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Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Montag 31. August 2026, 23:22
von Ohiticawin
Ich habe hier ein buntes Konvolut von versilberten oder
Silberbesteck liegen, das ich loswerden möchte. Aber der Messi in mir möchte am Liebsten dass jedes Stück einen schönen neuen Platz bekommt.
Ich habe mal sortiert und hier meine ersten 8 Stücke:
Sie alle scheinen dieselben Punzen zu haben, ich werde aber morgen nochmal bei Tageslicht fotografieren

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- Punze 12.webp (73.23 KiB) 125 mal betrachtet

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Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Montag 31. August 2026, 23:23
von Ohiticawin

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Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Montag 31. August 2026, 23:25
von Ohiticawin
Die letzten beiden Punzen befinden sich nur auf den Gabeln
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 00:48
von nux
Hallo,
das ist alles französischen Ursprungs, versilbert (oder gewesen jedenfalls, so genau kann man das nicht erkennen) - kenntlich an dem Metal Blanc = Weißmetall wie Neusilber oder Alpacca sowie quadratische Herstellerpunzen. Bei CC mit Waage für Christofle ist das etwas rechteckiger, aber die durften das; 84er Silberauflage, etwas weniger als die in DE gängige 90er Versilberung. Das Besteckmuster heißt Baguette. Rest kann man dann später genauer nachsehen.
Fotos: bitte je ein Teil von denen mit verschiedenen Punzen vorn und hinten einmal ganz. Und dazwischen eben die zugehörigen Punzen groß. Ganz gut auch immer wenn zusätzlich selbst abgelesen wird, was erkennbar ist und hier dazu geschrieben. Normalerweise wären das auch zwei Themen, aber lasse'mer jetzt mal so - den Stempel mit gekreuzter Gabel und Löffel hab ich auch schon gesehen, hat aber mehr als einer verwendet, da braucht es Details wie die Buchstaben da drin. Wenn das AL und unten ein Stern wäre: A. Lejeune, oben die Zahl bräuchte es aber auch.
Evtl. auch mal etwas mit eine Wattestäbchen ausputzen und verschiedene Blickrichtungen machen. Und draußen fotografieren empfohlen
Gruß
nux
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 12:26
von Ohiticawin
Also ich habe jetzt Fotos bei Tageslicht gemacht, und fange mit den Löffeln an: Sie haben hinten zwei Punzen (1,2) und vorne eine (3)

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Löffel Punze 1 (hinten links)
ich sehe eine Waage mit 4 Sternen oben, rechts und links ein C, wobei das rechte C einen Ansatz zum G hat, aber ich sehe eher ein C. In der Mitte eine 84

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Löffel Punze 2 (hinten rechts)
Ich sehe eine 94

- Löffel hinten Punze 2.webp (12.53 KiB) 83 mal betrachtet
Löffel von vorne

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Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 12:32
von Ohiticawin
Löffel Punze 3 (vorne am Rand)
Ich sehe METAL BLANC

- Lffel Punze 3.webp (35.78 KiB) 79 mal betrachtet
Gabel von vorne:

- Gabel vorne.webp (139.52 KiB) 79 mal betrachtet
Gabel Punze 1 (vorne links)
Ich sehe METAL BLANC

- Gabel Punze 1.webp (12.1 KiB) 79 mal betrachtet
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 12:36
von Ohiticawin
Gabel Punze 2 (vorne rechts)
Ich sehe gekreuztes Besteck (nach links eine Gabel und nach rechts ein Löffel) , oben eine 15 und unten ein Stern. Links ein A und rechts ein L

- Gabel Punze 2.webp (37.86 KiB) 79 mal betrachtet
Gabel von hinten

- Gabel hinten.webp (115.98 KiB) 79 mal betrachtet
Die beiden Punzen hinten entsprechen den beiden Punzen beim Löffel hinten
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 12:41
von Ohiticawin
Ich möchte natürlich so viel wie möglich über die Herkunft wissen und was genau die Punzen bedeuten.
Frankreich macht auf jeden Fall insoweit Sinn, da das Besteck von einer alten Französin stammt.
Außerdem möchte ich wissen, ob es Menschen gibt, die sowas heute noch haben wollen und wenn ja, wo ich sie finde. (bei ebay bin ich aktiv, aber ich weiß nicht ob das die richtige Plattform wäre)
Ach ja, macht es Sinn mir ein Silberputztuch zu kaufen? Also nicht von der Geldausgabe her, sondern um dieses Besteck aufzuhübschen.
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 13:29
von nux
da sieht man mal wieder

- ja sehr gut gemacht mit den Fotos und so beschrieben natürlich dann auch verständlich - und viel besser zu kommentieren.
Hersteller aller Teile also die Fa. Charles Christofle, Paris, Frankreich. Sein Symbol die Waage, darüber 4 Sterne und seine Initialen CC. Die An- oder Abwesenheit einer Biene unten in dem Stempel hilft auch beim Datieren (hier ist keine, nach 1862 also) aber es ist auch eine Jahreszahl im Quadrat drauf - die 94 für 1894 produziert.
da nur zwei Bsp. zum Angucken der Marke, der Artikel an sich ist inhaltlich nicht mehr so ganz aktuell
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Versilbert mit 84er Auflage (also 84 Gramm Silber auf 12 Gabeln + 12 Löffel als sein Standard) - macht also ca. 3 1/2 g auf jedem Teil aus Neusilber als Basismetall galvanisch aufgebracht. Bei Christofle heißt diese Form als Modell dann Fidelio
Auf der Gabel das zusätzliche Quadrat von A. Lejeune, Paris - da mit als Zeichnung abgebildet
[Gäste sehen keine Links] - d.h. die waren in dem Fall nur der Verkäufer, haben das Besteck zugekauft. Die 15 oben drin kann ich nicht sicher interpretieren; vllt. weiß dazu noch jemand anderes hier mehr. Mir auch nicht ganz klar - weil es einen Zusammenhang mir dem Hersteller Ravinet gab/gibt - warum bei CC eingekauft.
Die Versilberung ist aber nicht mehr vollständig da und daher waren solche Fotos wichtig, dabei kann man das sehen: mittig hinten an der Laffe des Löffels dieser ovale dunklere Fleck: da ist das Silber weg. Dort wo der Löffel also auflag/abgelegt wurde und auch vorne an der Kante. Bei der Gabel ist dieser Abrieb an den Zinken noch viel stärker - überall wo das eher gelblicher als silbrig aussieht, ist das Silber ab. Mit so etwas sollte man nicht mehr unbedingt essen.
Und ob sich eine Neuversilberung bei einem solchen ehemaligen Massenartikel lohnen würde - sollte der-/diejenige entscheiden, der das vllt. hat und mehr zum benutzen bräuchte. Als so ganz echte Sammlerstücke würde ich das nicht ansehen. Gehandelt wird es trotzdem, entweder shabby als Deko oder wie vor. Denn: so teuer ist Neuversilbern im Verhältnis nicht, wenn man sich Neupreise ansieht
[Gäste sehen keine Links] - und ja, das wird immer noch hergestellt. (
Lohnt aber wenn mehr nur für einen selber, nicht zum VK außer bei (generell) seltenen, teuren Designersachen.). Man kann mit einem Putztüchlein bestimmt noch etwas von den Anlauffarben wieder entfernen, das blanker machen, aber ob es die VK-Chancen stark verbessert, weiß nicht - das ist immer so ein kann-kann nicht, wenn einer die Patina, den Fundzustand will und nicht extra aufgehübscht sind die Interessenten schon wech. Kann da wirklich nicht zu- oder abraten, außer: mit jedem Putzen geht auch noch mehr Silber ab.
Und: erwarte Dir in dem Zustand (Abrieb u.a. mit Beulen z.B.) trotz antik wenn keine enormen monetären Höhenflüge, denn in FR gibt es noch alte / gebrauchte gute Sachen zu solchen Angeboten (Verkäufe wenn für wie viel kannst Du angemeldet selbst ansehen)
[Gäste sehen keine Links] - das ist klar immer noch mehr als die paar weniger €uronen, die man im GiG-Land Deutschland für versilberte Bestecke i.A. bereit ist zu bezahlen - so 'nur DE'
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kannst/solltest Dich jetzt mit der Info was es ist und wie es heißt genauer umsehen können wo & was sich da preislich so tut
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 14:01
von marker
Guten Tag, sind das alles Tafelgrössen (oder habe ich da 'ne Längenangabe übersehen) ? Lejeune wurde 1882 von Ravinet aufgekauft, d'Enferet kam erst 1891 dazu, nachdem Ravinet vorher einen grossen Versilberungsbetrieb in Mouroux gegründet hatte. Gut möglich, dass man trotzdem die Teile weiter auch unter den alten Marken vertrieb. Und ebenso gut möglich, wenn nicht sogar eher wahrscheinlich, dass man die unversilberte Rohware - evtl. sogar zum grösseren Teil - von anderen bezog. An Christofle ist da zu denken, denn die Firma war ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer der grössten europäischen Lieferanten dieser Art, übrigens auch an Firmen ausserhalb Frankreiehs (etwa Deutschland). Gruss marker
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 14:11
von gudrund
Ein Flohmarkthändler hat mir erzählt, dass jetzt überall Ankäufer auf den Flohmärkten auftauchen, die Versilbertes aufkaufen, um es einschmelzen zu lassen und das Silber zu gewinnen.........
früher eher ungewöhnlich weil nicht lohnend.............aber wir wissen es ja seit dem Thread: "Das Silber ist des Silbers Feind"......
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 15:12
von nux
marker hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 14:01Lejeune
ja - hatte vorhin schon noch die historischen Anzeigen verlinken wollen, nur zu wenig Zeit übrig
weil da eben in der Marke auch die 84 drin ist - A. Lejeune mit dem Hinweis, dass er der Nachfolger des 1845 gegründeten Unternehmens von E.Tonnellier war aus 1878
[Gäste sehen keine Links] - und hier mit der 15 für eine Auflage eben möglicherweise 'kleine' oder 'günstige' Teile?
dort 1888 - L. Ravinet mit dem Hinweis auf das 'Ancienne Maison Lejeune'
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und dort mit auf der Seite, nicht datiert aber wird nach 1890 sein eine Annonce, wo ganz klein die gekreuzten Teile-Marke von Lejeune neben dem Kleeblatt von RD auch noch zu erkennen ist
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Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 17:18
von Ohiticawin
Wow, ihr seid toll. So viele Informationen und auch danke für die Links. Nux, dein erster Link zeigt die Punze mit der Waage und dass diese Punze 1844-1862 vergeben wurde, oder verstehe ich das falsch? Denn du schreibst die 94 wäre dann die Jahresangabe von 1894.
Ja, dass da nicht viel Geld drinsteckt, dachte ich mir schon, schade, dass es da auch keinen Sammelwert gibt und die Teile dann, wie Gudrun sagt, eh nur eingeschmolzen werden. Das kann ich auch selbst tun.
Längenangabe der Gabeln: knapp 21 cm, die Löffel sind noch ein paar mm kürzer
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 17:57
von Pontikaki
gudrund hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 14:11
...die Versilbertes aufkaufen, um es einschmelzen zu lassen und das Silber zu gewinnen.........
Ja, bei den aktuellen Silberpreisen lohnt sich das Recycling. Allerdings werden die Bestecke nicht
komplett eingeschmolzen, da die Silberschicht ja nur hauchdünn ist.
Würde man alles zusammen einschmelzen, bekäme man eine extrem minderwertige Legierung, aus
der sich das Silber nur mit gigantischem Energieaufwand wieder trennen ließe.
Die Scheideanstalten wenden in der Regel ein chemisch/galvanisches Verfahren für die
Rückgewinnung an:
Zuerst die chemische Entsilberung. Dazu wird das Besteck in ein Säurebad (meist konzentrierte
Schwefelsäure oder Salpetersäure) gelegt. Die Säure greift gezielt die äußere Silberschicht an und
löst das Silber von der Oberfläche ab, während das unedle Trägermetall im Kern weitgehend
unberührt bleibt. Das nun in der Säure gelöste Silber (als Silbernitrat-Lösung) wird über eine
Elektrolyse (galvanisch) oder durch gezielte chemische Fällungsprozesse (z. B. mit Kupfer)
wieder als reines, elementares Silberpulver abgeschieden.
Erst das so isolierte, fast reine Silberpulver wird dann am Ende zu reinen Silberbarren oder
Silbergranulat geschmolzen.
Ohiticawin hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 17:18
Das kann ich auch selbst tun.
Es lohnt sich also für Dich nich, so'n Schneidbrenner zu kaufen und Omas Teelöffel einzuschmelzen...

Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 18:06
von nostalgiker
Hallo,
Pontikaki hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 17:57
....bekäme man eine extrem minderwertige Legierung, aus
der sich das Silber nur mit gigantischem Energieaufwand wieder trennen ließe....
vielen Dank, (wieder was dazugelernt
Gruß Stefan
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 18:12
von gudrund
Oh ja, ich auch. Ich habe noch nie so eine Scheideanstalt gesehen.......
Ich habe hier so einen Kerzenleuchter, wo der (fette) Kern aus irgendwelchem Kunststoff ist, außen Versilberung. Heißt das dann, das man die Versilberung eher nicht abbekommt zu Silber?
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 18:14
von Ohiticawin
Pontikaki hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 17:57
Es lohnt sich also für Dich nich, so'n Schneidbrenner zu kaufen und Omas Teelöffel einzuschmelzen...
Haha, naja, ich dachte da eher daran es selbst zur Scheideanstalt zu bringen.

Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 18:55
von Pontikaki
gudrund hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 18:12
die Versilberung eher nicht abbekommt zu Silber?
Janee, Du kriegst das nicht hin. Aber moderne Edelmetallankäufer nutzen zur Einschätzung
des Wertes Röntgenfluoreszenzanalyse-Geräte (RFA-Spektrometer).
Die Röntgenstrahlung dringt aber nur wenige Mikrometer tief in das Material ein. Das Gerät misst
daher primär die rein silberne Oberfläche, erkennt aber über die Software das darunterliegende
Trägermaterial (meist Messing, Kupfer oder Alpaka). Ein versierter Ankäufer kann dann mit seiner
Erfahrung abschätzen wieviel Gramm Silber angerechnet werden können.
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 19:01
von gudrund
Danke!
Unten ist der Überzug etwas ab, und es ist ein weißer Kunststoff drunter (muss ich mal fotografieren bei Gelegenheit). Wollte ich auch nicht selber machen, nur ob das dann überhaupt zu trennen geht....weil sich der Kunststoff ev. in eine klebrige Sauerei verwandelt mit Säure.......
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 19:12
von nux
Ohiticawin hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 17:18
erster Link zeigt die Punze mit der Waage und dass diese Punze 1844-1862 vergeben wurde, oder verstehe ich das falsch? Denn du schreibst die 94 wäre dann die Jahresangabe von 1894.
das prob bei der Seite ist, dass die Angaben viel zu wenig differenziert und ausführlich sind, gibt dutzende Marken mehr, auch zu unterscheiden auf Tafelgerät und Bestecken außerdem noch.
Das ist irgendwann von irgendwem mal gemacht aber nie entsprechend neuerer Forschungen aktualisiert worden. Es gab auch 84er Versilberung noch nach 1862 und niedrigere wie 72 vorher - das war nur so ganz allgemein wie solche Christofle-Marken im 19. Jh. aussahen - mit und ohne Biene - generell nicht datierend oder: nehmt das da nicht alles für richtig. Da war mein comment zu wenig deutlich - aber ich wollte Dir da nicht etliche französische Seiten um die Öhrchen ... na Du weiß schon
... und ein Sammlerwert im klassischen Sinne - weiß nicht wie man drauf kommt oder warum womit das manchmal alles irgendwie in einen Pott geworfen wird, nur weil alt? das sind schlichte Essbestecke, Gebrauchsartikel, Massenerzeugnisse, keine Kunstwerke oder Kunsthandwerk, Handarbeit oder was von namhaften Entwerfern, die Design- oder kunsthistorisch stilistisch von Bedeutung waren oder sind. Dazu noch angenagt ... mehr Sammlerwert haben inzwischen schon echt fast sinnfreie aber gewinnbringenkönnende Dinge wie
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Aber sie werden noch gehandelt, ganz normal als eben Christofle-Bestecke eines verbreiteten Modells, von antik bis jetzt. Man kann das stofflich verwerten, ja aber bei der kleinen Menge wenig sinnvoll, as-is verkaufen noch am Erfolg versprechendsten.
Die Welt verändert sich - es werden mehr Menschen, aber die Interessen verlagern sich irgendwohin zwischen noch mehr Konsum und reisen und Mode und Beauty und am anderen Ende zum Versuch anständig zu überleben bis weiter runter rutschend und keinerlei Ambitionen mehr außer vllt.einem Flohmarkt-Schnapper. Klassische Sammler wie man sie noch um 2000 hatte, sind am wegdiffundieren - einige Gebiete werden bleiben, ihre Liebhaber ob der Handwerkskunst dahinter behalten (wie Oldtimer, mechanische Uhren, dabei aber immer weniger Taschenuhren z.B., bestimmte Grafikformen, Schmuck etc.). Ein paar Menschen werden immer noch und weiterhin von Dingen selbst fasziniert sein um ihrer selbst willen, sie zu haben oder zu erforschen - aber in der Menge? klar sammeln, wenn man rumfragt scheint jeder irgendwas, aber eben was.
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 19:53
von gudrund
Alles stimmt, was Du sagst @nux , nur neulich sagten mir mehrere, dass Taschenuhren ganz groß im Kommen sind. Einer war ein Spezialauktionator von Uhren in einem CH-Auktionshaus..........als es einer bei K&K mitten in der Sendung dann auch noch sagte, wusste ich nicht, ob da nicht was dran war....können sich ja nicht abgesprochen haben????
Der Experte ist allerdings auch Schweizer, eine Verschwörung der Schweizer Uhrenindustrie zum Ankurbeln des Taschenuhrenmarktes? Oder um ihre eigene Sammlung gut verkaufen zu können?
Die Spielkarten allerdings erinnern mich an die Telefon-Karten-Sammler.......da lag neulich ein großer Ordner voll für ganz wenig Geld bei der Hausratsammelstelle...
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 20:29
von Ohiticawin
Ja Nux, da muss ich dir recht geben. So gesehen erscheint mir meine Frage nach Sammlerwert auch recht naiv. Das Besteck ist ja nicht einmal schön verziert oder gut erhalten. Ich selbst neige leider ein wenig zum Sammeln, aber nie mit einem echten Konzept oder genug Ausdauer. Meine Kinder haben damals Pokemon gesammelt, erst kürzlich war mein Sohn bei einem Besuch hier auf der Suche nach den Ordnern mit den Karten, die wir leider nicht gefunden haben. Auch das ist ein Grund, warum ich hier Ballast loswerden muss. Ich tue mich aber einfach extrem schwer Dinge wegzuschmeißen, oder jetzt solch altes Besteck einfach einzuschmelzen. Wenn ich daran denke, dass Menschen es vor 150 Jahren in der Hand hatten, bin ich schon etwas gerührt. Aber ich will auch nicht, dass meine Kinder hier irgendwann mal das Haus voller Krempel leer machen müssen. Deswegen will ich nur noch behalten, was ich entweder wirklich brauche, oder was mir in der Zombie-Apokalypse hilfreich sein könnte.

Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 21:51
von AnnetteK
Ohiticawin hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 20:29
in der Zombie-Apokalypse
Dafür musst du die Gabelzinken aber noch schärfen.
Ja und die Frage nach Sammlern ist auch in Ordnung, es werden die merkwürdigsten Sachen gesammelt, (vielleicht sogar Massenwarebesteck bei dem die Versilberung z.T. abgenutzt ist)
und überhaupt ist es immer gut Fragen zu stellen.
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Dienstag 1. September 2026, 22:58
von nux
Ohiticawin hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 20:29
Dinge wegzuschmeißen, oder jetzt solch altes Besteck einfach einzuschmelzen
muss nicht, weder noch - Verkauf für kleinstes Geld wenn es sein muss spende / verschenke, überantworte - übergebe die Verantwortung und auch Entscheidungen in andere Hände. Wenn nicht den eigenen Nachfahren - die frag vorher - dann an Fremde.
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Mittwoch 2. September 2026, 08:18
von Ohiticawin
nux hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 22:58
überantworte - übergebe die Verantwortung und auch Entscheidungen in andere Hände.
Ja, stimmt, ich muss nicht die Welt retten.
Normalerweise gehe ich so vor: Alles, wofür ich mehr als 20 Euro erwarte (damit sich der Stress auch lohnt) und verschickbar (nicht zu groß oder zerbrechlich ) ist, biete ich bei ebay an. Alles andere brachte ich bis vor Kurzem zu einem Sozialkaufhaus. Nachdem ich aber dort einmal drin war, und die Preise gesehen habe, stelle ich die Sachen bei schönem Wetter für ein paar Stunden vor die Tür.
Bei Ebay mache ich immer Sofortkauf im hohen Bereich und gehe dann jede Woche um 10% runter. Fällt der Preis unter 6 Euro, dann nehme ich die Sachen raus und verschenke sie.
Wenn ich weniger als 20 Euro erwarte, aber die Sache eher speziell und interessant für Sammler sein könnte, dann stelle ich sie trotzdem bei ebay ein und lasse sie auch drin bis unter 6 Euro. Zum Beispiel alte Maschinenbauhefte von meinem Vater aus der DDR. Die will ja der normale Mensch nicht haben und die hatte ich dann glaube ich für letztendlich 2 Euro bei ebay verkauft, da waere ich sogar auf versandkostenfrei runtergegangen, nur damit sie zu jemanden kommen, der sie auch wirklich haben will, andernfalls wären sie sicher schnell im Müll gelandet.
Bei versilberten Besteck steht dieser Strategie aber die Möglichkeit entgegen, dass sie ziemlich sicher einfach eingeschmolzen werden. Nachdem ich Mühe reingesteckt habe und CO2 durch das Verschicken verbraucht habe.
Aber du hast recht, da ist es am Besten die "Verantwortung abzugeben", viel Geld steckt ja in dem Einschmelzen lassen auch nicht drin, wenn ich das richtig verstanden habe.....
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Mittwoch 2. September 2026, 08:50
von nostalgiker
Hallo auch,
Ohiticawin hat geschrieben: ↑Dienstag 1. September 2026, 20:29
Auch das ist ein Grund, warum ich hier Ballast loswerden muss
schau mal, dann ist doch gerade dieses Teilbesteck ein sehr gutes Momentum , um 'Ballast" loszuwerden.
Jetzt nach dem Du ja weißt daß es mit irgendeinem Marktwert nicht soweit her ist, -kannste drehen und wenden wie Du willst- lohnt sich ein 'Festhalten' daran , auch ein Verkauf nicht.(für eine Verwertung über eine Scheideanstalt bzw Edelmetall-Ankäufer braucht's größere Mengen - das hier lohnt keineswegs den Weg, wenn die sich überhaupt mit den wenigen Teilen befassen?)
Alter hin oder her, daß ist kaputt/übermäßig abgenutzt, zudem kein sammelwürdiges Etwas und massenhaft verfügbar.
Wenn keine persönlichen Erinnerungen oder ähnliche Emotionen damit verbunden sind tät ich's bei Gelegenheit verschenken oder zB bei KA für Kleines (vlt Tausch gegen 4 Rollen Küchentücher) anbieten.
Im Übrigen hatte doch @nux sehr genau beschrieben und erklärt wie sich's damit verhällt.
Jedenfalls hast Du hier schon mal Abklären können, was damit los ist.
PS.: bin selbst Sammler und 'horte' regelrecht alles mögliche ABER bin mir stets bewußt wo die Grenze der Überfüllung / zum Messie-tum ist.
Gruß Stefan
》Nachtrag, sorry ich hatte den letzten Beitrag nicht gesehen 《
Silberbesteck oder nicht?
Verfasst: Mittwoch 2. September 2026, 10:14
von Ohiticawin
Also vom Messi-Tum muss ich mich jetzt doch klar abgrenzen.
Ich bin nur ein Messi, was das Wegschmeißen von Dingen betrifft, die nicht kaputt sind.
Ansonsten habe ich fast alles schön in Archivboxen gelagert (über 100 dürfte ich haben, die meisten beschriftet). Ich hasse es, wenn Kartons, die nicht dieselbe Größe haben, übereinandergestapelt sind.
Ich habe nur viel zu viel Platz für diese Boxen und um Dinge aufzubewahren. Mein Haus ist viel zu groß, nachdem die Kinder (bis auf meine 100% behinderte Tochter) alle ausgezogen sind. Und dann habe ich noch einen großen Keller und ein Hinterhaus. Gut, der Keller grenzt schon ein bisschen an ein Messi-Tum.
Zurück zu dem Besteck: ich mach es bei Ebay rein, habe ja jetzt schon Fotos und ne Menge Infos, da ist das Angebot schnell erstellt. Fange so bei 20 Euro an und gehe bis 6 Euro runter, und dann kommt es vor die Türe. Nach 3x vor die Tür kommt es in den Müll. Fertig.
Und bevor ich dasselbe noch mit zwei anderen kleinen Bestecksets, die ich hier noch habe, mache, stelle ich sie euch hier in einem neuen Thread vor.
Lieben Dank nochmal an Alle, die sich hier mit meinen Problemen befasst haben <3