Historische Narkose-Tropfflasche
Einblicke in die faszinierende Welt des antiken Glases!
Hier dreht sich alles um historische Glasobjekte – von kunstvollen Vasen und Schalen über filigrane Trinkgläser und Flaschen bis hin zu kuriosen Gebrauchsgegenständen. Egal ob du Sammler, Historiker oder einfach nur neugierig bist – tausche dich mit anderen Glasliebhabern aus, bestimme deine Fundstücke und erfahre mehr über die faszinierende Geschichte der Glaskunst!
Forumsregeln
Damit wir dir bestmöglich bei der Bestimmung deiner Glasobjekte helfen können, beachte bitte folgende Regeln:
Bilder des gesamten Objekts: Stelle gute Bilder des gesamten Objekts vor neutralem Hintergrund, möglichst bei Tageslicht, zur Verfügung.
Makroaufnahmen von Stempeln und Signaturen: Fotografiere alle Markierungen als Makroaufnahme einzeln, damit die Details gut erkennbar sind.
Informationen zur Herkunft und Historie: Teile alle vorhandenen Informationen zur Herkunft und Historie des Stücks mit. Gib möglichst die Abmessungen mit an.
So können wir uns ein umfassendes Bild von deinem Glasobjekt machen und dir die bestmögliche Unterstützung bieten.
- Aless Offline
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Historische Narkose-Tropfflasche
Hallo,
ich bin auf einem Flohmarkt auf ein für mich sehr interessantes Stück gestoßen. Nach kurzer Recherche war mir klar, dass es sich dabei um eine historische Narkose-Tropfflasche handelt. Leider war es mir nicht möglich hierzu nähere Informationen zu bekommen. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir hier jemand näheres zu diesem Stück sagen könnte, zum Hersteller, Produktionszeitraum, Häufigkeit usw. ...
Die Flasche hat beidseitig je eine Naht, die sich über die gesamte Länge zieht. Das Glas hat zahlreiche Lufteinschlüsse. Die Aufschrift und die Messskala scheinen eingeätzt (?) zu sein. Die Flasche hat keinerlei Marken oder reliefartige Erhebungen. Der Glasstopfen passt perfekt. Stopfen und Flaschenhals weisen eine eingeritzte "25" auf. Vielen Dank!
Grüße
Aless
ich bin auf einem Flohmarkt auf ein für mich sehr interessantes Stück gestoßen. Nach kurzer Recherche war mir klar, dass es sich dabei um eine historische Narkose-Tropfflasche handelt. Leider war es mir nicht möglich hierzu nähere Informationen zu bekommen. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir hier jemand näheres zu diesem Stück sagen könnte, zum Hersteller, Produktionszeitraum, Häufigkeit usw. ...
Die Flasche hat beidseitig je eine Naht, die sich über die gesamte Länge zieht. Das Glas hat zahlreiche Lufteinschlüsse. Die Aufschrift und die Messskala scheinen eingeätzt (?) zu sein. Die Flasche hat keinerlei Marken oder reliefartige Erhebungen. Der Glasstopfen passt perfekt. Stopfen und Flaschenhals weisen eine eingeritzte "25" auf. Vielen Dank!
Grüße
Aless
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- nostalgiker Online
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Historische Narkose-Tropfflasche
Hallo und willkommen,
kannst Du bitte noch die Größe angeben ?
UND: beim nächsten Mal bitte die Bilder einzeln (i.a.R. kann man hier nur bis 4 Bilder hochladen, wenn Du weitere zeigen willst antwortest Du Dir einfach selbst und machst da weitere Bilder rein)
ich stolpere etwas über die Bezeichnung : "Narkose-Tropfflasche" was Andere hier besser wissen dürften.
auch ist die eingekratzte 25 an dieser Stelle, für mich befremdlich, sie könnte
die Dichthaltigkeit (komisches Wort -gelle ? ) beeinträchtigen.
Viel Freude hier
Gruß Stefan
das bedeutet = Pressglas
ist eher graviert,
kannst Du bitte noch die Größe angeben ?
UND: beim nächsten Mal bitte die Bilder einzeln (i.a.R. kann man hier nur bis 4 Bilder hochladen, wenn Du weitere zeigen willst antwortest Du Dir einfach selbst und machst da weitere Bilder rein)
ich stolpere etwas über die Bezeichnung : "Narkose-Tropfflasche" was Andere hier besser wissen dürften.
auch ist die eingekratzte 25 an dieser Stelle, für mich befremdlich, sie könnte
die Dichthaltigkeit (komisches Wort -gelle ? ) beeinträchtigen.
Viel Freude hier
Gruß Stefan
- Ronja1 Online
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- nux Offline
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Historische Narkose-Tropfflasche
Hallo,
Deine Fragen konkret zu beantworten geht so ad hoc nicht wirklich ... aber mit dem mir bisher nur beiläufig geläufigen Begriff Lamprecht-Flasche kommt man schon etwas weiter ... die Sache mit etwas Historie zu Tropfflaschen dort z.B. dargestellt [Gäste sehen keine Links] - und da sind auch schon mehr Typen und Namen genannt und Produktions-Orte / Glashütten. Zeitlich also nach 1882 beginnend
auch im Museum der Hütte Gnarrenburg, wo sie hergestellt wurden, die Tropfenzähler [Gäste sehen keine Links] - dabei auch doppelbeschriftete
da eine in Klarglas Lamprecht L-H mit Herzstopfen wie vor erwähnt [Gäste sehen keine Links]
eine mit einer 30 am Boden [Gäste sehen keine Links]
viele braune solche mehr im Bild eines Sammlers, um 1910 datiert genannt [Gäste sehen keine Links]
OVP [Gäste sehen keine Links]
Auf Kugelkopf-Stopfen wie hier bei der vorgestellten Flasche zu sehen, wird in den Museen nicht eingegangen; die andere erwähnte Form der TK-Flasche von Traube hat einen Flachstopfen. Aber auf der Patentschrift sieht der schon rund aus, aber nicht so. Fragt sich ob die Rändelung eine Funktion hat außer besserer Griffigkeit. Und ob hier (oder bei anderen Exemplaren) Stopfen und Flaschen schon immer zusammen gehörten. Also paar mehr ansehen
Dort ein weiteres Exemplar mit einem solchen Kugelverschluss, auf der Flasche auch eine Beschriftung mit Nummer ' LAMPRECHT'S N°36587' [Gäste sehen keine Links] - die Flasche hat eine Bodenprägung, ein sechsstrahliger Stern gebildet aus zwei Dreiecken, darin eine 50 - möglicherweise der Inhalt in ml oder ccm.
gleich noch eine in IT dazu, da sieht man den Boden nur nicht genauer [Gäste sehen keine Links] - auch dort [Gäste sehen keine Links]
nur Bild [Gäste sehen keine Links] - aber in einem Relikt zu dem Bezahl-Artikel dann doch auch kugelige Verschlüsse [Gäste sehen keine Links]
Ein Kontakt mit dem Museum wäre also eine Idee, aber ohne Glasmarke wird's meist schwierig. Sieht nach schon maschinellem Pressglas aus - was bei solch starken Nähten und weniger Wandstärke sowie glattem Boden zu vermuten ist - aber ob das Datieren in dem Fall mit dem 'wo enden die Nähte' überhaupt klappen könnte siehe "Dating Bottles with the
Side Mold Seam" - the Myth [Gäste sehen keine Links] - weil die Tropfflaschen selbst ja erst 'ab' kamen ... das passt nicht so richtig
Die Skala und Beschriftung sehen individuell im Nachhinein graviert aus. Nicht zu vergleichen mit geätzten wie sie (noch später?) ab Werk vorkamen. Vllt. wissen aber andere hier dazu noch mehr
edit: das Dichthalten (würden meine bescheidenen Deutschkenntnisse meinen)
Gruß
nux
Deine Fragen konkret zu beantworten geht so ad hoc nicht wirklich ... aber mit dem mir bisher nur beiläufig geläufigen Begriff Lamprecht-Flasche kommt man schon etwas weiter ... die Sache mit etwas Historie zu Tropfflaschen dort z.B. dargestellt [Gäste sehen keine Links] - und da sind auch schon mehr Typen und Namen genannt und Produktions-Orte / Glashütten. Zeitlich also nach 1882 beginnend
auch im Museum der Hütte Gnarrenburg, wo sie hergestellt wurden, die Tropfenzähler [Gäste sehen keine Links] - dabei auch doppelbeschriftete
da eine in Klarglas Lamprecht L-H mit Herzstopfen wie vor erwähnt [Gäste sehen keine Links]
eine mit einer 30 am Boden [Gäste sehen keine Links]
viele braune solche mehr im Bild eines Sammlers, um 1910 datiert genannt [Gäste sehen keine Links]
OVP [Gäste sehen keine Links]
Auf Kugelkopf-Stopfen wie hier bei der vorgestellten Flasche zu sehen, wird in den Museen nicht eingegangen; die andere erwähnte Form der TK-Flasche von Traube hat einen Flachstopfen. Aber auf der Patentschrift sieht der schon rund aus, aber nicht so. Fragt sich ob die Rändelung eine Funktion hat außer besserer Griffigkeit. Und ob hier (oder bei anderen Exemplaren) Stopfen und Flaschen schon immer zusammen gehörten. Also paar mehr ansehen
Dort ein weiteres Exemplar mit einem solchen Kugelverschluss, auf der Flasche auch eine Beschriftung mit Nummer ' LAMPRECHT'S N°36587' [Gäste sehen keine Links] - die Flasche hat eine Bodenprägung, ein sechsstrahliger Stern gebildet aus zwei Dreiecken, darin eine 50 - möglicherweise der Inhalt in ml oder ccm.
gleich noch eine in IT dazu, da sieht man den Boden nur nicht genauer [Gäste sehen keine Links] - auch dort [Gäste sehen keine Links]
nur Bild [Gäste sehen keine Links] - aber in einem Relikt zu dem Bezahl-Artikel dann doch auch kugelige Verschlüsse [Gäste sehen keine Links]
Ein Kontakt mit dem Museum wäre also eine Idee, aber ohne Glasmarke wird's meist schwierig. Sieht nach schon maschinellem Pressglas aus - was bei solch starken Nähten und weniger Wandstärke sowie glattem Boden zu vermuten ist - aber ob das Datieren in dem Fall mit dem 'wo enden die Nähte' überhaupt klappen könnte siehe "Dating Bottles with the
Side Mold Seam" - the Myth [Gäste sehen keine Links] - weil die Tropfflaschen selbst ja erst 'ab' kamen ... das passt nicht so richtig
Die Skala und Beschriftung sehen individuell im Nachhinein graviert aus. Nicht zu vergleichen mit geätzten wie sie (noch später?) ab Werk vorkamen. Vllt. wissen aber andere hier dazu noch mehr
edit: das Dichthalten (würden meine bescheidenen Deutschkenntnisse meinen)
Gruß
nux
Zuletzt geändert von nux am Montag 10. August 2026, 22:57, insgesamt 1-mal geändert.
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- AnnetteK Offline
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- Reputation: 725
Historische Narkose-Tropfflasche
Hallo Aless,
ja die Flasche finde ich auch interessant.
Hier fand ich etwas zur Verwendung
[Gäste sehen keine Links]
ja die Flasche finde ich auch interessant.
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- marker Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 2523
- Registriert:Samstag 4. Januar 2020, 18:37
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Historische Narkose-Tropfflasche
Guten Tag, solche Flaschen waren in den Naturwissenschaften (Chemie, Pharmazie, Lebensmittelchemie, Humanmedizin, Veterinärmedizin) sehr gebräuchlich zum halbwegs präzisen Zufügen von Flüssigkeiten (nicht nur für Äther oder Chloroform in der Narkose - ccm für Kubikzentimeter als Volumenmaß). Mittlerweile sind sie seltener geworden, weil entweder kaputtgegangen, stopfenlos geworden und/oder weggeworfen. Aber der Sammlerboom für altes Medizingerät bzw. alte Pharmazeutika ist auch schon wieder Jahrzehnte her... Wegen der Fertigungstoleranzen bei der Herstellung musste der Stopfen für Dichtigkeit per Hand eingeschliffen werden. Deshalb fügte man Gefäss und Stopfen dieselbe Nummer zu, damit man nach dem Reinigen wieder die passenden Stücke zusammenfügen konnte. Ausserdem erleichterte die Nummerierung der Flaschen die Inventur (wenn man nicht dieselbe Nummer zu oft vergeben hatte). Die Nummer auf dem Schliff selber (meist nahm man den Griff) beeinflusste die Dichtigkeit nicht, der geschliffene Bereich war ja gross genug. Es gab zich Firmen, oft kleinere, die sowas herstellten, auch in umliegenden Ländern, da wird es schwierig. Gruss marker
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