Russisches Filigran-Etui, Moskau, 1882 (wahrscheinlich aus umgeschnittener Jahrespunze)
Verfasst: Donnerstag 23. Juli 2026, 23:29
Nun gut, das Werk von P-L ist online verfügbar für den- oder diejenige, die es nicht zu Hause liegen hat. Und dort, und das ist ja das eigentlich Interessante, ist die Punze unter der genannten Nummer abgebildet.
Das Interessante an dem Eintrag ist, dass P-L die MA-Punze auf einem Filigran-Etui von 1874 nachgewiesen hat:
Неизвестный мастер. 1874 г. (Сканный портсигар, ЭРО).
Unbekannter Meister. 1874. (Filigran-Portsigar, ЭРО).
Was den Artikel des russischen Restaurators von 2017 angeht - ich halte seine Argumentation durchaus für legitim. Er trägt einerseits die Sachindizien in Form von geprüften Objekten mit Punzierung und Jahreszahl zusammen und schaut dann andererseits im originalen Moskauer Adressbuch von 1880 nach und findet einen Eintrag zu dem Beschauer. Für mich sind das legitime Quellen. Übrigens identifiziert er auch eine Fälschung und bildet die Punze ab. Natürlich kann und soll man solche Zuordnungen kritisch prüfen. Aus meiner Sicht überwiegt hier jedoch die Summe der dokumentierten Objekte und Quellen.
Heute kann man über digitale Archive und Vergleichsobjekte Dinge sichtbar machen, die einer älteren Literaturgeneration schlicht nicht in dieser Breite zur Verfügung standen - und genau das tut Dubrowin. Ich finde das gut!
Das Interessante an dem Eintrag ist, dass P-L die MA-Punze auf einem Filigran-Etui von 1874 nachgewiesen hat:
Неизвестный мастер. 1874 г. (Сканный портсигар, ЭРО).
Unbekannter Meister. 1874. (Filigran-Portsigar, ЭРО).
Was den Artikel des russischen Restaurators von 2017 angeht - ich halte seine Argumentation durchaus für legitim. Er trägt einerseits die Sachindizien in Form von geprüften Objekten mit Punzierung und Jahreszahl zusammen und schaut dann andererseits im originalen Moskauer Adressbuch von 1880 nach und findet einen Eintrag zu dem Beschauer. Für mich sind das legitime Quellen. Übrigens identifiziert er auch eine Fälschung und bildet die Punze ab. Natürlich kann und soll man solche Zuordnungen kritisch prüfen. Aus meiner Sicht überwiegt hier jedoch die Summe der dokumentierten Objekte und Quellen.
Heute kann man über digitale Archive und Vergleichsobjekte Dinge sichtbar machen, die einer älteren Literaturgeneration schlicht nicht in dieser Breite zur Verfügung standen - und genau das tut Dubrowin. Ich finde das gut!