Punze in einem Taschenuhrdeckel
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Informationen : Gib zu Anfragen alle vorhandenen Informationen an, z.B. Gewicht, Abmessungen und Fundort bzw. Herkunft
Wertbestimmung:
Beachte bitte, dass eine exakte Wertbestimmung im Forum schwierig ist, da der Silberpreis und der Geschmack der Käufer variieren. Wir helfen dir aber gerne, Informationen zu Hersteller, Herkunftsland und Alter zu finden, um den ungefähren Zeitwert besser einschätzen zu können.
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- hansjuergen1706 Offline
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Punze in einem Taschenuhrdeckel
Was mich jetzt aber irritiert ist die Tatsache, dass in den entsprechenden Abbildungen im Internet die Anordnung von Kopf-Buchstabe-K immer horizontal ist und nicht wie hier vertikal. Ist das also eine Variante der polnischen Punze für 900er Silber, gestempelt vom Kontrollamt in Krakau/Kraków? Über eine Aufklärung aus dem Forum wäre ich dankbar. Tschüss, Jürgen
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Punze in einem Taschenuhrdeckel
schöne Uhr,
mach doch bitte noch ein Bild von der Vorderseite, sozusagen immer braucht's hier Bilder auch vom ganzen Objekt, (Siehe auch roter Kasten oben)
Es werden sich dann bestimmt Kenner der Materie melden.
Viel Freude und Erkenntnisse hier
Gruß Stefan
- hansjuergen1706 Offline
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Punze in einem Taschenuhrdeckel
Ok, hier sind weitere Bilder von der Uhr. Die werden aber nichts zur Beantwortung meiner Frage beitragen. Bei der Uhr handelt es sich nämlich aum eine Marriage. Werk, Gehäusering und Staubdeckel gehören wohl zusammen, was man aus den Nummern schließen kann. Der Staubdeckel ist aber wohl ein umgearbeiteter ehemaliger Bodendeckel einer anderen Uhr und der Bodendeckel einer weiteren Uhr (s. Gehäusenummern). Beide Nummern unterscheiden sich und auch beide von der im Staubdeckel. Außerdem ist der Staubdeckel für 900er und die beiden anderen Deckel jeweils für 800er Silber gepunzt. Das wirklich interessante an der Uhr ist das Werk, Kaliber Omega Kaliber 40.6 S T2 15P, von dem nur 54500 Stück produziert wurden, im Gegensatz zur Lépine Variante mit ca. 900000 Stück
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Punze in einem Taschenuhrdeckel
- hansjuergen1706 Offline
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Punze in einem Taschenuhrdeckel
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- nux Offline
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Punze in einem Taschenuhrdeckel
doch doch ... ein Objekt im Ganzen zu 'erfassen' zu begreifen ist schon wichtig; samt den Erklärungen zu den Bestandteilen natürlich noch besser
Dann also zu den Punzen in dem fraglichen (umgearbeiteten ?) Deckel: der stehende Bär in der Schweiz für einen Feingehalt von 875/1000 Silber, 1882-1933, dort hergestellt un 0,900 gestempelt. Zu Exportzwecken ist bestimmte Länder ist dabei anzunehmen. Was ich so auch noch nicht gesehen habe, ist das G unter Halbmond Krone: in beiden Fällen? aber das erstmal egal...
Solche 'senkrechten' Import-Punzen (Cecha wwozowa) in Polen gibt es sowohl mit Mann, ganz eckig (Gold) als auch mit Mädel, mit runden Einbuchtungen (Silber), mit Zahlen 1920-1931 (für verschiedene Feingehalte); m.W. ohne Stadtbuchstaben
Mit dem Stadtcode (K für Kraków/Krakau, ja) und den großen Z darunter 1931-1963 dann für alle aus dem Ausland importierten Objekte, Mann=Gold und Mädel=Silber bleiben, aber dann alles ohne Unterscheidung des Feingehaltes.
Die wiki-Kollegen in PL waren letztes Jahr ganz fleißig und haben inzwischen alles das und noch viel mehr hinterlegt [Gäste sehen keine Links] - die Abb. sind sämtlich auch von offizieller Stelle herausgegeben (Okręgowy Urząd Probierczy w Warszawie)
Gruß
nux
- hansjuergen1706 Offline
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Punze in einem Taschenuhrdeckel
Leider sind im 'Silber-Stempel aus aller Welt, Jan Divis, 1992' keine polnischen Stempel gelistet, es fehlt Polen im Index.
Jedenfalls passt Z = 1931-1963 zu der Uhr. Da es sich um eine Omega handelt, muss sie also in dem Zeitfenster offiziell nach Polen eingeführt worden sein. Laut Werksnr. wurde es 1931 produziert und der Staubdeckel laut Gehäusenr. um 1929. Diese Abweichung ist bei Omega Uhren nicht ungewöhnlich.
Deine Erläuterungen für mich zusammengefasst, die senkrechte Anordnung in der Punze mit seitlichen Einbuchtungen ist normal für importierte Silberwaren nach Polen.
Hier vielleicht noch eine Frage angehängt. In einigen silbernen Taschenuhren, wahrscheinlich schweizer Ursprungs, ohne die typischen Punzen der o.g. Länder findet sich der Stempel 'Argent Fin', also sowas wie Feinsilber. Haben die Schweizer so vor ca. 1882 gepunzt? Gibt das einen Hinweis auf den Feingehalt? Die Franzosen waren es ja wohl nicht, da die schon sehr viel früher ihre speziellen Punzen hatten.
Tschüss, Jürgen
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