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Christusfigur gefasst mit Pressbrokat

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Christusfigur gefasst mit Pressbrokat

Beitrag von Mtf »

Habe mich jetzt auch mal mit Thema näher auseinandergesetzt und denke du hast recht. Man kann es eher ein brokatimitat nennen oder so.
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Christusfigur gefasst mit Pressbrokat

Beitrag von gudrund »

Das erinnert stark an die Bemalung/Fassung der Mohren-Figuren aus Venedig, die als Torchieren paarweise auftreten (oder mal als Tischchen) .

Das mit der Seitenwunde kenne ich auch anders, die Milz liegt nämlich nun mal links....

Ich halte das Ganze für 19. Jh, nicht sehr viel früher. Südlicher Alpenraum ev...
Diese ganze Aufarbeitung ist mir total unklar. Gerade seitlich sieht man doch, dass das maschinell gemacht wurde und nicht handgeschnitzt.

Oder die Figur war wirklich in einem Relief (möglicherweise als Teil einer Szene/Gruppe) (z.B. "noli me tangere") und wurde da entlang der Konturen "heraus-gesägt". Deshalb sieht das Profil des Stückes ein wenig aus wie ein einseitig beschichteter "Schokoladenkeks"....
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Christusfigur gefasst mit Pressbrokat

Beitrag von Mtf »

gudrund hat geschrieben: Samstag 30. Mai 2026, 08:11
Das mit der Seitenwunde kenne ich auch anders, die Milz liegt nämlich nun mal links....

Ich halte das Ganze für 19. Jh, nicht sehr viel früher. Südlicher Alpenraum ev...
Diese ganze Aufarbeitung ist mir total unklar. Gerade seitlich sieht man doch, dass das maschinell gemacht wurde und nicht handgeschnitzt.
"....
Mir ist total unklar wie Sie zu diesen Aussage kommen , eine 10 Sekunden Recherche sagt ihnen das die Seitenwunde christi auf der rechten Seite ist.
Ich bin zwar kein Experte aber ich bin Schreiner und kann nicht nachvollziehen wo Sie ein klares Zeichen für maschinelle Bearbeitung sehen können.
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Christusfigur gefasst mit Pressbrokat

Beitrag von Schmidtchen »

Die Evangelien nennen kein explizites „rechts“ oder „links“. Die Stelle, die das Durchbohren der Seite berichtet, ist Johannes 19,34. Dort steht nur, dass ein Soldat mit einer Lanze seine Seite durchstach.
Ich kenne aus früheren Darstellungen die linke Seite.
Aber tatsächlich scheint es wohl keinerlei eindeutige Zuordnung zu geben.

Ich kann bei der Aufhängung nur sehen, dass da mittig heller ist.
Da scheuert ja auch der Nagel, wo der dran gehangen wird.
Aber die Frage ist ja ob das ausgebeitelte neuer ist.
Auf dem neuen Foto sieht es für mich noch deutlicher nicht so aus.
Somit denke ich weiter original.
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Beitrag von gudrund »

Kann ja sein, dass die Wunde oft links dargestellt wird, aber eigentlich wollte man Herz und Lunge öffnen, an anderer Stelle lernte ich Milz.
Das Herz und die Milz sind nun einmal links. Da brauche ich keine Recherche. Was kann ich dafür, wenn die Künstler, die das dargestellt haben nicht wussten, was die wirkliche Absicht des Lanzenstichs war.

Ich persönlich sehe auf der Rückseite und an den Seiten keine Bearbeitungsspuren, die auf manuelle Bearbeitung hindeuten. Vielleicht posten Sie da noch mal bessere Bilder.....
Ich nehme an, dass die Figur im 19. oder so herausgesägt und dabei überarbeitet wurde.
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Beitrag von Mtf »

Ich zitiere hier mal den Wikipedia Artikel „Der im Buch des Propheten Ezechiel (Hes 47,1 ff EU) beschriebene unter der rechten Seite des Jerusalemer Tempels hervorquellende Strom der göttlichen Gnade wird in der kirchlichen Präfigurationstheologie als alttestamentliche Vorausdeutung des Erlösungstodes Jesu am Kreuz verstanden. Dementsprechend ist auf Darstellungen des Gekreuzigten stets die im Johannesevangelium (Joh 19,33–37 EU) beschriebene Seitenwunde Christi, aus der Blut und Wasser herauslaufen, auf der rechten Seite Jesu – also nicht auf der Herzseite – zu sehen, obwohl der Text des Johannesevangeliums keine spezifische Seite nennt.“

Soviel dazu.

Und ich habe das Photo von der Aufhängung leicht seitlich gemacht, die dunklere Verfärbung ist also in der Mitte wo sich ihrer Meinung nach der Nagel durchgehend scheuert ? Was denken sie wie oft so eine Figur bewegt wird ? Also manchmal frag ich mich schon ob hier nur das Haar in der Suppe gesucht wird 😂
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Beitrag von gudrund »

Das mit dem Nagel war ich jetzt nicht, aber hier einmal Fotos der Rückseite eines barocken Holzreliefs, an der man deutliche authentische Bearbeitungsspuren erkennt:


DSC03240.webp
DSC03240.webp (130 KiB) 13 mal betrachtet
DSC03241.webp
DSC03241.webp (188.69 KiB) 13 mal betrachtet
DSC03242.webp
DSC03242.webp (99.23 KiB) 13 mal betrachtet
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Christusfigur gefasst mit Pressbrokat

Beitrag von Mtf »

Ich werde nochmal Photos mit Streiflicht machen aber nur weil die Oberfläche gerade ist muss es keine maschinelle Bearbeitung sein. Die Figur ist ja recht schmal, man könnte also die Fläche mit 1 - 2 Hobelzügen glätten.
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