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Zinkobjekt

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  • Klaus aus Wien Offline
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Zinkobjekt

Beitrag von Klaus aus Wien »

Hallo zusammen, vielleicht kann mir hier wer von euch weiterhelfen.
Ich habe am Flohmarkt in einer Wühlkiste etwas Seltsames aus (vermutlich) Zink gefunden.
Druchmesser ca. 7 cm. Vorder- und Rückseite erhaben (also anscheinend geprägt oder gegossen).
Dargestellt wird ein Zwerg / Kobold der eine Art Hantel hällt und über einer liegenden Frau steht.
Da beide Personen tlw. nackt dargestellt sind (und ich nicht gegen die Forumsregeln verstossen will) habe ich einige Passagen abgedeckt.
20260503_1549262.webp
20260503_1549262.webp (636.69 KiB) 56 mal betrachtet
Kann mir wer sagen wofür das Teil ursprünglich gebraucht wurde?
Danke und LG aus Wien
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Beitrag von gudrund »

Wie sieht denn die Rückseite aus (Foto!)? Vielleicht zum Anhängen (?) ins Herrenzimmer?
  • Klaus aus Wien Offline
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Zinkobjekt

Beitrag von Klaus aus Wien »

Die Rückseite ist gegengleich zur Vorderseite, aber unscharf:
20260503_154943.webp
20260503_154943.webp (629.53 KiB) 39 mal betrachtet
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Zinkobjekt

Beitrag von gudrund »

Könnte das eine Art Schraub-Deckel von einem Glasbehälter sein? Mich irritieren die "100" in den Hanteln....

Wien überrascht mich nun allerdings gar nicht....die ganzen erotischen Wiener Bronzen, die Mutzenbacher etc. ....
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Zinkobjekt

Beitrag von SieMoni »

Oder als Einlage innen im Deckel eines Bierkruges?
Deckel zu, man sieht nix. Deckel auf... 😏
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Zinkobjekt

Beitrag von AnnetteK »

Diese Hanteln, Zwerg und Frau, das soll bestimmt an irgendeinen Herrenwitz erinnern, der im Lauf der Zeit verloren ging.
Vielleicht gibt es den zu finden in irgendeinem Buch über das frivole Wien.

Die Macherinnen von dem Podcast hier könntest du fragen,
[Gäste sehen keine Links]
das ist deren Fachgebiet.
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Zinkobjekt

Beitrag von Schmidtchen »

Höchstwahrscheinlich eine Zierscheibe oder eine Scherzplakette, die als dekoratives Element verwendet wurde.

Das Motiv eines Zwerges oder Kobolds inmitten von nackten Körperteilen deutet stark auf eine groteske Darstellung hin. Solche Objekte waren besonders Ende 19. und frühes 20. Jahrhundert (Historismus) als humorvolle Ziergegenstände beliebt.

Mögliche Verwendung:
Deckeleinlage: Aufgrund der Größe und flachen Form könnte die Scheibe ursprünglich in den Metalldeckel eines Bierkrugs oder einer Schmuckdose eingelassen gewesen sein.
Wand- oder Möbelplakette: Solche Guss-Reliefs wurden oft als Dekoration auf Holztafeln oder Möbelstücken angebracht.
Scherzartikel: In geselligen Runden oder Wirtshäusern dienten solche Plaketten oft als provokante oder amüsante Gesprächsstücke.

Die Darstellung greift das Thema der „verkehrten Welt“ oder des lüsternen Zwerges auf, was in der Volkskunst und bei Kuriositäten weit verbreitet war

Das Bild ist eine klassische Erotika-Groteske. Der Zwerg (oft als Symbol für Triebhaftigkeit) in Kombination mit der expliziten Darstellung ist typisch für die Zeit um 1880–1920, als solche provokanten Objekte in spezialisierten Werkstätten (oft in Nürnberg oder Österreich) als Souvenirs oder Geschenkartikel hergestellt wurden.

Kann auch als Briefbeschwerer im Herrenzimmer gedient haben und wurde Gästen in die Hand gedrückt zur Belustigung

Wien passt sehr gut.
Wiener Bronzen
Wiener Grotesken
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