und grössere Firmen für Laborgerät, ausserdem konnte jeder Glasbläser so etwas auch herstellen. Ohne Logo auf Glas oder Papier wird man kaum herausbekommen, wer das gemacht hat. Da so etwas immer sorgfältig gehandhabt wurde, waren die oft ewig im Gebrauch. Vom Stil der Schrift her tippe ich auf die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts als Entstehungszeit,
mehr sehe ich hier leider nicht. Gruss marker
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Aräometer

Beitrag von gudrund »

Ich benutze sowas noch gerne für den Harn meiner Hunde......
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Aräometer

Beitrag von nux »

Aless hat geschrieben: Donnerstag 20. August 2026, 11:22etwas dazu
Hallo,

sei bitte vorsichtig mit diesem Gerät, keinen Bruch machen, die Kugel unten könnte bei alten Stücken Bleischrot, aber auch u.U. Quecksilber enthalten. Man sagt auch 'Spindel' und spindeln beim Benutzen, wenn man die Dichte oder spezifisches Gewicht von Flüssigkeiten bestimmen will. Solche Messungen können dann auch etwas über die Konzentration von Stoffen in Wasser, Alkohol u.a. aussagen. Bei der Weinherstellung z.B. wird der Zuckergehalt im Most, im gepressten Traubensaft mit so etwas bestimmt. Die jeweiligen Skalen in den Aräometern sind dabei für bestimmte Stoffe, für deren Messung sie vorgesehen waren, ausgelegt. Genauer nachlesen kann man wie so häufig bei wiki, da sind auch verschiedene Typen aufgelistet [Gäste sehen keine Links]
oder spezieller noch dort im lederwiki [Gäste sehen keine Links]

M. Antoine Baumé war jener Herr, der eben einen nach ihm benannten Spindeltyp erfunden hat, ein französischer Chemiker und Pharmazeut, und eine Skaleneinteilung in Grad (Abk. Bé) nach ihm benannt [Gäste sehen keine Links] - da steht, dass seine u.a. für Messungen von Schwefelsäure-Dichten (=Konzentrationen), solche von galvanischen Bädern oder auch Bestimmung des Alkoholgehalts benutzt wurden.

ein anderer, vllt. bekannterer Messwert ist der 'Oechsle'-Grad für den Zuckergehalt in Obstsäften - da als Video zur Veranschaulichung [Gäste sehen keine Links]

Für was genau an Stoffen das hier gezeigte Aräometer jetzt konzipiert wurde - mit genau diesen beiden Skalen - ?? könnte evtl. ein Voll- Chemiker schneller sagen, aber was ich zumindest so erkennen kann, ist, dass es für Flüssigkeiten geringerer Dichte als Wasser vorgesehen war. Die eine Skala fängt ja unten bei 1,000 an = reines Wasser. Was weniger hat = leichter als das. Die Baumé-Skala auf der anderen Seite korrespondiert mit 0° = 1,000 und 60° Baumé zeigen eine Dichte von 0,740 an. D.h. diese Spindel könnte für Alkohole, Ether, Benzine u.a. gedacht gewesen sein. Als Bsp: Ethanol hat ca. 48° Bé = 0,789 Dichte. Messgenauigkeit halt nur bei der angegebenen Stoff-Temperatur von 15° C gegeben, bei anderen bekommt man Abweichungen.

Gruß
nux
Zuletzt geändert von nux am Donnerstag 20. August 2026, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.
  • Schmidtchen Offline
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Aräometer

Beitrag von Schmidtchen »

Wird damit nicht der Zuckergehalt im Wein bzw Most gemessen? (Oechsle)
Was das mit Hundepipi zu tun hat erschließt sich mir nicht.
Kenne mich mit Hunden aber auch nicht aus.
Oder können die Zuckerkrank werden?
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Aräometer

Beitrag von Pontikaki Verified »

Moin, abgesehen von der Möglichkeit Hundepipi damit zu beurteilen, wird Dein Aräometer
vermutlich häufiger zur Messung des Alkoholgehaltes von Weinen und Sprituosen genutzt.
Die Skala geht von 0,700 bis 1,000 - damit misst man Flüssigkeiten, die leichter sind als
Wasser (spezifisches Gewicht unter 1,0). Das spezifische Gewicht (die Dichte bei 20 °C
bezogen auf Wasser = 1,0) liegt bei trockenem Wein bei etwa 0,991 bis 0,999 g/cm³ und bei
Cognac (mit ca. 40 Vol.-% Alkohol) bei etwa 0,930 bis 0,950 g/cm³.
Für Süßweine oder Traubensaft wäre diese Skalierung nicht geeignet, denn Restzucker und
Extrakte im Wein erhöhen das Gewicht wieder, weshalb süße Weine oder unvergorener Trauben-
most deutlich über 1,0 liegen würden.

Edit: inzwischen gibt's weitere Wortmeldungen - ich lass es trotzdem so stehen.
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Aräometer

Beitrag von nux »

Schmidtchen hat geschrieben: Donnerstag 20. August 2026, 13:52 Was das mit Hundepipi zu tun hat erschließt sich mir nicht.
versuch mal zu lesen, was ich vor geschrieben hatte - es gibt sehr viele verschiedene Aräometer, die müssen geeicht und entsprechend schwer sein, für das was sie messen sollen und in das sie auch entsprechend eintauchen können müssen.

Bei den Wuffis geht es (wie bei Menschen ggf. auch) nicht nur um Zucker im Harn ... sondern um das spezifische Uringewicht mit allem was da so ausgeschieden wird und in Lösung vorliegt [Gäste sehen keine Links]

Und genau wie bei Most oder Wein wird heutzutage eher mit Refraktometern gemessen [Gäste sehen keine Links] - als noch gespindelt. Wo das aber häufiger noch im Einsatz ist: Kühlflüssigkeit beim Auto, vorm Winter gucken ob genug Frostschutz drin ist
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