Seite 1 von 2
Zinnteller
Verfasst: Donnerstag 30. Juli 2026, 20:06
von redhornet
Habe folgendes Stück geerbt und habe keine weiteren Informationen dazu. Im Tellerrand sind Prägungen und eine Marke sichtbar. Wer kann den Teller räumlich und zeitlich einordnen?

- 20260719_154813.webp (1.85 MiB) 151 mal betrachtet

- 1000067957.webp (302.92 KiB) 151 mal betrachtet
Zinnteller
Verfasst: Donnerstag 30. Juli 2026, 20:33
von nostalgiker
Hi,
auch hier könnten Bild von Rückseite und die Größe von Bedeutung sein.
Gruß
Zinnteller
Verfasst: Donnerstag 30. Juli 2026, 21:04
von nux
Hallo,
der etwas schräg im Oval gesetzte Schlüssel deutet für mich eher nach Bremen als nach Stade, da stünde er eher ganz senkrecht gerade - aber gibt wohl da wie dort auch beides. Es gab eine Reihe von Zinngießern dort mit dem Nachnamen Meyer (Mayer), auch einen mit Namen Johann dabei [Gäste sehen keine Links] - und in Stade einen 'Mester' aber viel mehr hab ich selbst da nicht; das bleibt nur eine Anfangsidee.
Ob die alte Literaturquelle von Eva-Maria Eichel da was mehr bieten würde? Die bremischen Zinngießer, Veröffentl. aus dem Staatsarchiv der freien Hansestadt Bremen,Heft 7, Teil 11. Bremen 1931
in Kommentar dazu noch [Gäste sehen keine Links]
anderes Werk aus 1890 [Gäste sehen keine Links] - das ist aber digitalborstig und will man die 20 Zinngiesser (o.a. Einträge wie Goldschmiede) finden, sich besser das als PDF ziehen
Fängt an mit " IV . Die Kannengiesser , auch Schartgiesser*) genannt, konstituirten sich 1575 durch Vereinbarung über eine Amtsrolle von 1573, nachdem im letzterem Jahre der Verband der Kannengiesser der Hansestädte und der sechs Wendischen Städte, der fünfzehn zwischen Stettin und Bremen belegene Orte umfasste und alle sieben Jahre in Lübeck zur Beratung über gemeinsame Gewerksangelegenheiten zusammentrat, sich gebildet hatte . Einiges Nähere siehe in dem Aufsatze „Vom bremischen Zinngiesseramt " in den Mitteilungen des Gewerbemuseums, 1887, No. 5 und 6 ."
Im Hintze zur Stadt Stade ist auch nicht so die Masse, aber zum vergleichenden Ansehen dazu (rück-/vor-blättern) [Gäste sehen keine Links]
da weiß der @Zinnsammler hoffentlich mehr
Gruß
nux
Zinnteller
Verfasst: Donnerstag 30. Juli 2026, 21:10
von Pontikaki
Moin redhornet, und ja, Angaben zur Größe und Foto der Rückseite wären noch gut.
Beim Anblick des Wappens, fällt mir - als Bewohnerin des Speckgürtels von Bremen -
sofort der sogenannte "Bremer Schlüssel" aus dem Bremer Wappen auf. Der Schlüssel
ist der Himmelsschlüssel von Apostel Petrus und Petrus ist der Schutzpatron des Doms
zu Bremen:
[Gäste sehen keine Links]
Das Wenige was ich aus der Heraldig weiß, ist, daß Schlüssel in Wappen im Normalfall,
mit dem Ring (der Reide) meist nach oben und der Bart nach unten oder zur Seite weisen.
Und das ist das Besondere an dem Bremer Schlüssel - da ist's andersrum.
Interessant wäre es noch, zu wissen wo der Erblasser zuhause war - bzw. was Du über
ihn weißt.......
Edit: zwischenzeitlich hat nux auch schon geschreiben - ich lass meins stehen.
Zinnteller
Verfasst: Donnerstag 30. Juli 2026, 21:50
von Zinnsammler
Das ist die Zinnmarke des Johann Timmermann der 2.
Zinngießer in Bremen. Dort erwähnt bis 1765. Wofür jetzt aber das M steht, weiß ich nicht. Eventuell für TimmerMann.
Gruß
Zinnteller
Verfasst: Donnerstag 30. Juli 2026, 22:29
von nux
Zinnsammler hat geschrieben: ↑Donnerstag 30. Juli 2026, 21:50
Eventuell für TimmerMann
ah ja ... weil hatte das zwar überlegt wg. des BM wie optisch das IBM bei Johann BollMann - vgl.
[Gäste sehen keine Links] - aber war mir noch nichtmal bei dem so sicher ...
da halt ohne Marken der Eintrag bei Focke, dass es zwei dieses Namens gegeben haben müsste S. 216
[Gäste sehen keine Links]
Zinnteller
Verfasst: Dienstag 11. August 2026, 09:08
von redhornet
Zinnsammler hat geschrieben: ↑Donnerstag 30. Juli 2026, 21:50
Das ist die Zinnmarke des Johann Timmermann der 2.
Zinngießer in Bremen. Dort erwähnt bis 1765. Wofür jetzt aber das M steht, weiß ich nicht. Eventuell für
Timmer
Mann.
Gruß
Alles korrekt!

- 20260811_085906.webp (1.1 MiB) 65 mal betrachtet
Zinnteller
Verfasst: Dienstag 11. August 2026, 10:52
von nux
redhornet hat geschrieben: ↑Donnerstag 30. Juli 2026, 20:06
habe keine weiteren Informationen dazu.
redhornet hat geschrieben: ↑Dienstag 11. August 2026, 09:08
Alles korrekt!
sach ma' 
- das nennst Du 'keine weitere Info' und lässt hier alle nach Grundwasser graben?

wenn es alte Gutachten oder Rechnungen, selbst handschriftliche o.ä. gibt, dann sind die - natürlich - bei einer Objektvorstellung dazu zu zeigen. Falls Du das nicht machst/gemacht haben solltest 'um keine mögliche Beeinflussung...' oder so'n Kram: das gibt es so gut wie kaum bis eh gar nicht. Das ist so Fraß der Freizeit und Nagen an anderer Menschen Gutmütigkeit.
Was ist das: Sammlungs- oder Nachlassverzeichnis oder so ?