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Kerzenleuchter vom Flohmarkt. Hat sich als Tintenfass enttarnt

Verfasst: Dienstag 9. Februar 2016, 17:22
von Gast
Hallo,

es wäre sehr gut wenn @amnistia an Ihr Schreibtischset mit einem Magneten herangehen würde. Nur so läßt sich zweifelsfrei feststellen ob es sich um Eisenguss oder doch eher Bronce bzw. anverwandte Legierungen handelt.

Die schwäbischen Hüttenwerke in Wasseralfingen haben auch feine Sachen hergestellt - allerdings sind von der Hütte keine Tintenfässer in der Art bekannt.

Versilberung auf Eisen ist möglich - aber nur mit hohem Aufwand. :|

Kerzenleuchter vom Flohmarkt. Hat sich als Tintenfass enttarnt

Verfasst: Dienstag 9. Februar 2016, 19:10
von amnistia
Hallo die Gemeinde. Ein Magnet haftet und es hatte Rost nach dem Kontakt mit Wasser. Kann denke ich nur Eisen sein. Versilbert ist es definitiv. Die Versilberung blättert aber ab. der Georg

Kerzenleuchter vom Flohmarkt. Hat sich als Tintenfass enttarnt

Verfasst: Dienstag 9. Februar 2016, 19:44
von Pikki Mee
Moin,

@Georg & @lins: wie wäre es mit Fa. L. Meyer jun. & Co., Harzgerode? das ist nur 40 km von Halberstadt weg, wo die gezeigte Ofenplatte mit dem gleichen 'M im Stern' ja wohl herkommt (Ofenladen Halberstadt)... hier ein lot
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Hier auch die Bestätigung in einem PDF über 'Die Harzer Eisenhütte unterm Mägdesprung' :)
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Goldbronziert haben die jedenfalls gemacht...

Hier ein jüngeres Stück [Gäste sehen keine Links]

*Pikki*

Kerzenleuchter vom Flohmarkt. Hat sich als Tintenfass enttarnt

Verfasst: Dienstag 9. Februar 2016, 20:04
von Gast
amnistia hat geschrieben:Ein Magnet haftet und es hatte Rost nach dem Kontakt mit Wasser. Kann denke ich nur Eisen sein. Versilbert ist es definitiv. Die Versilberung blättert aber ab. der Georg
Hallo Georg,

bei abblätternder Schicht kann es sich keinesfalls um einen Versilberung handeln. Eher eine Vernickelung (Chrome kam erst in den 1920er Jahren auf) mit vielleicht späterer Versilberung.

Das müßte ein sachkundiger Mensch vor Ort überprüfen - Nickelschichten können wie Silber glänzen. Oder sogar ein Neusilber Überzug - der wurde gerne für dekorative Gegenstände verwendet weil zugleich ein guter Rostschutz mit dem Überzug verbunden war.

Und dank @Pikki wurde auch die Herstellerhütte gefunden: :D

Kerzenleuchter vom Flohmarkt. Hat sich als Tintenfass enttarnt

Verfasst: Dienstag 9. Februar 2016, 20:30
von Pikki Mee
... @3rd gardenman bei dem Jugenstil-Teil meines letzten Links (1905) steht >> Der floral und ornamental verzierte Korpus ist aus Eisen gegossen und anschließend verchromt worden. <<

???

*Pikki*

Kerzenleuchter vom Flohmarkt. Hat sich als Tintenfass enttarnt

Verfasst: Dienstag 9. Februar 2016, 20:56
von Gast
Hej Pikki,

dann irrt sich Dein Link mit der korrekten Beschreibung. Verchromungen gabs erst ab den 1920er Jahren überhaupt - und industriell wurden vorher Vernickelungen eingesetzt.

Vergleiche auch [Gäste sehen keine Links] - ich weiss das von meinem Verchromer aus Essen. Dessen Vater hat in den 1929er Jahren die Werkstatt eingerichtet fürs Verchromen - vorher haben die Leute immer nur vernickelt.

Eine gute und haltbare Verchromung erfordert viele Vorarbeiten und muss unbedingt mit ausreichend (vorherigen) Verkupferungen, darauf eine Vernickelung und DANN erst wird die Verchromung hauchdünn aufgebracht.

Chrome glänzt härter, bläulicher wie Nickel - und ist nicht so ganz hart. Daher durchaus mit kleinen Kratzerchen durch Gebrauch versehen.

Glänzende Metalloberflächenbehandlungen sind ein ganz eigenes Thema - ein steter Diskussionstoff im Oldtimerbereich, Antiquitätensammlern und Menschen die glänzende Oberflächen schätzen. ;-)

Kerzenleuchter vom Flohmarkt. Hat sich als Tintenfass enttarnt

Verfasst: Mittwoch 10. Februar 2016, 09:59
von amnistia
Pikki Mee hat geschrieben: Fa. L. Meyer jun. & Co., Harzgerode
ist definitiv der Hersteller. Danke für eure Muhe.