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Jubiläumsteller

Enträtsele die Geheimnisse deiner Silberschätze! 🗝️ In diesem Forum dreht sich alles um die Identifikation von Silberstempeln, Silberpunzen, Meistermarken, Beschauzeichen und anderen Kennzeichnungen auf altem und neuerem Silber. 🪙 Egal ob du Sammler, Silberschmied oder einfach nur neugierig bist – tausche dich mit anderen Kennern aus, entschlüssele die Botschaften der Punzen und erfahre mehr über die Geschichte deiner Silberobjekte!

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Beachte bitte, dass eine exakte Wertbestimmung im Forum schwierig ist, da der Silberpreis und der Geschmack der Käufer variieren. Wir helfen dir aber gerne, Informationen zu Hersteller, Herkunftsland und Alter zu finden, um den ungefähren Zeitwert besser einschätzen zu können.

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Beitrag von Scharabi »

Hi, falls ich hier falsch bin bitte verschieben.

Kann jemand was zu dem Teller sagen ? Eher was fürs Museum oder zum Antikhändler?
Durchmesser spitze zu spitze 28cm
gewicht 415g
Teller11.webp
Teller11.webp (159.98 KiB) 89 mal betrachtet
Teller2.jpeg
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Beitrag von nux »

Hallo,

das erste Foto müsste besser werden, ggf. auch Ausschnitte fotografieren - die Namen sollte man lesen können. Draußen bei natürlichem Licht aber ohne Sonne. Und um die Chiffre des bekrönten Hauptes ggf. nach nachvollziehen - weil so kann man Deine Frage eh nicht beantworten da man die Bedeutung nicht kennt. Ob Museen ankaufen ist immer so'Sach, auch die haben klamme Kassen und müsste schon sehr besonders sein. Händler wollen (und müssen) verdienen, da den möglichen richtigen auch zu finden ... am ehesten wenn auch von einem oder mehreren Auktionshäusern beraten lassen und evtl. auch einliefern.

Der Hersteller ist klar, JAL für Julius Lemor in Breslau, Schlesien (DE/PL) steht ja auch drauf - da zum Abgleich [Gäste sehen keine Links] , der Feingehalt mit 800/1000 Teilen Silber auch. Nach 1888 und vor 1918 im ersten Anlauf anzunehmen.

Gretchen & Hänsel-Frage: woher hast Du das Teil, etwas bekannt woher es stammt? warum Jubiläum?

'von Garnier' z.B. ist m.W. schlesischer Briefadel, Grafen bspw. in Posen

Gruß
nux
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Beitrag von nostalgiker »

Hallo, ne Verständnissfrage (wenn ich darf)
nux hat geschrieben: Montag 18. Mai 2026, 13:55 Nach 1888 und vor 1918 im ersten Anlauf anzunehmen.
Bei [Gäste sehen keine Links] lese ich aber :"gegründet 1918 aktiv bis ca 1940"
?
Dankeschön
wenn ich eine Frage in's Forum einstelle, nehme ich mir schon etwas Zeit und gehe nicht gleich etwa offline, denn es kann ja sein, daß eine Rückfrage kommt - und meine Mithilfe ist ja wohl selbstverständlich...🙂
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Beitrag von nux »

nostalgiker hat geschrieben: Montag 18. Mai 2026, 14:12?
*Brillenputztüchlein reich* - 1818
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Beitrag von nostalgiker »

ooh, Entschuldigung und Danke.🙈
wenn ich eine Frage in's Forum einstelle, nehme ich mir schon etwas Zeit und gehe nicht gleich etwa offline, denn es kann ja sein, daß eine Rückfrage kommt - und meine Mithilfe ist ja wohl selbstverständlich...🙂
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Beitrag von gudrund »

Ich vermutete noch einen Regimentsteller.....
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Beitrag von Scharabi »

Auf diesem Bild sieht man es besser.
Das Stück stammt aus einer Erbschaft in Nordhessen.
Teller3.jpeg
Teller3.jpeg (489.51 KiB) 25 mal betrachtet
Das sagt die KI:

1. Hersteller und Material (Die Punzierung)
Auf der Rückseite ist das Stück wie folgt gestempelt:

Hersteller: "LEMOR BRESLAU". Dies steht für die renommierte Silberwarenfabrik Julius Lemor, die von 1818 bis 1945 in Breslau (Schlesien) ansässig und das bedeutendste Silberunternehmen der gesamten Region war.

Feingehalt: 800 (Echtsilber).

Reichsstempel: Halbmond und Krone. Das ist der offizielle deutsche Reichsstempel (eingeführt ab 1888), wodurch sich der Herstellungszeitraum auf die Jahre zwischen 1888 und 1918 (Ende des Kaiserreichs) eingrenzen lässt.

2. Form und Stil
Korpus: Achteckige (oktagonale) Form mit einem klassischen, umlaufenden Perlstab-Dekor am erhöhten Rand.

Zustand: Der Teller zeigt eine gleichmäßige, authentische Alterspatina (Sulfidschicht), die den historischen Charakter des Sammlerstücks unterstreicht.

3. Die Gravuren und historische Bedeutung

Das Herzstück des Tellers ist die feine, zeitgenössische Gravur auf der Vorderseite, die das Stück als ein klassisches Dokument der preußischen Epoche ausweist:

Das zentrale Monogramm (W R): Die verschlungenen Buchstaben W und R unter einer Krone stehen im preußisch-deutschen Kontext für Wilhelmus Rex (Wilhelm, König von Preußen). Es symbolisiert die Treue und den Dienst gegenüber dem obersten Dienstherrn.

Der Namensring: Um das Monogramm herum zieht sich ein graviertes, gefaltetes Band. In den einzelnen Segmenten sind die Nachnamen der Beteiligten eingraviert (u.a. Merkel, Schubert, Müller, Schwerk, Frhr. v. Rosen, Engel, Nachstaedt, Lüttichau, Petschelt, Nollau, Hellmich, Stahl, Schmidt, v. Garnier, Steppuhn, Van Hout, Stühmer, Kraeusel).

Hintergrund: Ein Abschieds- oder Ehrenteller
Dass hier das königliche Chiffre mit einer Liste bürgerlicher und adliger Namen kombiniert ist, spricht für ein klassisches Gemeinschaftsgeschenk eines Offizierskorps oder einer Beamtenschaft.

Wenn ein hochrangiger Offizier (z. B. ein Regimentskommandeur) oder ein hoher preußischer Beamter versetzt wurde oder in den Ruhestand ging, schenkten ihm die verbleibenden Kameraden oder Kollegen einen solchen silbernen Präsentierteller.

Das W R zeigt, dass die Gruppe im königlich-preußischen Dienst stand (z. B. in einem in Schlesien stationierten Regiment oder einer Breslauer Behörde).

Auf dem Band haben sich alle Schenkenden namentlich verewigt. Die Mischung aus bekannten schlesisch-preußischen Adelsnamen (v. Rosen, v. Garnier, Lüttichau) und bürgerlichen Namen ist absolut typisch für das späte Kaiserreich vor 1918.





Meint ihr eher Auktionshaus ?
Ich würde es dem museum auch nur zum Materialspreis "überlassen"
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Beitrag von nux »

... danke für das Bild, das ist deutlich besser. Damit kann man (oder hätte schneller können) als selbst wenig beschlagene HI was anfangen. Weiß nicht, wie die @admin das inzwischen sehen, aber hier ganze AI-generierte Texte einzustellen (wenn auch welche verwendet nennen), ist eine nicht unheikle Angelegenheit. Urheberrechtlich zwar als gemeinfrei gewertet, greift sie doch auf eben solche Texte zurück und ist ggf. nicht fehlerfrei. Die könnten sich aber dadurch verschleppen und vermehren ... sollte man evtl auch mal regulieren?
hier nur Tipps zum Verkauf zu wünschen, die andere Laien auch nur bedingt geben können. ist irgendwie - sorry - døøf

Hier jetzt also rel. eindeutig, auch was @gudrund schon ansprach: ein Objekt mit militärischem Hintergrund. Mittig im Monogramm eine 51 - sieht im ersten Ansatz aus nach 'Niederschlesisches Infanterie-Regiment Nr. 51', Breslau, ab 1860 - da ein v. Garnier oder Steppuhn dabei [Gäste sehen keine Links] - kannst ja selbst durchsehen
auch da gab es einen Hauptmann v. Garnier, Major a.D. und auch einen Oberleutnant van Hout, Major a.D. [Gäste sehen keine Links]

Info dazu gibt es natürlich viel online, z.B. [Gäste sehen keine Links]

Fragen wäre halt noch wann/aus welchem Anlass der Teller entstand oder auch welches Museum das interessieren täte. Frag aber vorher z.B. auch da mal, u.a. dort sitzen die Spezialisten für diesen Markt [Gäste sehen keine Links]
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