eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

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Kowaist
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eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

Beitrag von Kowaist » Mittwoch 6. März 2019, 20:30

Hallo,

habe mir aus Interesse und Gefallen eine wohl ältere, handbemalte Teedose? zugelegt.

Interessantes Stück, hat sich das jemand als Hausmalerei gemalt oder geübt? Sehr eigenwillig sind vier komplett unterschiedliche Sujets auf den vier Seiten. Malqualität ist ganz ordentlich, aber nicht auf Meissenniveau.
Am Boden sind zwei Ritzmarken zu finden.

Vom Gefühl her würde ich es ins 19. Jahrhundert packen wollen, hat jemand Ideen dazu?
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eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

Beitrag von Kowaist » Mittwoch 6. März 2019, 20:32

und noch der Boden...
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eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

Beitrag von gerümpel » Mittwoch 6. März 2019, 21:37

Gefällt mir außerordentlich, deine Dose! Wie groß ist das Stück?
Bin zwar kein Experte, aber aus dem Bauch würde ich sie eher in das 18. Jh. datieren. Und vielleicht nicht mal ans Ende.
Gruß Gerümpel

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eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

Beitrag von nux » Donnerstag 7. März 2019, 00:53

Hallo :slightly_smiling_face:

wollte nur vorab sagen - endlich mal jemand mit wunderschönen Tageslichtaufnahmen im Sonnenschein & auf grünem Gras - toll :grin:
das Stück kommt auch wunderbar 'rüber - so bisschen Chinoiserien eigentlich :upside_down_face:

Das ist bestimmt was für @rw :relaxed:

Gruß
nux

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eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

Beitrag von lins » Donnerstag 7. März 2019, 14:18

Hi zusammen,
wirklich entzückend, danke fürs Zeigen. :slightly_smiling_face:
Ich hab hier zwei ähnliche Tea Caddies gefunden
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Die Unterseite des zweiten zeigt auch, dass sie wie Deine "gebaut" ist. Alledings hat die "Kehlen" an den Kanten.
Nicht belegt, aber da steht beide Male "Paris" bzw. "Old Paris" dabei.
Allerdings haben die auch beide einen Stöpsel, möglichweise fehlt der bei Dir.
Grüße
Lins

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Beitrag von nux » Donnerstag 7. März 2019, 16:12

lins hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 14:18
Lins
hi :slightly_smiling_face: - hast Du Dich auch schon mit den Ritzmarken befasst? bzw. mit der Schrift? wie alt mag die sein? und woher?

Denn - ich lese (dem Schriftzug folgend) N . 6 oder No 6 (o dabei hochgestellt) (also so wie Nummer 6 ev.?) und entsprechend M (W glaub ich nicht). Diese Sachen mit den Nummern - schon gesehen, aber - hm.

Die Sache mit der Form (bei Teedosen) ist die eine - mit so abgeschrägten Ecken ist für DE eher unüblich - die sind rechteckig oder haben dazu abgerundete Schultern oder sind rund bzw. anders gestaltet. Zu Porcelaine de Paris aus dem 19. Jh. passt nach nach Betrachten so einiger Vergleichsstücke die Bemalung aber m.E. erst noch nicht so recht - da sind fast immer farblich abgesetzte Kartuschen zu sehen.

@lins hat da schon Beispiele gebracht, denn die Form und die Halsvergoldung - tja. Aber auch: ruft man sich solcherart Sachen französisch auf - dann sind das nicht unbedingt Teedosen - sondern eher flacons de toilette / de parfum

nur wegen der Form ein einzelnes Teil Gäste sehen keine Links

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lins
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eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

Beitrag von lins » Donnerstag 7. März 2019, 17:47

nux hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 16:12
hast Du Dich auch schon mit den Ritzmarken befasst?
Ja, aber ohne Resultate. Ich kann nur bestätigen, was Du auch geschrieben hast. N° 6 und ein "M".
Das "M" allerdings nicht aus der Richtung gelesen, die das Foto vorgibt, sondern 180° gedreht.
M.jpg
Das ist die Schreibrichtung gewesen. Aber das hast Du sicher auch so gesehen und gemeint.
Ob Teedose oder Flacon, da steht die Größenangabe noch aus, oder das wird schludrig benamst.
Grüße
Lins

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eigenwillige handbemalte Teedose unbekannter Herkunft

Beitrag von nux » Donnerstag 7. März 2019, 19:43

lins hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 17:47
N° 6 und ein "M".
Das "M" allerdings nicht aus der Richtung gelesen, die das Foto vorgibt, sondern 180° gedreht.
ja, genau :slightly_smiling_face:

und ohne Größe mach ich auch nicht weiter, da ich nicht schätzen kann, wie kurz das Gras gemäht ist :)

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Beitrag von gerümpel » Donnerstag 7. März 2019, 22:22

Ja, scheint eher ein französisches Louis XVI Parfümfläschchen zu sein, oder?
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Gruß Gerümpel

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Beitrag von Kowaist » Freitag 8. März 2019, 20:06

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die schönen Antworten, war unterwegs die letzten Tage.

Die Dose ist 12 cm hoch mit Bodenfläche 6.5x6.5 cm. Das Stöpselloch ist 2,6 cm und es sieht mir sogar passend ausgeschliffen aus für einen Porzellan oder Korkstopfen. Inhalt ca ein Viertel Liter...

Die Goldranken sind übrigens mit plastischer Goldfarbe gehöht...

Da das Gold oben so abgenudelt ist, auf der Dose aber perfekt, glaube ich dass sie lange Zeit als Vase verwendet wurde (innen war sie schwarz genug)

Die beiden Paris? Dosen sind stilitisch schon sehr ähnlich. Und die im frz Link erst...

Für einen Flacon spräche der gute Schliff innen für den Stopfen. Hat man damals dann das Parfüm mit einer Pipette entnommen? Der französische Link überzeugt mich, ich werde sie in Zukunft nur noch Flakon nennen...
Vom Gefühl und Farbe der Porzellanqualität würde ich 19. Jahrhundert sagen, für 18. Jhdt ist sie zu gut und für 20. Jhdt zu handwerklich...

Grüße
Harald

PS: da es sonnig war, als das Paket kam, habe ich es im Garten ausgepackt.. Auf Gras ist es auch sicher, Porzellan auszupacken...
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