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Das Beste zu Schluss! Paris 1740? 950 Silber

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Das Beste zu Schluss! Paris 1740? 950 Silber

Beitrag von Heinrich Butschal »

Der Aufwand war von mir nicht gewünscht, allein an der Stelle mit dem Fleck einmal mit der Prüfsäure drüber streichen, hätte gelangt.
Heinrich Butschal
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Das Beste zu Schluss! Paris 1740? 950 Silber

Beitrag von AndreZ »

Hallo Herr Butschal,
ich habe mal zusammen geschieben was Sie so über den Teller geschrieben haben:

Dann ist es definitiv kein Silber, sondern vielleicht versilbert.
Der rote Fleck auf der Platte in Zusammenhang mit der negativen Strichprobe beweist, dass sie galvanisch versilbert ist.
Aus der versilberten Platte, wird aber auch damit nichts mehr rauszuholen sein.
Polieren ist kein sinnvolles Testszenario. Zudem ist doch die Strichprobe auch schon aussagekräftig genug.
Das sind hard facts, wenn es eine kräftig und sauber durchgeführte Strichprobe ist oder vorher angefeilt wird. Nur auf der polieren Versilberung zu testen ist natürlich Unsinn.
Die angefeilte Stelle zeigt deutlich ein dunkleres Grundmetall unter der hellen Silberschicht. Den RFA-Test kannst Du Dir sparen, es ist versilbert.
Ich spreche natürlich auch aus Erfahrung und gerade dieses gelbliche Navette mit dem feinen weißen Rand rum spricht für eine relativ kräftige Versilberung die angefeilt worden ist. Natürlich gibt es auch Reflexe die so ähnlich aussehen könnten aber hier schlägt dann die Mustererkennung aus mehr als 50 Jahren Erfahrung durch denn ich habe sowas schon oft gesehen sehr oft sogar. Wenn ich mir unsicher bin formuliere ich das auch so. Hier ist es in meinen Augen eindeutig. Aber natürlich ist eine Tauchwägung ein weiterer sinnvoller Test wenn es der Fragesteller mit Gewalt nicht glauben will.
Bitte keinen RFA Test machen lassen
Heisst das, das Du die angefeilte Stelle und deren Umgebung nicht testen willst?
Aber da, wo er schon angefeilt hat und die Strichprobe das Ergebnis unecht gebracht hat, will er trotz vorhandener Silberreagenz keinen Tropfen anbringen.

Jetzt habe ich den Aufwand betrieben und Ihre Aussage ist nur " Das habe ich nicht Gewust und das war nicht gewünscht"???
Was sagen Sie nun zu den Stichproben?
Grüße Andre
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Das Beste zu Schluss! Paris 1740? 950 Silber

Beitrag von Heinrich Butschal »

Stimmt, gut zusammengefasst.

Ich wollte den ganzen Schleif-, Dremel und Polieraufwand nicht. Auch die vorgeschlagene Tauchwägung halte ich nur für sinnvoll, wenn man Waage und Aufbau schon hat. Aber im Prinzip wollte ich NUX nicht widersprechen, es ist eine gute Methode und bei dem Teller prinzipiell brauchbar, wenn genaue Waage und Kenntnisse vorhanden sind. Man kann dabei auch viel falsch machen.

Die erste, gezeigte Strichprobe hatte keinen roten Farbumschlag links und in der Mitte gezeigt, sondern nur rechts. Damit zeigt der Test nur an, dass nur rechts Silber erkannt wird.

Was soll man dann daraus schließen, wenn nicht, dass es erhebliche Zweifel an Silber gibt? Der Rotumschlag ist ja das gewünschte Testergebnis bei Silber.

Es existiert natürlich die Möglichkeit, dass die Prüfsäure zu scharf ist, zu lange eingewirkt hat und der Ausführende einen evtl. schwachen Rotumschlag Links und Mitte weggewischt hat.

Daher mein Vorschlag an der angefeilten (oder angeschliffen) Kante die Prüfflüssigkeit noch einmal direkt aufzutragen.

Ist aber nicht passiert, also was solls?
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Das Beste zu Schluss! Paris 1740? 950 Silber

Beitrag von AndreZ »

Hallo,
jedenfalls war das eine tolle Leistung von Euch.
Hätte nicht gedacht das ihr das alles herausbekommt.
Werde mal 20 Euro für das Forum Spenden.
Grüße Andre
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Beitrag von AndreZ »

Hallo,
nur zur Information habe den Teller testen lassen.
928er Silbergehalt.
Er meinte noch, heute sehr ungewöhnliche Mischung muss sehr alt sein.
Grüße Andre
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Beitrag von Heinrich Butschal »

Das freut mich. Ungewöhnlich ist die Legierung. Kann aus einer kleinen Werkstätte kommen.
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Das Beste zu Schluss! Paris 1740? 950 Silber

Beitrag von nux »

AndreZ hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 13:03 928er Silbergehalt.
Er meinte noch, heute sehr ungewöhnliche Mischung muss sehr alt sein.
na prima, besser als das was als (unterste) Basis zu vermuten stand. Und dann sollte man sich mit den Gegebenheiten in Genf im 18. Jh. befassen, denn da war nichts mit Lot als Maßeinheit; da wurde in 'deniers' und 'grains' gerechnet. Das kommt aus dem Münzwesen (Denarius) auch Frankreichs und ur-ur-alter Zeit .. [Gäste sehen keine Links] - oder [Gäste sehen keine Links]

Jedenfalls kann man es dort für die Stadt - wo der vermutete Silberschmied u.a. gearbeitet hat - so etwas nachlesen - bei L'orfèvrerie (runterscrollen) in der 'Genfer Enzyklopädie' [Gäste sehen keine Links] - mit Translator, dann Goldschmiedekunst [Gäste sehen keine Links]
Man hatte dort seit dem 15. Jh. den 'Pariser Standard' von 958/1000 Teilen übernommen und erst mit Ende des Ancien Régime parallel dann drei neue Standards (1. 2. und 3.) (titres) eingeführt - mit Feingehalten von 916, 833 und 750 entsprechend 11, 10 und 9 deniers. Könnte mir vorstellen, dass es da bei den Vorschriften Toleranzen hinsichtlich Abweichungen nach oben und unten gegeben hat

Bsp. - weil @Silberfranky auch die Hexasymmetrie schon angesprochen hatte - da ein Teller / Platte, die Angabe mit XI deniers, ca. 916/1000 Teilen Silber Feingehalt [Gäste sehen keine Links] - dazu an gleicher Stelle noch das Stück [Gäste sehen keine Links]
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Beitrag von AnnetteK »

Es ist immer schön, wenn nicht nur was angefragt wird, sondern später noch Berichte kommen, wie es mit den Sachen weiter ging.
Also ist doch jede Menge Silber im Teller.

Mich hatte weiter die Frage umgetrieben warum dieser Teller so unpfleglich behandelt wurde. Da bin ich natürlich zu keinem Ergebnis gekommen.
Aber ich möchte euch dieses schicke Portrait vom Großvater Edouard Martin (der, der den Teller gravieren liess) zeigen
[Gäste sehen keine Links]
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