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Malerei von Deck? Bach? Beck?

Verfasst: Donnerstag 13. April 2023, 12:36
von Pontikaki
Schon wieder Aprilwetter - Garten issnich, also rumgekramt und eine Pappröhre mit 3 Bildwerken ausgebuddelt.
Gleich beim ersten läßt sich für mich die Signatur (Bleistift) nich entschlüßeln - was lest ihr?
Bezeichnet ist es als "Berglandschaft" und dann iss da noch ne Zahlenkombination: 92 12 13 4 (glaub ich zu lesen).
Das Bild ist klein: 26 x 20 cm
Sehr raues, faseriges Papier, zumindest auf der Oberseite - die Rückseite (läßt sich nur an einer Ecke vom Papiergrund
abheben) ist glatt und Farbe ist ein bisschen durchgesuppt. Foto 9
Könnte es sein, daß diese vielen Fasern in der Malfarbe vermischt sind? Was isses: Acryl, Wasserfarbe, irgendne Mischtechnik?
Tja, wer könnte der Maler sein und wann könnte es entstanden sein?
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Malerei von Deck? Bach? Beck?

Verfasst: Donnerstag 13. April 2023, 12:38
von Pontikaki
Noch:
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Malerei von Deck? Bach? Beck?

Verfasst: Donnerstag 20. April 2023, 11:07
von Pontikaki
Inzwischen kann ich das "Rätsel" der Signatur lösen = es wurde signiert von Otto Beck.

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Ich hatte noch weiter geforscht und dann beim Dorotheum und auch in der Bucht einen "Maler Beck" in Österreich gefunden.
Ich hab ihm einfach Fotos gemailt und die Urheberschaft angefragt und die Antwort bekommen:
"Sehr verehrte Frau Ongyert,
mit großer Freude sehe ich eine Arbeit aus dem Jahr 1992 wieder. Sie dürfte über die Galerei Jeroch (seinerzeit in Isernagen)
verkauft worden sein.
Dass Sie keinerlei Ähnlichkeiten erkennen mit meinen heutigen Arbeiten, sollte mich bestätigen, nämlich dass ich mich
weiterentwickelt habe. Ich hoffe für mich, dass die Qualitäten in ihrem Blatt auch heute noch - und eben angereichert durch
Erfahrung - auch in meinen jetzigen Arbeiten sind.
Jedenfalls war es eine schöne Zeit bei der Galerie Jeroch, welche fest an mich geglaubt hat.
Ich male nach wie vor täglich mit größtem Impetus und - bei Gelingen - mit größtem Vergnügen.
Das Bild ist mit Acrylfarben gemalt, eventuell, wie ich es immer mal mache, mit Ölfarbe stellenweise hineingemalt.
Acrylfarben deshalb, weil ich sehr lange und in vielen Schichten male, da würden sich Aquarellfarben oder Gouachefarben ablösen.
Die grausliche Rückseite kommt von der Methode des Aufklebens des Papiers zum Planhalten.
Kollegen machen das mit Eiklar, ich mit Tapetenkleister zusammen mit etwas Acrylkleber.
Während des sehr flüssigen Farbauftrages wirft sich das Papier dann nicht und trocknet ganz plan.
Danach kann man das Papier sehr leicht von der Glasplatte (auch Kunststoffplatte) ablösen.
In letzter Zeit ziehe ich das Papier wieder lieber fix auf eine Holzplatte (MDF Platte) auf, wo es dann eben bleibt, diese Bilder
müssen dann allerdings wie ein klassisches Tafelbild mit oder ohne Glas gerahmt werden.
Wenn Fasern in der Malschicht (eines Bildes auf Papier) zu sehen sind, dann eher zufällig, weil ich gleichzeitig an großen Bildern mit
den gleichen Farben male, und dort oft, um die Pastosität zu steigern, tatsächlich Holzmehl hineinmische.
Wenn Sie erlauben, werde ich Sie über künftige Ausstellungen informieren.
Die Arbeit bei Ihnen werde ich in mein Werkverzeichnis aufnehmen.
Herzlichst Ihr Otto Beck".
Hab mich sehr über die Antwort gefreut und das Bild bekommt jetzt nen passenden Rahmen & Platz.