Unbekannte Bodenmarke Leoparden-Porzellan-Skulptur
Forumsregeln
Damit wir dir bei der Bestimmung deines Porzellans bestmöglich helfen können, beachte bitte folgende Regeln:
Bilder des gesamten Objekts: Stelle gute Bilder des gesamten Porzellanobjekts zur Verfügung.
Makroaufnahmen von Stempeln und Signaturen: Fotografiere alle Markierungen als Makroaufnahme einzeln, damit die Details gut erkennbar sind.
Stempel unter der Glasur? Gib an, ob sich die Stempel unter der Glasur befinden.
Informationen zur Herkunft und Historie: Teile alle vorhandenen Informationen zur Herkunft und Historie des Stücks mit. Gib möglichst die Abmessungen mit an.
So können wir uns ein umfassendes Bild von deinem Porzellanobjekt machen und dir die bestmögliche Unterstützung bieten.
- Stephan.Ansorge Offline
- Neuling
- Beiträge: 1
- Registriert:Dienstag 29. Juli 2025, 10:12
- Reputation: 0
Unbekannte Bodenmarke Leoparden-Porzellan-Skulptur
auf Umwegen hat diese imposante Porzellan-Skulptur ihren Weg zu mir gefunden und ich bitte um Eure Hilfe, bei der Zuordnung folgender Bodenmarke. Es müsste wohl die Bodenmarke der Porzellanmalerei Sontag & Söhne, Geiersthal sein. Finde aber nirgendswo diese Bodenmarke und würde die Skulptur gerne zeitlich eingrenzen können.
Die Skulptur hat die Maße:
H: 28 Zentimeter
B: 39 Zentimeter
- Sartre99 Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 3935
- Registriert:Donnerstag 16. Januar 2020, 19:15
- Reputation: 5410
Unbekannte Bodenmarke Leoparden-Porzellan-Skulptur
interessante Marke, so mir unbekannt. Vielleicht mal vorneweg zu der Geschichte der "Porzellanmalerei", hier sehr ausführlich und sehr gut recherchiert: [Gäste sehen keine Links]
Dann hier mal Marken die kurz vor dem Konkurs verwendet wurden: [Gäste sehen keine Links]
Und hier aus dem Adressbuch der keramischen Industrie von 1902 (Nummer 26) : [Gäste sehen keine Links]
Und hier ein wohl identischer Leopard, interessant das die Weißware wohl nicht aus Tettau oder Frauenreuth sondern aus Sitzendorf kommt: [Gäste sehen keine Links]
Würde daher denken, Marke könnte um 1920 verwendet worden sein. Beweisen kann ich es leider bisher nicht.
Lieben Gruß
-
- nux Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 17756
- Registriert:Montag 2. Juli 2018, 20:39
- Reputation: 28895
Unbekannte Bodenmarke Leoparden-Porzellan-Skulptur
so kenne ich die Marke auch nicht bzw. schon, nur ohne die Schrift - also so (uraltes Relikt, mal abgezeichnet)
im Lichte-Artikel ist massig viel Geschichte zu 'den Sontags', aber es bleiben auch Lücken und Annahmen, die Unternehmen betreffend. Die eine Bodenmarke mit dem Wappenschild in der Sonne und GERMANIA (die im Adressbuch 1902, auch 1906 noch) wurde im Warenzeichenblatt 1898 (Klasse 29, S. 630) so für die Porzellanmalerei Geiersthal eingetragen [Gäste sehen keine Links]
In dem Artikel ist auch fraglich, wer die Porzellanmalerei nach dem Tod von Eduard Sontag weiter betrieb, das geht da auch noch nicht draus hervor, da müsste man in andere Quellen gucken. Davor scheint es noch Malermarken gegeben zu haben, aber nicht gesichert (wie Fische ohne Flossen oder Schlangen oder ??)
1908 im Warenzeichenblatt wird vermerkt, dass diese Marke, welche 1905 nochmal verlängert worden zu sein scheint, gelöscht ist.
In 1911 gibt es einen Hinweis auf beides & eine weitere Veränderung in der Zeitschrift 'Keramische Rundschau' - "Geiersthal. Sontag & Söhne, Porzellanmalerei. Die Firma ist nach dem Tode des bisherigen Inhabers, Kommerzienrat Eduard Meisel , auf Fräulein Margarete Meisel in Geiersthal übergegangen. Dem Kaufmann Emil Ebel in Geiersthal ist Prokura erteilt worden."
d.h. ich nehme an, dass es dieses g über dem gestürzten T (oder was auch immer das ist) seit 1908 oder 1911 gab. Wie lange - ?? eine Quelle nennt 1919.
Dieses in dieser Form beibehaltene teilende T findet sich dann ja auch im Kreis mit dem halben Geier oben sowie S&S und 1812 in der später bekannten Marke. Ab wann genau es wiederum die gab - denke 1918, spätestens 1921, da in der Zeitschrift 'Deutsche Kunst und Dekoration" 1921 eben schon auf von S&S handbemalte Porzellane nach Entwürfen von Prof. Buhe zu den Mustermessen in Leipzig aufmerksam gemacht wird. Und Arbeiten von/mit ihm die Geiermarke schon haben.
Röntgen übrigens nennt für den lediglich 1900-1919, was ich von vorn bis hinten nicht glauben mag.
Bleibt auch bei dem Leo erstmal nur 'wohl nach 1908/11'; da die hier gezeigte Marke weder verzeichnet zu sein scheint, noch Eckdaten bekannt und ob sie in dieser Form ggf. auch noch parallel zur 'neuen' mit Geier weiterlief. Ich würde aber erstmal vor 1920 annehmen wolle,.
Aber auch: die, die ich oben gezeigt habe, ist allein schon so bannig selten und kennt eh kaum einer, so dass man im Gegenzug außerdem praktisch kaum mal Stücke damit auftun kann. D.h. nur in einem kurzen Zeitraum verwendet und vllt. 1914-18 eh nur wenig gemacht könnte dazu passen. D.h. erstmal sollte man man besser auch die Herkunft der Großkatze einordnen können.
könnte da auch noch eine andere, versteckte sein? immer auch den ganzen Boden zeigen (sanft in ein Kissen betten das Tierchen) und mit den Fingern überall lang, ob irgendwo was eingepresst ist. Und alles am Sockel absuchen, ob es ev. eine wenn auch schwach eingeritzte Künstlersignatur gibt. Und bitte auch von der anderen Seite dazu zeigen; vor neutralem Hintergrund wäre sehr wünschenswert.
schon nicht schlecht, der hat auch eine Pfote hoch und Felsen - aber den Schwanz auf der anderen Seite und auch noch eine Pflanze...
Gruß
nux
- Sartre99 Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 3935
- Registriert:Donnerstag 16. Januar 2020, 19:15
- Reputation: 5410
Unbekannte Bodenmarke Leoparden-Porzellan-Skulptur
Hm hast Recht, war schon bei diesen Bildvergleichen"finde den Fehler" immer schlecht
Das soll ein G sein? Ist dann aber falsch rum hier bei dem Tierchen. Habe bisher auch kein anderes Tierchen gefunden was Sonntag & Söhne zugeordnet wird.
-
- nux Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 17756
- Registriert:Montag 2. Juli 2018, 20:39
- Reputation: 28895
Unbekannte Bodenmarke Leoparden-Porzellan-Skulptur
ok, ich nahm/nehme halt an, es soll ein G/g für Geiersthal darstellen. Eine 9 ist es ja wohl nicht, vllt. hab ich es mir so bloß assoziativ gemerkt, das Ding darunter wie ein Tal-Einschnitt. Hab das bisher auch nur zweimal überhaupt je gesehen, einmal auf einer Art Schale und eine Abbildung - aber erklärt irgendwo hatte ich das doch auch nicht. Und kann auch sein unter unbekannt oder nicht genannt gibt es mehr Stücke, aber ... ja eben
aber wieso falsch herum? das Foto 'liegt' für meine Begriffe - schau Dir nochmal die mit dem Vogel an, da ist dann das Y oder Tal oder so ja auch 'drin'
Man kann aber auch den Eindruck bekommen, dass es (irgendeine ? seitenverkehrte? geänderte? Entwurf anders interpretierte?) Version der Sitzendorf-Figur sein könnte; die Ähnlichkeiten sind eher größer als die Unterschiede [Gäste sehen keine Links]
Hab mir gestern noch x Miezis mit andere Stichworten (Panther, Gepard etc.) und vor allem auch unbemalte angesehen ... nix
aber auch die Nähe zu A. Storch ist ja vorhanden (Schwanz länger, Pfote unten, keine Felsen) - von 1920 [Gäste sehen keine Links]
insofern ist es quasi die gleiche Fragestellung wie vor, also ob es eine Vorversion oder Variante sein könnte - ich hoffe wirklich noch auf eine Prägung; glaub aber inzwischen weniger dran (hätte ein Auktionshaus sehen müssen, oder? ) oder auch: gab es einen möglichen Zusammenhang Schwarzburger W. und Sitzendorf? Formen oder Künstler?
ach so ja warum - nehme mal an, Katzilein war schonmal in einer Auktion, 2019 ist sie (oder eine solche) da zu sehen
[Gäste sehen keine Links]
- Vergleichbare Themen
- Antworten
- Zugriffe
- Letzter Beitrag
-
-
- 3 Antworten
- 1024 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von porzellanmaus
-
-
-
- 1 Antworten
- 485 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Sartre99
-
-
-
- 10 Antworten
- 249 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von nux
-
-
-
- 2 Antworten
- 579 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Ilkertir
-
-
-
- 1 Antworten
- 519 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von nux
-
-
-
- 3 Antworten
- 1246 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von redfox
-