sammelalles hat geschrieben: ↑Montag 20. Juli 2026, 19:44
Eine automatische Spracherkennung sagt zu der Schrift
Hallo,
die Schrifterkennung selbst kann man oft gut verwenden, muss aber etwas anders damit umgehen, nicht einfach auf Übersetzen klicken. Und schon gar nicht, wenn man guugl auf Deutsch verwendet. Weil auch bei Chinesisch oder Japanisch die Schriftzeichen von oben nach unten (rechts oben beginnend) zu lesen sind. Sondern sich die erkannten Schriftzeichen kopieren und dann entsprechend der Reihenfolge weiter verwursten, in Übersetzern oder mit Wörterbuch.
Gehört also so herum

- tongzhi mark.webp (17.72 KiB) 13 mal betrachtet
Dann auch: viele chinesische Marken sind Zeitangaben, nicht die eines Herstellers. Sie beziehen sich auf Regierungszeiten von Kaisern - hier ist es eben genannter Tongzhi - rechts von oben nach unten sein Name
同治 - wie man auch bei wiki findet
[Gäste sehen keine Links] - der war ca. 14 Jahre an der Macht, 1861-1875.
Links steht dann noch
年製 nian zhi ::: Jahr gemacht, wobei aber Jahr Mz. meint, also 'in den Jahren des Tongzhi gemacht' so ungefähr. Porzellan für den Kaiserlichen Hof, welches solche Bodenmarken bekam war natürlich nur vom Feinsten. Solches für andere Zwecke bekam diese gar nicht.
Dann aber: chinesische Porzellanmarken können aus der Periode stammen, die sie angeben. Oder aber (viel) später wieder verwendet worden sein, wenn man 'im Stil von' einer Zeit was gefertigt hat oder als Reminiszenz, als Verehrung für eine Periode. Und natürlich für Exporte in die westliche Welt, sollte ja authentisch wirken ... das ging bis hin zu matschigen Gummistempeln auf Massenware schlimmster Schlamperei der Malerei oder Bedruckung, die besagen 17. Jh - was natürlich Unsinn ist.
Hier wird es für mehr oder weniger Laien nicht so ganz einfach, denn es ist ja schon eine händisch geschriebene Marke. Eisenrote gab es gerade da auch, nicht nur die häufigen blauen. Fraglich dann: wie gut und qualitätvoll ist sie hier und was ist mit dem Stück selbst?
ok, das da ist eine Marke aus ihrer Zeit im 19. Jh
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die auch
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kopier mal eine von den beiden Marken und gib sie in guggl und Du bekommst eine sofortige Identifikation & Übersetzung - weil beide sind picobello gepinselt und für die Maschine sofort lesbar
vergleicht man das Strichelchen für Strichelchen, jedes Radikal wie die heißen, mit der hier, dann wird schnell klar: da hatte wer das nicht so wirklich drauf, unordentlich bis leicht fehlerhaft. Das Pötteken ist jünger. Wenn ich raten oder tippen solle: meine jedenfalls nach 1980 wenn nicht noch wesentlich weniger.
Für einen Ingwertopf / ginger jar halte ich das nicht; dazu gehörte ein Überfall-Deckel. Da greift sich die Suchmaschine wenn Du das Foto fütterst Beschreibungen von Anbietern , die das von ihren Objekten behaupten sie seien es. Ganz lustiger glaube Blog-Eintrag auf Chinesisch: wie chinesische Ingwergefäße aus Porzellan und Keramik in der europäischen Malerei rezipiert wurden und aufschienen
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Das ist eher eine Deckel-Dose oder -Vase, vermuten könnte man als Zweck einen Teebehälter. Das Motiv der neun Pfirsiche mit blühenden Zweigen ist so vielfältig wie nur was und nach wie vor aktuell. Neun steht auch für Ewigkeit und Pfirsiche für langes Leben u.v.a.m.
Zuerst auf Vasen im 18. Jh. mit Aufkommen der famille rose Malereien wie da zu sehen
[Gäste sehen keine Links] - schöne Sachen, teils unfassbar teuer
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und neu und heutzutage
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Die Unterscheidung zwischen dem was eher als Porzellan verstanden wird, dünnwandiges und mehr die keramikartig scheinenden dickeren Sachen, die aber auch aus porzellanigen Massen sein können, kann man nur von Fotos nicht wirklich machen. Es scheint sich aber um Handmalerei zu handeln. Und unabhängig vom materiell möglichen Wert mit einem solchen Objekt der Geist des Glück und langen Lebens im Haus...
Gruß
nux