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Kennt jemand die Silbermarke"Fleischhauer"?
Verfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 19:35
von antikodrom
Hallo, bin neu hier,
stehe vor einem Rätsel mit diesem Beschauzeichen, finde null und nichts darüber im Netz..
Der Schöpflöffel ist gepuntzt mit 13 (also 13-lötiges Silber vor 1900 ???) und mit großen Buchstaben steht da FLEISCHHAUER ??
Viele Grüße an alle Interessierten
antikodrom
Verfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 20:43
von rup
Hallo auch, Fleischhauer wird der Silberschmied oder Juwelier sein, der die Kelle seinerzeit verkauft hat.
Grüße
rup
Verfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 21:55
von Jugendstiloscarwilde
Hallo Antikodrom,
dass es sich um das klassische Muster "Spaten" handelt, ist bekannt?
Die Punzierung "13" deutet auf eine Entstehung vor 1888 (Inkrafttreten des Reichsstempelgesetzes") hin.
Verfasst: Mittwoch 21. Mai 2008, 17:26
von antikodrom
Hallo, danke der Info, war mir bekannt, kann sie nun zumindest mit dem Alter genau zuordnen
Viele Grüße
antikodrom
Verfasst: Mittwoch 21. Mai 2008, 19:19
von antikodrom
Hallo, habe super Info bekommen,hier für Interessierte:
"Es ist eine Schöpfkelle aus 13lötigem Silber, also 812,5 / 1000 Teilen Feinsilber.
Der Herstellungszeitraum lässt sich ganz gut eingrenzen, weil keine Städepunze mehr gestempelt wurde.
Selbige hat man bis etwa 1884 im deutschsprachigen Raum (außer K&K) verwendet, dann gab es ab etwa 1886 die Krone und Halbmond + Tausendstelkennung für Silber (Reichssilber).
Ab 1. Januar 1888 trat das Gesetz in Kraft, also deine Kelle ca. 1884-1888 gefertigt.
Bei FLEISCHHAUER streiten sich die Gelehrten, es heisst es war ein Silberschmied aus Breslau, andere sagen Königsberg,...Ist egal, da er nicht berühmt war und wohl meist Gebrauchssilber gefertigt hat. Aber das ist relativ wertvoll, weil oft in Krisenzeiten eingeschmolzen.
Auf deinem Foto sieht es aus wie ein versilbertes Teil (Abrieb und gelbliche Stellen), doch das liegt bestimmt am Licht, wird eher Sulfid-Belag sein."
Viele Grüße
antikodrom