AndreZ hat geschrieben: ↑Mittwoch 28. Januar 2026, 01:53also wenn es
das ist nur eine Idee eines der Beteiligten an der Suche nach der Stadt der Herkunft. Wappen so oder so herum ist in manchen Darstellungen - bei Beschauzeichen oder auch Zinnmarken - nicht immer exakt. Kann außerdem wechseln. Manchmal sind es auch nur Wappenteile und manchmal hat ein Beschauzeichen sogar nichts mit einem Stadtwappen zu tun. Und dazu haben sich Wappen halt mal mehr mal weniger verändert bis hin zu ganz anderen. Da muss man Zeit und Historie mit dazu nehmen. Bei Slonim z.B. steht im deutschen wiki was zum Stadtwappen. Und dass das nicht immer ein Löwe war, sondern 'früher' ein anderes. Und nur das Pfeilsymbol als Attribut des Löwen vom alten Wappen übrig geblieben ist. Aber: das ist eine ungelungene bis missverständliche Übersetzung oder Interpretation anderssprachiger Texte. Bin gestern da wenigstens so weit vorgedrungen, dass das ursprüngliche eines des polnischen Geschlechtes der 'Lis', also Fuchs war. Die führten teilweise das Tier als Helmzier, die gemeine Figur im Schild ist aber ein Pfeil mit zwei Querbalken
[Gäste sehen keine Links] - das, was eben der Löwe da in der Tatze hält
Das hat was mit der Regentschaft eben von jemanden aus diesem Geschlecht zu tun, der da in der Stadt vor Jahrhunderten war. Was ich dabei bisher nicht gefunden habe, ist, wann das zum Löwen geändert wurde. D.h. wenn das erst - nur bspw. - im 20. Jh. war, wäre dieser Löwe kpl. irrelevant als Vorlage für ein Beschauzeichen des 18. oder 19. Jh. ... hoffe man kann mir folgen
D.h. der erste Ansatz ist / bleibt, ein Stadtwappen mit einem vermutlich gekrönten, linksgewendeten Löwen mit Attribut aufzutun. Auf Grund der Form der Punzierung, die welchen aus Polen ähnelt (nicht zwingend heutiges Staatsgebiet) und der Tatsache, dass diese auf Objekten mit kyrillischer Beschriftung vorhanden sind in einem Gebiet, das im ersten Ansatz Polen, Ukraine, Belarus ev. auch Moldawien umfasst. Irgendwo in einer riesigen Region, aber einer Art Datenwüste - wie es eine polnische Forscherin zu Goldschmieden in der Region mal beliebte auszudrücken. Da im Verlauf der letzten 250 Jahre mehr als ein Kriegsgeschehen und sonstige geschichtliche Ereignisse u.a. Belege in Form von Objekten als auch schriftlichen / mündlichen Überlieferungen vernichtet hat. Oder verlagert. Und das geht gerade wieder weiter...
Startpunkt können zwar aktuelle Wappen sein - aber jedes einzelne mögliche ist dann daraufhin zu überprüfen, wie es 'um 1800' ca. aussah. Denn später kamen vermehrt auch Einflüsse des Russischen Imperiums sowie der k.k. Monarchie dazu. Auch die Edelmetall-Punzierungen änderten sich ja jeweils ab einer bestimmtem Zeit hin zu der einen oder anderen Methodik. Lemberg z.B. wäre auch ein Kandidat als Stadt auf Grund seiner ehemaligen Bevölkerungsstruktur, aber ... tut sich nichts mit diesen derart durchgearbeiteten Wappen, dann ist der zweite Schritt zwingend, sich Wappen frei aus eben der vermuteten Zeit vorzunehmen, ob dann da solch ein Löwe vorkommt. Wenn nicht, hat das BZ u.U. einen anderen Hintergrund oder stammt doch aus einer anderen Gegend und sowas wie die Oklads wurden über eine längere Strecke gehandelt bzw. auch anderswo erst graviert... das ganze Unterfangen ist zudem massiv fehleranfällig durch zu wenig Basismaterial. Man kann halt versuchen, ein paar Punkte anzufassen, ob sich evtl. eine Spur ergibt. Jedoch haben solche 'Auslandsforschungen' auch immer was mit existierender Literatur (die man haben sollte) und Kontakt mit daran aktuell Arbeitenden, anderen Sprachen und Zugang zu historischen Informationen irgendwo zu tun. Und das partiell da, wo man heutzutage noch nichtmal online gerne sein will