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Welchem Hersteller kann diese Bodenmarke zugeordnet werden?

Entdecke die Geheimnisse deiner Porzellanschätze! 🗝️ In diesem Forum dreht sich alles um die Bestimmung von Porzellanmarken und Porzellanstempeln. Egal ob du Sammler, Liebhaber oder einfach nur neugierig bist – hier findest du Antworten auf deine Fragen!

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Damit wir dir bei der Bestimmung deines Porzellans bestmöglich helfen können, beachte bitte folgende Regeln:

Bilder des gesamten Objekts: Stelle gute Bilder des gesamten Porzellanobjekts zur Verfügung.
Makroaufnahmen von Stempeln und Signaturen: Fotografiere alle Markierungen als Makroaufnahme einzeln, damit die Details gut erkennbar sind.
Stempel unter der Glasur? Gib an, ob sich die Stempel unter der Glasur befinden.
Informationen zur Herkunft und Historie: Teile alle vorhandenen Informationen zur Herkunft und Historie des Stücks mit. Gib möglichst die Abmessungen mit an.

So können wir uns ein umfassendes Bild von deinem Porzellanobjekt machen und dir die bestmögliche Unterstützung bieten. 😊

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Welchem Hersteller kann diese Bodenmarke zugeordnet werden?

Beitrag von nux »

pb57 hat geschrieben: Samstag 13. Juni 2026, 17:44Re Fürstenberg:
die Quelle wird ok sein, aber auch bei Abb. aus Büchern Copyright beachten. Selbst wenn es ein noch älteres wäre: man weiß oft nicht wo inzwischen vllt. doch noch Rechte liegen.

Als Referenz hier verwendet aber meist die von F. selbst herausgegebene Markentafel aus 2015 mit auch allen Hinweisen zu Beizeichen, wann Kronen, wann keine - der Link zum PDF der [Gäste sehen keine Links] - bookmarken immer eine Idee
Dazu gibt es noch eine website im Archiv, die sich mit Erzeugnissen von F. im 18. Jh. befasst, den Marken, Modellen und Fotos von alten Bodenmarken und deren Abgrenzungen ...
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Welchem Hersteller kann diese Bodenmarke zugeordnet werden?

Beitrag von nux »

ja schöne Sachen ... danke 🙂
N16 hat geschrieben: Samstag 13. Juni 2026, 12:31 Ein Hersteller aus Schlesien gilt als wahrscheinlich. ... Die Kaffeekanne konnte ich eindeutig zuordnen: Porzellanfabrik P. Donath, 1896-1920
ja, damit wird das Ganze plausibel oder bestimmte Konstellationen wahrscheinlicher.

Bin mir nicht sicher, ob es bei den Eigentümerwechseln in dieser Tiefenfurter Manufaktur zeitliche Über-/Unterschreitungen der Bodenmarken gibt, aber kurze Geschichte dieses Unternehmens in Parowa eben so

- Friedrich Nicolai Matthiesen (1808 - ca. 1860)
- Reinhold Matthiesen (ca. 1860 - 1872)
- Schlesische Porzellan- u. Steingut-Manufaktur AG (1872 - 1885)
- Schlesische Porzellanfabrik Louis Lövinsohn (1885 - 1891)
- Schlesische Porzellanfabrik P. Donath (1891 - 1909)
- Schlesische Porzellanfabrik P. Donath GmbH (1909 - 1916)
- Schlesische Porzellanfabrik GmbH (1916 - 1919)
- Carl Hans Tuppack GmbH (1919 - 1944)

demnach Paul Donath Eigentümer (vormals Geschäftsführer oder sowas) schon 1891 und abgegeben beginnend schon 1918.
Die Marken und ihre Geschichte beschrieben hab ich im Kontext mit Tuppack
" In der Regel wird das Markenzeichen dieser Firma [Tuppack] von einem bekrönten S zwischen den Worten Tuppack und Tiefenfurt beherrscht. Das S taucht erstmalig in der Marke von 1886 in Verbindung mit zwei gekreuzten Degen auf und soll auf die Herkunft Schlesien / Silesia hinweisen. Die Marke wurde jedoch von Meissen wegen möglicher Verwechslungsgefahr mit der Schwertermarke beanstandet und seit 1900 nicht mehr verwendet. Die Firma P. Donath ersetzte sie 1897 durch das gekrönte S, bevor sie sich 1910 für einen Greifen über ihren Namenszug entschied - das ist der [Gäste sehen keine Links]
Bei der Offerte sind Abb. dabei von TPM, den Degen und dem Donath-Greif [Gäste sehen keine Links]

D.h. die Kaffeekanne kann man also tatsächlich früher als angenommen datieren und deren Marke ist unter der Glasur: 1897/1900-1909/10. Kanne und Milchkännchen stilistisch in einer Empire-Form gehören auch zusammen; das zeigt die Goldornamente-Bemalung jeweils oben.

Die Marken auf den Tassenböden dagegen sind drauf geschrieben, auf der Glasur. Und dann hab ich hier was ganz Hübsches an Tellern [Gäste sehen keine Links] - und die haben die P.Donath-Bodenmarke (auch deutlich unterglasur). Bitte da doch mal genau auf die Randbemalung achten, aber natürlich auch auf die schönen Blumen. Diese Kuchenteller würden zu den hier gezeigten Tassen daher noch besser passen.

Auch wenn Kanne & Milckkännchen evtl. aus einem anderen Service sind oder umgekehrt die Tassen resp.Teller: alles wird durch die Blumendekore zusammengeführt. Und ja: unterschiedliche Buketts oder Motive hatte man durchaus dabei. Es gibt mehr als eine Möglichkeit wie so etwas zusammenkam: teilweise beim Porzellanhersteller entstanden und dann durch Ergänzung oder Zu-/ Nachkauf etwas gemischt. Oder aber schon gleich Weißporzellan von einer Porzellanmalerei nach eigenem Ermessen oder auf Kundenwunsch zusammengestellt.

Da heißt es jetzt aber noch ein bisschen weiter nach mehr Bsp. zu schauen. Vllt. bekommt man dann etwas festeren Boden unter die Füße
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Welchem Hersteller kann diese Bodenmarke zugeordnet werden?

Beitrag von nux »

andere Form und früher (Degen-Marke) aber die Bemalung vergleichbar [Gäste sehen keine Links]
oder auch auf Teilen eines Speiseservices [Gäste sehen keine Links]

andere Formen, ähnliche Bemalungen, solch ein Girlanden-Goldrand auch [Gäste sehen keine Links] - und [Gäste sehen keine Links]

da z.B. nur mal den Tassenhenkel vergleichen [Gäste sehen keine Links] - kann ja sein, die Tassen sind von einem anderen Hersteller bis hin zu Importen von woanders her. Weil so finde ich die Form bei schlesischen Herstellern im Überblick erstmal dann doch nicht...
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