WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Identifikation von Silberstempeln, Silberpunzen, Meistermarken, Beschauzeichen, Stadtmarken, Feingehaltsmarken und sonstigen Stempeln und Punzen auf altem und neuerem Silber. Wertschätzung und Bestimmung verschiedenster Silber Gegenstände
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Um eine Aussage machen zu können werden Bilder des gesamten Gegenstandes und aller Stempel benötigt. Alle Punzierungen bitte als Makroaufnahme einzeln einstellen.

Angaben zum Wert eines Silbergegenstandes zu machen ist schwierig, da der Silberpreis ständigen Schwankungen unterliegt und auch der Geschmack der Käufer sich ändert. Das Forum kann allerdings in vielen Fällen helfen, Informationen zum Hersteller, Herkunftsland oder zum Alter eines Stückes zu bekommen. Damit lassen sich oft vergleichbare Stücke im Internet aufzuspüren und man kann so ungefähren Zeitwert ermitteln.

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rup
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WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Beitrag von rup » Mittwoch 26. April 2017, 18:49

"A" steht in der Tat für Ausschuss, 2 x "A" also "AA" wäre die Steigerung und würde Abfall bedeuten.

Die Kriterien für die Einstufung als Ausschuss wird man bei einem alten Besteck aber niemals erkennen. Es war nur nach der Produktion Ausschuss der nicht als neues 1A Besteck verkauft werden konnte ...

Klausi
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WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Beitrag von Klausi » Donnerstag 27. April 2017, 11:46

Vielen lieben Dank rup. Du weist aber auch alles :) Hast mir sehr geholfen.

Linkerhand
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WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Beitrag von Linkerhand » Donnerstag 13. Juli 2017, 12:33

Guten Tag,

in der sehr schönen Ausarbeitung vonHerrn Dr. David N. Nikogosyan wird mitgeteilt, dass die Straußenmarke von WMF erst nach 1900 erscheint. Dieses bezweifele ich, da ich eine Spardose aus dem Besitz meiner Urgroßmutter habe, die ihr sicher als Kind geschenkt wurde. Da sie 1884 geboren wurde, mutmaße ich etwa 1890 (+/-) als Geschenk - und Entstehungsjahr.
Allerdings muss ich mich entschuldigen, dass ich - bevor ich die Kenntnis von "OX" hatte, die Spardose leider geputzt habe.....

Viele Grüße

Linkerhand
Spardose.JPG
Spardose mit Straußennmarke
WMF Straußenmarke.JPG
Straußenmarke mutmaßlich 1890

Pikki Mee
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WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Beitrag von Pikki Mee » Montag 29. Januar 2018, 21:00

NAbend,

habe gerade im Zusammenhang mit der Tablett-Anfrage noch Druckfehler gesehen ...

Beim oben im einführenden Text genannte zeitliche Abfolge der 2D-Marken
>> WMF marks, containing a 2D combination of three letters, "W", "M", and "F", placed in a rectangle (left); in a partly dashed arch (center), and in an "empty" (right) arch. These marks were used in 1920-1930, 1930-1935, and 1935-1945, respectively.

aber da sind in der Übersetzung angegeben >>
Diese Marken wurden verwendet von 1920–1925, 1925–1935, und 1935–1945. <<
und auch in der Tabelle bei >> 9 - ca. 1920 - ca. 1925 <<

*Pikki*

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WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Beitrag von rup » Dienstag 30. Januar 2018, 08:47

die englische Version ist neuer als die deutsche, ich warte auf ein paar ruhige Tage um die Übersetzung zu überarbeiten bzw. zu aktualisieren ...

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WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Beitrag von rup » Mittwoch 27. Juni 2018, 19:32

Die beiden Artikel sind nun aktuell und neu übersetzt

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„WMF Marken auf versilberten Gegenständen “ Forschungsergebnissse von Dr. David N. Nikogosyan

Beitrag von rup » Mittwoch 27. Juni 2018, 19:33

von Dr. David N. Nikogosyan, Bonn, Germany

Tausende von Menschen erfreuen sich am Sammeln von deutschem Silber und versilbertem Besteck. Viele deutsche Besteckhersteller erreichten den Höhepunkt ihrer Produktion kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Zum Beispiel hatte die berühmte Fabrik August Wellner und Söhne in Aue, Sachsen, im Jahre 1911 3 Millionen Dutzend Besteckteile (Löffel, Gabeln und Messer) hergestellt [1]. Gleichzeitig fiel diese Vorkriegszeit (1890-1914) mit dem Aufkommen und der Entwicklung eines neuen Kunststils in Deutschland, dem Jugendstil („Art Nouveau“ in Frankreich, „Sezession“ in Österreich-Ungarn, „Art and Crafts“ in Großbritannien), zusammen. Siehe aktuelle Monographie von Barbara Grotkamp-Schepers und Reinhard W. Sänger [2]. Es sollte betont werden, dass die höchsten Gewinne der Silberwarenfabriken, die jemals gemacht wurden, nicht aus der Echt-Silber Produktion stammten, sondern aus der Herstellung von versilberten Produkten, die um einiges billiger waren und daher einen viel größeren Absatzmarkt hatten. Versilbertes Besteck wurde in sehr großen Stückzahlen gefertigt und folgte somit vor allem dem Design bzw. der Mode der Zeit. Vom Ende des XIX. bis zum Anfang des XX. Jahrhunderts war das der Jugendstil. Letztendlich war das deutsche versilberte Besteck ein massen-gefertigtes aber gleichzeitig auch ein sehr diversifiziertes Produkt.

http://www.prueschberg.de/2018/05/wuert ... -tabletts/
http://www.prueschberg.de/2018/05/wuert ... en-ringen/

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WMF Stempel und Marken auf Besteck und Korpusware

Beitrag von rup » Dienstag 10. Juli 2018, 20:41

Pikki Mee hat geschrieben:
Donnerstag 27. Oktober 2016, 10:16
Wie wäre es noch mit einem Permalink bei den 'Silberauflage Stempeln' dazu? dann kann man es für Verweise darauf in Beiträgen noch leichter wiederfinden ;-)
alles braucht seine Zeit, ist aber nun geschehen ...

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